Dabei kann er nicht einmal sich selbst darstellen

Der Zug heißt „Sputnik“, was mich belustigt, obwohl ich meine Belustigung immerhin albern finde. Er umfährt Berlin im Süden und endet in Potsdam.

Mir fällt ein, dass ich bisher noch nie allein irgendwohin gefahren bin. Wieder einmal komme ich nicht ansatzweise an die Helden von Kinder- und Jugendfilmen heran. Die reisen ohne Begleitung sogenannter Erwachsener durchs ganze Land und erleben Abenteuer und sind dabei locker und lustig. Ich bin verspannt und misstrauisch. Immerhin nehme ich das wahr. Ich ärgere mich jedoch nicht über diese Wahrnehmung, sondern nehme sie mit meiner mittlerweile üblichen Resignation gelangweilt zur Kenntnis. Allerdings bemerke ich, dass der Vergleich der sogenannten Realität mit Filmen auf dieser Fahrt besonders passend erscheinen dürfte.

Der Zug ist fast leer, da ich ihn an einem Werktag am Vormittag benutze. Auf einer Station steigt jedoch ein Mann ein und macht genau das, was ich hoffe, dass es kein Passagier tun wird, indem er sich im fast leerem Waggon mir gegenübersetzt.

Der Mann ist eine markante Erscheinung. Vor allem sein sorgfältig gepflegter Bart, der ihm bis unter die Brust reicht, ist buchstäblich augenfällig. Er sieht aus wie mit Lockenwicklern gedreht, ist pechschwarz und voluminös. Kurzum denkt der Klischees liebende Spießer in mir etwas wie: ‚Ein Künstler!‘

Wie befürchtet, mustert mich der Mann in dieser freundlich zugewandten Art, die mir unterschwellig Angst macht. In besonders albernen Momenten halte ich Männer mit derartigem Gebaren vorsichtshalber für schwul. Sehr viel später wird mir klar, dass es um freundlich-neugierige emotionale Annäherung außerhalb der ausgetretenen Wege geht, die mich beunruhigt. Unterschicht scheint, unter anderem, derartige Annäherungen als Angriff zu empfinden.

Der Mann scheint darüber nachzudenken, ob und woher er mich kennt. Seine Blicke empfinde ich als sowohl vorsichtig erheitert als auch wohlwollend aufmunternd. Der Mann wird mir immer unheimlicher. Er erwartet offenbar etwas, aber was? Es scheint sich um eine Selbstverständlichkeit zu handeln, zu der ich offenbar nicht fähig bin. Ich mache dicht. Ganz tief drin scheint mir das selbst mindestens dumm. Aber das wird sich alles regeln! Es wird sich alles ergeben, es geht alles seinen Gang.

Eine knappe Stunde später erkenne ich den Mann als Mitglied der Prüfungskommission wieder. Er sieht mich jetzt gleichgültig an, als wolle er etwas sagen wie, er hätte mich gewogen und für zu leicht befunden. Dass meine Deutung seiner Blicke durchaus angemessen sein könnte, zeigt sich in der nächsten Stunde.

Ich falle von einem Extrem ins Andere, was mir auch klar ist. Mit zwölf, dreizehn entwickle ich über viele Monate hinweg eine Art Berufsmanie. Es ist ein bisschen wie Verliebtheit. Plötzlich fällt mir insbesondere im Unterricht ein, dass ich Astrophysiker oder Biochemiker oder Bauingenieur oder Diplomingenieur für technische Kybernetik usw. usf. werden will. Ich erlebe dabei dasselbe freudige Erschrecken wie in den Augenblicken, in denen mir das Mädchen wieder einfällt, in das ich jeweils verliebt bin und das ich kurz „vergessen“ habe.

Mein mich hinein Steigern in diese seltsame Berufsmacke wird manchmal auch von Außenstehenden als skurril wahrgenommen. Einmal frage ich meinen Klassenleiter, der Fachlehrer für Mathematik und Sport ist, ob es einen Mathematik-Ingenieur gäbe. Der Lehrer ist deutlich befremdet, geht aber zur Tagesordnung über.

Mathematik-Ingenieur? Oder eben Bauingenieur oder Biochemiker usw. Ich halte mich für eine Weile an der Vorstellung fest, der meinem gewissermaßen aktuellem Berufswunsch entsprechenden Tätigkeit nachzugehen. Das gibt mir für diese kleine Weile eine gewisse innere Sicherheit und Stabilität. Dann erlebe ich nach dieser Art Rausch eine Art Kater, wie ich ihn von meinen Schaukelexzessen in meiner Vorschulkindheit kenne oder von meinen Fressattacken. Ich verfalle schließlich in leichte Panik und verbeiße mich geradezu in meinen nächsten Berufswunsch.

Es geht gar nicht um die Berufe. Vielmehr klammere ich mich an den jeweiligen Berufswunsch wie an den berühmten Strohhalm. Die für diesen Lebensabschnitt typische Identitätskrise ist bei mir offensichtlich besonders ausgeprägt und lang anhaltend. Das scheint fast niemandem aufzufallen.

Tragikomisch, wenn nicht bitter ist, dass die Berufswünsche keineswegs immer unrealistisch sind. Einen Diplomingenieur für technische Kybernetik und Automatisierungstechnik gibt es. Man muss zum Erwerb dieses akademischen Titels in Dresden oder Leipzig an der Technischen Hochschule bzw. an der Universität im Fachbereich Elektroingenieurwesen studieren.

Meine Eltern versichern mir immer wieder in einem Ton barschen Entgegenkommens, dass sie mir nicht in meine Berufswahl hinein reden wollten und würden. Dennoch und erst recht bringt mir meine im Wehrkreiskommando arbeitende Stiefmutter immer wieder Stapel von auch aus heutiger Sicht sehr gut gemachten PR-Broschüren mit. Für so was ist sogar gutes Papier vorhanden.

Dementsprechend habe ich im Gegensatz zu den meisten Offiziersbewerbern meiner Schulklassen einen guten Überblick über die zahlreichen Entwicklungsmöglichkeiten in der Offizierslaufbahn. Beispielsweise bin ich gründlich unterrichtet über das Berufsbild des Offiziers für mechanisierte und automatisierte Truppenführung. Dessen Studium ähnelt dem des erwähnten Diplom-Ingenieurs.

Als freiwillig Dreijähriger habe ich auf dem Richtfunkvermittlungswagen fast immer eine besonders gekennzeichnete Leitung zum Institut für mechanisierte und automatisierte Truppenführung zu schalten. Wenn mir langweilig ist, brauche ich nur kurz den entsprechenden Stecker aus dem Anschaltfeld ziehen und einige Minuten später kommt ein Anruf von ganz oben oder es steht nach einer Stunde ein allen unbekannter Oberstleutnant vor dem Wagen. Ich versuche dergleichen aber nicht aus Feigheit nicht, sondern aus Trägheit und Bequemlichkeit.

Kurzum ist sogar mir häufig geistig leicht abwesendem Schüler klar, dass diese Studienrichtung Zukunftsmusik mit langfristigen Perspektiven ist. Da mein Klassenleiter Mathematiklehrer ist, erbringe ich in der mir nicht bewussten Manier eines menschlichen Chamäleons im Fach Mathematik überdurchschnittliche Leistungen und werde auch deshalb in diesem Berufswunsch von Erwachsenen bestärkt. Vielleicht daher halte ich an ihm am Längsten fest.

Einige Jahre später aber habe ich mich insgeheim damit abgefunden, in der Welt der sogenannten Erwachsenen nichts erreichen zu können und zu wollen. Weil diese Haltung unbewusst und damit unausgesprochen bleibt, ist sie umso wirksamer. Könnte und wollte ich sie aussprechen, müsste ich bemerken, wie gefährlich dumm und selbstzerstörerisch sie ist. Ich bin längst auf dem Trip, meine Eltern bestrafen zu wollen und dieser Antrieb ist gleichfalls unbewusst und damit nachhaltig wirksam.

Nun jedoch bin ich in dieser zu Recht beinahe legendären Film- und Fernseh-Hochschule, um mich einer Eignungsprüfung in der Fachrichtung Schauspiel zu unterziehen. Dabei will ich gar nicht Schauspieler werden. Eigentlich will ich gar nichts werden. Es wird sich alles regeln, es geht alles seinen Gang. Aber ich muss wohl oder übel an den üblichen altersgemäß angesagten Exerzitien teilnehmen, um wieder in Ruhe gelassen zu werden und in diese mindestens seltsame Schutz-Sphäre einer Art dauerhaften leichten Trance zurückkehren zu können, in der ich einmal am helllichtem Tag gegen ein Verkehrsschild laufe und immer wieder Rückmeldungen wie „Schon wieder full!“ erlebe.

Meine Klassenleiterin nach dem Mathematiklehrer ist Fachlehrerin für Deutsch und Russisch. Wiederum in der Art eines Chamäleons schreibe ich nun Aufsätze, von der diese oft ironische bis sarkastische Lehrerin ehrlich angetan ist, beginne mich bewusst mit Literatur zu beschäftigen und nicht nur ziellos zu lesen und will ganz tief drin und eigentlich Schriftsteller sein. Dass ich in Russisch nur mittelmäßige Leistungen erbringe, ist wiederum ein mir allerdings erstaunlicher wie bezeichnender Weise lange Zeit unbewusst bleibender Affront gegen die Genossen Erziehungsberechtigten. Mein Vater beherrscht Russisch perfekt und ist während seines Ingenieursstudiums vom entsprechendem Unterricht befreit.

Vor allem aber übernimmt diese Lehrerin das, was ich lange Zeit später in meinem drittem Therapieversuch als „Hilfs-Ich-Funktionen“ bezeichnet finde. Das tun zwar alle drei Klassenleiter meiner Schulklassen nach der Grundschulzeit, aber diese Lehrerin ist nicht nur für mich am deutlichsten erkennbar eine Art korrigierendes und relativierendes Ersatzelternteil.

Ich habe sehr großes Glück mit meinen Lehrern und insbesondere mit den Klassenleitern. Wären diese drei Klassenleiter nicht, würde ich sehr wahrscheinlich in einer Klapse verschwinden und dies zu einem Zeitpunkt, als es weder Psychotherapie noch atypische Neuroleptika gibt. Mehrfach bin ich dicht vor dem totalem Abdrehen, was mir selbstredend erst sehr viel später klar wird. Dann reiße ich zynische und scheinbar narzisstische Witze etwa des Inhalts, wer mich überstanden hätte, wäre überaus befähigt für Leitungsfunktionen. Alle drei Klassenleiter werden nach der Wende Direktor bzw. Rektor von Schulen bzw. des städtischen Gymnasiums.

Einmal erlebe ich ohne erkennbaren Grund tagelang immer wieder anfallsartig auftretende Zustände völliger Verwirrung. Es sind nicht nur heftige Panikattacken, die mich peinigen, es wird zudem plötzlich alles „irgendwie“ fremd. Diese Erlebnisse lösen vor allem deshalb namenlose Angst in bisher nicht gekannter Stärke aus, weil mir die Begriffe zur Benennung meines Zustands fehlen und vor allem Ansprechpartner in diesem Zustand.

Meine Stiefmutter ordnet im üblichen Kommandoton an, dass ich mir in der Apotheke Baldrianperlen zu kaufen und diese reichlich zu kauen habe. Schließlich rieche ich auch wie das abgeklärte, aber verwirrte Großväterchen, das ich mehr oder weniger unbewusst gebe. Jahrzehnte später erklärt ein ehemaliger Mitschüler aus dieser Zeit sinngemäß, wir wären eigentlich schon als Siebtklässler Rentner. Ich bin derart überrascht von dieser Rückmeldung an völlig unerwarteter Stelle, dass es mir nicht gelingt, ihn zu korrigieren. Nicht wir sind eigentlich schon Rentner, sondern ich bin eigentlich einer. Allerdings ist diese gewissermaßen Grundhaltung zum Leben auch die eines Epoché-Menschen, wie ich ihn sehr viel später zu meiner Verblüffung von dem Philosophen Sloterdijk charakterisiert finde. Diese Haltung ist jedoch erst recht ein Überbleibsel der alten Gesellschaft und wird damit gesetzmäßig überwunden.

Zumindest diese Klassenleiterin scheint zu bemerken, dass mit mir etwas nicht stimmt über die üblichen seelischen Schräglagen der Pubertät hinaus. Während einer Nachtwanderung mit meiner Schulklasse nimmt sie mich beiseite und erzählt ausgiebig von einem gutem Bekanntem, der schizophren geworden wäre. Sie schildert genau die Phänomene, die ich zumindest gelegentlich an mir wahrnehme. Sie beschreibt an diesem Mann meine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber Dingen, Menschen und Erlebnissen, die mir nicht gleichgültig sein sollten sowie mein unklares Empfinden schleichenden gewissermaßen heraus Fallens aus allen Kontakten und Beziehungen.

Was soll die Frau tun? Es gibt zu dieser Zeit keine Psychotherapie. Einmal schreibt sie in eine meiner Zeugnisbeurteilungen sinngemäß, dass die Eltern akzeptieren müssten, nicht mehr nur ein Kind, sondern einen in der schwierigen Phase des erwachsen werden Sollens befindlichen Sohn zu haben. Die Botschaft ist klar an meine Eltern gerichtet, nicht an mich als Zeugnisempfänger. Sie kommt aber nicht an, was mich nicht überraschen kann und nicht überrascht. Alles Haschen nach Wind

Von dieser Klassenleiterin nehme ich im Gegensatz zu einigen naturgemäß belustigten Mitschülern gar nicht wahr, dass ich in sie verschossen bin. Sie hat sehr lange Beine und diese beunruhigend ausladenden Hüften, an die ich mit gequältem Grinsen denken muss, als ich nachher bei Freud etwas von unbewusster Kastrationsangst lese. Ich bin mir sicher, dass diese Lehrerin weiß, was gut für mich ist. Sie empfiehlt mir, Regisseur zu werden. Da ich jedoch völlig orientierungs- und ziellos bin, was gar nicht aufzufallen scheint, weil alles seinen Gang geht, folge ich der Anregung eines anderen Lehrers. Der erörtert überzeugend, dass ich mich für Schauspiel bewerben sollte, da ich über diesen Umweg schneller auf einen Regiestuhl kommen könnte.

Die Schauspielanwärter müssen an dieser Film- und Fernseh-Hochschule vor allem zwei Ausschnitte aus Dramen oder Romanszenen vorstellen. Es sollen sich deutlich unterscheidende Ausschnitte sein, also etwa Szenen aus einer Tragödie und einer Komödie, aus einem antikem und einem aktuellem Stück usw. Zudem müssen diese Szenen ohne Requisiten und Kostüme und vor allem ohne Darsteller der anderen in den Szenen agierenden Personen gespielt werden.

Ich spiele eine kurze Szene aus dem heftig diskutiertem Jugenddrama „Unterwegs“ von Viktor Rosow vor sowie den Antrittsbesuch von Bendix Grünlich bei der Familie Buddenbrook. Zumindest bilde ich mir ein, das zu tun. „Das putzt ganz ungemein!“ Dass diese Wahl in gewissem Maße meine innere Zerrissenheit spiegelt, ist mir noch nicht bewusst. Ich nehme jedoch deutlich wahr, dass die Mitglieder der Prüfungskommission von der Wahl Thomas Manns, milde formuliert, nicht begeistert sind. Ich verstehe das. Als im Fach Deutsch sehr guter Schüler ist mir klar, dass Mann zwar einen fortschrittlichen bürgerlich-humanistischen Standpunkt vertritt, aber nicht den Weg zu bewussten Teilen der Arbeiterklasse findet. Allein, das ist mir inzwischen völlig schnurz und schnuppe, denn bereits nach einigen Minuten ist mir klar, dass ich einpacken kann.

Wir müssen im Weiteren Lieder singen und vor allem dabei bin ich voll daneben. Immerhin ist mir zumindest halb bewusst, dass dies nicht auf das nicht treffen Können der richtigen Töne und dergleichen zurückzuführen ist. Vielmehr bin ich gezwungen, mich zu zeigen und gesehen zu werden. Dieser Zwang aber lähmt mich auch oder gerade hier. Ich frage mich jetzt, wie ich hierher gekommen bin und was ich hier eigentlich mache und bin zutiefst beschämt.

Auch meine Improvisationen sind schwach. Der Klassiker ist dabei; jeder Prüfling muss ohne Bank und ohne Börse das Finden einer Geldbörse auf einer Parkbank vorspielen. Vor allem aber wird bei mehreren Gruppenimprovisationen nicht nur für mich deutlich sichtbar, dass ich ganz abgesehen von erwarteter und zu prüfender Schauspielkunst kaum teamfähig bin.

Die böse ironische Pointe ist für mich jedoch die Auswertung der Prüfung. Es werden jeweils zwei Prüflinge gleichzeitig in den saalartigen Raum gerufen, in dem diese Auswertungen stattfinden.

Vor allem der mit mir herein gerufene Bewerber führt mir eindrucksvoll vor, dass ich kaum eine Chance haben dürfte. Die Mitglieder der Prüfungskommission sind, wiederum unabhängig von Schauspielkunst, erfahrene Pädagogen. Sie nehmen natürlich wahr, dass ich lau und lasch und halbherzig an- und auftrete. Mein Mitbewerber dagegen ist vor allem beim Vorspielen der eingeübten Szenen mit überwältigendem Ungestüm, ja, geradezu rasendem Engagement zugange. Zudem trägt er selbst getextete und selbst komponierte Chansons vor, wobei ihn sein Bruder auf dem Klavier begleitet. Nicht nur ich bin schwer beeindruckt.

Nicht nur ich bin völlig verblüfft, dass der Mann mit mir zusammen als für ein Schauspielstudium ungeeignet bewertet wird. Das scheint ihn naturgemäß ebenso heftig zu treffen, wie er sich in seinen Übungen präsentiert. Er merkt jedoch einige Augenblicke nach der Ablehnung sinngemäß an, er wäre nunmehr nicht nur in Leipzig, sondern auch in Babelsberg gewesen und würde sich jetzt nach Rostock aufmachen. Nicht nur ich bin überzeugt, dass er nicht nur an die Rostocker Schauspielschule fahren wird, sondern mit einiger Sicherheit irgendwann Schauspieler werden.

Ich finde es keineswegs makaber, dass ich nicht nur nicht schwer enttäuscht bin, sondern – erleichtert…

Ich muss immer noch nicht raus aus der Spur und ich werde auch hier nicht gerockt. Darum geht es eigentlich, nicht um zum Film oder ein Star sein wollen usw. Auch oder gerade das verstehe ich erst sehr viel später.

Eine von einer Frau der Prüfungskommission eher freundlich aufmunternd gemeinte Anmerkung in dieser Richtung prägt sich mir bezeichnenderweise ein. Sie erklärt sinngemäß, ich wäre bereits sehr festgelegt und nur noch schwer formbar. Erst einige Jahre später wird mir klar, dass diese Einschätzung eine geradezu therapeutische ist. Sie dürfte beileibe nicht nur auf das Fachliche, konkret Schauspielkünstlerische zutreffen.

Allein – es ist vollbracht! Ich habe eine weitere Anforderung dieser komischen Welt der sogenannten Erwachsenen bewältigt. Neuerlich habe ich das Pensum geschafft. Wieder einmal habe ich meine Pflicht erfüllt. Es zieht wieder Ruhe ein

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