Kategorie: Stadtbild

Politisch unkorrekt!!!

Das Bild habe ich aufgenommen in der Naupliastraße, und das ist Harlaching, Alta… *hüstel*…

Herr Koske, was sind Sie wieder ein rechter Springinsfeld fürwahr! – „Rechts“ ist hier allerdings ausdrücklich nicht politisch gemeint, vielmehr ich politisch nach wie vor extreme Ultra-Mitte bin. Ich habe auch nicht wirklich etwas gegen die CSU, vielmehr jeder nach dem Füllstand seines Maßkrugs selig werden möge oder wie König Fritz Alter sagte. Ich freue mich nur immer wieder, und dies merke ich an ohne Ironie und dergleichen unzeitgemäß zersetzend-möchtegerneintellektuelle Abwehrformationen klassisch-freudvoll analytischer Art, wenn ich im mehrfachem Sinne am Rande derartige kleine Details dieser unserer dynamischen usw. Postmoderne wahrzunehmen nicht völlig unfähig zu sein scheine.

(… eben hat sich Thomas Mann im Grab umgedreht – falls sich jemand über das Knirschen unter der Erde gewundert hat…)

Wie nicht anders zu erwarten, hakt es immer noch ein bisschen mit der Selbststrukturierung. Meine Güte – ich darf echt keinem erzählen, dass ich 57 bin, was mir nicht schwer fällt, weil ich das selbst nicht glaube. „Meine Güte“ ist nur wieder eine Redewendung – selbstredend verfüge ich mitnichten über Güte!

Um aber wieder einmal wenigstens auf eine Art Thema zurückzukommen wenigstens zu versuchen, hier die Mitteilung an meine zahlreiche Nichtleserschaft, dass ich nach einigen Tagen neuerlichen stumpfen Verstummens meine Materialsammlung mit Texten über mein persönliches Präteritum verstohlen erweitert habe, und zwar hier.

Self-fulfilling prophecy – hier scheißt Ost-Koske an! Ha!

Heute lagen Briefchen im Haus, in den Gängen, auf der Treppe und auch vor Zimmertüren der Pension. Eines habe ich schon ganz früh auf dem Gang liegen sehen, als ich voller Morgengrauen mein Angstwasser abschlagen war. Ich hatte bei dieser Wahrnehmung den albernen Gedanken, dass früher die Burgfräulein Tüchlein haben fallen lassen, um auf diese Weise Kontakte zu knüpfen, die unter Umständen zur Arterhaltung beitragen könnten. Ich habe darüber im Internet gelesen – Mann und Frau ziehen sich aus und manchmal kommen dann Kinder usw.

So weit das übliche koskatörichte Witzchen zum Zwecke der Selbstsuggestion des Inhalts, man wäre über dergleichen erhaben. Nachher aber lag ein solches Briefchen auch vor meiner Tür. Womöglich hat das jemand der Bewohner dahin gelegt. Das hat mich geärgert. Hat, inzwischen habe ich mich einigermaßen abgeregt. Ist eh‘ alles eitel und Haschen nach Wind!

Mich hat es schon geärgert, als die Padrona di Casa* kurz nach meinem Einzug darauf hingewiesen hat, dass Bewohner der Zimmer des Nachbarganges sich beschwert hätten, weil das dortige Bad immer schwimmen würde. Wieso kommt man mit so was zu mir? Strahle ich derart intensiv Schuldgefühle aus? Dass die neurotisch sind, also nichts mit tatsächlichen Übertretungen zu tun habe, scheint zu meinem Entsetzen oft auch nicht zu vermitteln, vor allem nicht geschmackvoll uniformierten „Kameraden Volksschützern“, Zitat Fühmann.

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… Anonymous & Dornröserich… oder so…

Klick ins Pic macht big!

Klick ins Pic macht big! – Ich liebe diese Formulierung, sorry!

Man findet das unter dieser Brücke. Da fährt unten der Kolum-Bus durch. „Herr Koske!!!?“

Es gibt wahrscheinlich in jeder Großstadt Nahverkehrsstrecken, bei deren Nutzung man an einer Art Stadtbesichtigungstour teilhat. In M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren, sind das etwa die Tram 19 oder der Bus 68. Hatte ich erwähnt, dass in M der ÖPNV nach orthopädischen Gesichtspunkten geordnet ist? Man fährt beispielsweise von Knie nach Au. Und dergleichen!

Old Ron war schon ganz entsetzt, als die Wand des oben geposteten ersten Bildes überstrichen wurde, mit einem frischem Steingrau*, aber siehe – alles ward gut! Ich finde, es könnte mehr von so was geben. Und im nächstem Leben werde ich auf keinen Fall wieder Spießer! – Oder hatte ich das schon erwähnt?

* Prof. von Bülow.

… also doch „verkalkt“…

Kieke. – Ich habe ja, wie gesagt, Angst vor Alzheimer, im Ernst, aber zum Glück vergesse ich das immer wieder…

Man wird langsam auf meine, yeah, Soundpics aufmerksam, *hüstel*, und wurde denn dies Bild koskatöricht aufgenommen in M neben St. Margaret auf dem Margaretenplatz.

H o c h w e r t i g e s  Wortspielchen für Münchner Pärchen.*

„Bing!“ – „Au!“ – „Au? – Bing!“ – „Du bist am Knie!“ – „Ja, Gern! Aber jetzt reiß Dich an Riem‘! Du tust gerade so, als wenn ich Dir die Hackenviertel! Hör auf zu Hadern und mach Dich Freimann!“ – „Du musst ja nicht in so ’nem Lochhausen! Und Du bist dauernd so nah wie Laim!“ – „Okay, hat nicht Solln sein – ich wollte ja schon lange mal von Dir Freiham, hihi! Mein Leben findet eh‘ bald nur noch im Parkstadt! Ich leg mich jetzt ins Moos, ach!“ – „Von mir aus flieg ins All, ach!“ – „Ach nee, das nicht, wo man doch jetzt bald auf den Marsfeld, chch! Aber ich muss eh‘ das Auto umsetzen, weil ich wieder vor dem Laden von diesem Herzogpark! Ist ja gerade krasser als wenn ich mit Maria Einsiedel! Vielleicht kehre ich später noch mal in Friedenheim!“

***

Nachher gehe ich wieder zum Zahnarzt, wovon unterrichtet zu sein die Weltöffentlichkeit ein Recht hat…

Ich gehe gern zum Zahnarzt, weil ich dort Nähe zulassen kann und auch oder gar vor allem körperliche Nähe, denn ich werde sofort dafür bestraft mit unangenehmen Empfindungen oder gar Schmerzen. – Aber zu meiner Hausärztin gehe ich auch gern; die hat immer die guten „Ricola“-Bonbons im Wartezimmer…

Man sieht, dass auch in der Unterschicht das Alter nicht ohne Freuden ist fürwahr! Weiter voran auf bewährtem Kurs ins Nirgendwo!

* Nein, ich mache nicht auf Willy Astor, ich bin nicht größenwahnsinnig…. Okay, jedenfalls nicht in diesem Zusammen… – nicht in diesem Kontext!

… kann süchtig machen…

… das Ablichten derartiger Stadtbilder. Wahrscheinlich würden mich die Writer, würden sie mich bei meinen vergnügt verstohlenen Bemühungen in abbildender Kunst erleben, für einen Bullen halten, womöglich für einen BaBu. Allein, das tangiert mich nicht einmal peripher, denn dergleichen bin ich gewohnt. In den letzten vier Jahrzehnten „war“ ich immer einmal wieder Schlucki, Stasi, Schwuli oder Knacki; oh, schöner Schmerz…

PS: Wie originell! „Kurzstrecken“, „Kurzbesuch“ usw. – nach dem zwanzigstem Mal nervt es dann allerdings ein bisschen. Ich bin jedoch überzeugt, dass Mutti es genossen hat, mit „Gnä‘ Frau!“ angesprochen zu werden, gnihi… Man muss das doch mal aussprechen dürfen! Von wegen – ich würde mich nicht für Politik interessieren! Und soweit wieder der Kommentar vom Rand unten!

… angeblich hat man immer die Wahl, wer aber trifft die Vorwahl, ach…

… auch bin ich halt auf Mauer konditioniert…