Kategorie: Bücher

Kalliope winkt wieder mit dem Zaunsegment. – Oder so ähnlich.

Ein sozusagen Nebeneffekt, allerdings ein angenehmer, meiner verkrampften bis verbissenen und daher naturgemäß tragikomisch paradoxen Bemühungen im Creative Writing besteht darin, dass der Tutor des Fernkurses, dessen sowohl inhaltliche als auch zeitliche Bewältigung für mich noch sehr fern ist*, in den Anhängen zu seinen Lektionen sehr viele Lesetipps gibt.

Nun habe ich mir, obwohl das eigentlich „U“ ist, nicht „E“, einen Krimi von Elizabeth George besorgt, denn ich sitze ja an der Quelle, hä hä – und bin schwer beeindruckt…

Die, *hüstel*, Kollegin, „Ooopa?!“, schreibt wohl sozusagen durchgeplottet, welches Fachwort ich hiermit eingeführt hätte, d. h., sehr nach Plan, und das ist jedoch gar nicht langweilig, weil gar nicht konstruiert wirkend; im Gegenteil, wie ich nach der Lektüre von 155 Seiten des Inspektor-Lynley-Romans „Wer die Wahrheit sucht“ nicht nur versichern kann, sondern anmerken muss.

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Die verstohlenen Anschaffungen des K. (neulich angedroht)*

Es gibt, zum Beispiel, auch bei booklooker.de sehr preisgünstige Bücher, und überhaupt, boah, Medien; manchmal echt nur für einige Cents, und in durchaus passablem Zustand, aber zuzüglich Porto. Man bezahlt dann etwa, als Beispiel, 80 Cent für das Buch und, als Beispiele, 1.70 oder 2.60 Euro für den Versand. Diese Gebühren fallen jetzt für mich weg, weil ich nicht nur Selbstabholer, sonder quasi auch Selbstsortierer bin, hihi. – Ich soll ja lernen, das Positive zu sehen!

Tja. Na ja… Und? Dichtet der Dichter? Er dichtet doch nicht. Er schreibt wieder seine Berichte. ‚Kuckuck!‘ kam übrigens gleich heute früh per Mental-Funk, als ich noch gar nicht angefangen habe, gar artig Schrift zu stellen. ‚Gar nicht mehr schreiben!‘ Geht ja auch nicht, habe ich ja -zig Mal ausprobiert. ‚Geh‘ wieder arbeiten!‘ Ja, aber mache ich doch! Gestern habe ich mit dem Chef telefoniert; ab April kann ich 20 Stunden die Woche arbeiten und das ist weiter steigerungsfähig bis zu 30 Stunden…

Das ist übrigens auch so ’n Ding – da bin ich letztens wieder ausgeholt worden und habe es gar nicht bemerkt, bzw., Überraschung, erst hinterher, Trepverter (Treppwörter) gar im Wortsinn, denn ich war tatsächlich auf der Treppe. Ja ja, ich bin Antisemit! Und, ach – ist nicht das ganze Leben Treppensteigen? Äh – zur Sache! Ich muss das jetzt loswerden, ich alter Anscheißer!

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Wieder ein Wort zum Sonntag. Wieder von Universal-Marginal-Koske (Unimako).

Tja, nun sitze ich wieder da und werde aufs Anregendste gebeutelt von einer Art mentalem Bewegungssturm; es ist nicht zu wenig da, sondern zu viel, wie ich erst ca. fünfzig Mal bemerkt habe, was ich aber immerhin noch mitbekomme, und was zur Folge hat, dass ich das tue, was ich in dieser unwohlbekannten Situation immer tue – nichts…

Har har. – Sehr witzig, in der Tat; so vergehen die Tage, die auf Erden mir gegeben sind, und ich komme nie nich‘ zu Potte, nirgends. Hinzu kommt dann noch das übliche Gewäsch per Mental-Funk, ‚… dichtet doch nich‘, führt Tagebuch…‘, ‚… komm, gib auf, wir nehmen Dich auf als einfacher Arbeiter…‘, ‚… merkt nich‘, dissa schwul is’…‘ usw. usf.; täglich grüßen Großgruppen von Murmeltieren.

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Morbide Morgengedanken. Entweder frei assoziiert oder gedankenflüchtig.

Letztens hatte ich die Tagebücher von Kafka in der Hand, und ich habe auch darin gelesen, diagonal oder wie man da sagt, wenn man voll fit is‘ inne Birne, Alta, und da stand dauernd was wie „Heute nichts geschrieben.“ oder auch nur „Nichts geschrieben.“

Ha! Ha!!! Wenn der… – lassen wir das. Damals gab es den Begriff „paradoxe Intervention“ noch nicht, andernfalls der Kafka womöglich nicht nur bemerkt, sondern vielleicht auch angemerkt hätte, dass er eben doch etwas geschrieben hätte, nämlich die Notiz, dass er nichts geschrieben hätte.

Dazu noch ein Gedanke, der schon seit längerer Zeit durch meine Gehirngänge schlurft. Er schlurft – das Alter, wir berichteten.

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„Hör zu, kleiner Mann!“

Das war, natürlich, das erste Buch, das mir ins Auge bzw. Brillenglas gefallen ist in der sozusagen alternativen Quasi-Buchhandlung, und das war womöglich kein Zufall, was ich jetzt ausdrücklich nicht ganz ernst gemeint habe; korrekt, der kleine Mann rückversichert sich immer nach allen Seiten.

(… „Höre, kleiner Mann!“… fällt Ihnen was auf, Herr Koske… gute Arbeit, wie gesagt, von wem auch immer… das Problem der Massen, in denen seit Jahrtausenden alles verebbt und versickert und erstickt, was wirklich groß und edel ist… usw…. und Revolutionen bringen nichts, weil danach immer wieder alles von vorn los geht, weil der Psycho-Club immer wieder ausgeblendet wird, also das, was den Menschen als Menschen ausmacht… bla… meine Güte, bin ich schlau – krieg ich ’n Küsschen…)

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Eben hat die Hausfrau in mir  e i n  b i s s c h e n  geputzt

Aus Schuldgefühlen. Eigentlich will ich etwas Kreatiefes für meinen Kurs in kreativem Schreiben schreiben, aber ich muss erst meine Pflicht erfüllen, und ich wienere den Spiegel in meinem Pensionsstübchen und die Ablage darunter. – Wieso eigentlich „wienern“? Sollte man gelegentlich recherchieren; ich hatte, wir berichteten, gute Gespräche mit den Peters Hille und Altenberg, damals im „Central“ und so, *hüstel*.

Das lässt mich wieder an Fallada denken; nein, ich bin nicht größenwahnsinnig, jedenfalls nicht an dieser Stelle.

Leute, die man ohne Nachprüfung als glaubwürdig einschätzen kann, berichten, dass Fallada seine gewissermaßen dichtesten, stilistisch besten usw. Texte geschrieben hätte – im Knast. Vorher hätte er jedoch, so der Bericht, nicht die Sage, zur freudigen Überraschung der Vollzugsbeamten seine Zelle geputzt und geschrubbt und gewienert.

Das verstehe ich sehr gut, sorry!

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… e i g e n t l i c h  habe ich nicht die Kohle…

Selbstreferentiell durch Weltrauntechnik, ha!*

Andererseits ist es natürlich witzig, dass ich bei booklooker manchmal Bücher für ein paar Groschen zu erwerben in der Lage und dann auch gleich bereit bin. Gut erhaltene Bücher, wohl gemerkt! Manchmal ist nur ein Stempel auf den ersten Einbandseiten, was mich nicht einmal peripher tangiert. Aber das musste jetzt sein, denn cand. phil. Pollatschek ist einfach cool, Alta! Als Autorin, Mann!

Andererseits muss ich zugeben, dass ich nicht aufgegeben habe zu hoffen, noch vor meiner Abberufung in die ewige Großgruppe einmal an einem solchem Zopf ziehen zu dürfen. Eine meiner harmlosen Vorlieben, was diese Sache zwischen Weibchen und Männchen der rezenten Hominiden auf dem drittem Planeten des Systems angeht. Sie ist noch nicht Fetisch zu nennen, denn ich nehme nicht das Teil für das Ganze. – Lasst Old Ron doch die kleine Freude, er hat doch sonst keine, wie wir bereits erst ca. sechsundsechzig Mal berichteten!

Ein neuer Text aber ist und wächst hier.

* Diese freudvolle Fehlleistung lasse ich jetzt echt stehen! Herrlich, zahlreiche Nicht-Leser! Köstlichst, meine Damen und Herren!

Paradoxes Marketing

Fast immer gelingt es mir, dem von rasenden Werbetrommel-Bataillonen erzeugtem gewittrigem Dröhnen* zu widerstehen und Bücher nicht zu lesen, Filme nicht zu sehen usw., die gerade in, angesagt usw. sind, sondern erst das Abklingen der Dröhnung abzuwarten. Das hat was! Die Wahrnehmung nach der Werbepause der eben angedeuteten besonderen Art kann dann Spuren eigener Meinung enthalten.

In Dave Eggers „Circle“ bin ich auch nicht rein gekommen, nachdem die erste Verkaufsförderungs-Euphorie der Rezensenten abgeklungen war. Gestern jedoch habe ich mir „Eure Väter, wo sind sie? Und die Propheten, leben sie ewig?“ aus einer der Stadtteilbibliotheken geliehen, die mit meinem plötzlichem leibhaftigem Erscheinen ständig rechnen müssen; ein bisschen Größenwahn muss sein in dieser unserer dynamischen usw. Postmoderne! Ich habe das Buch in einem Zug gelesen und musste mich zusammen reißen, um nicht laut zu lachen – was sollen denn die Leute denken?

Da kidnappt Einer, und nahezu gewaltfrei, mehrere in der öffentlichen Wahrnehmung oder auch nur in seiner eigenen prominente Leid-, Streit- und Zeitgenossen, unter anderem einen Astronauten, einen Kongressabgeordneten und auch, Gipfel der Realsatire, die eigene Mama, gnihi.

Er unternimmt dies jedoch nicht, um Geld zu erpressen oder was dergleichen kriminellenergetische Interventionen mehr sind, vielmehr er von den an Pfeiler eines riesigen verlassenen Militärkomplexes geketteten Quasi-Geiseln authentische Auskünfte zu teilweise existentiellen Fragen zu erzwingen versucht.

Wenn einem solche Plots einfallen, kann man Schriftsteller werden, Herr Koske…Schnauze, Über-Ich!

Die Pointe ist für mich, natürlich, denn ich bin anders als all‘ die Andern, eine von den Intentionen des Autors und mit einiger Sicherheit auch von der Wahrnehmung der meisten Leser sehr abweichende. Was uns der Autor sagen will, hat, will Uns bedünken, bereits Thomas Mann im „Zauberberg“ erörtert, und zwar besser.

Ich bin wieder bei einem meiner Lieblingsthemen! Seit dem „Fallen des Vorhangs“, Th. M., gab es kein wirklich neues „Stück“; zu den im grausig-grotesk mehrfachem Sinne gewaltigen Inszenierungen in Braun und Rot muss ich nichts sagen.

Bla.

* Ist das nicht poetisch? Sollte jetzt nicht ein kleiner literatloser Preis zum hier Essen drin sein?

Meditative und, *hüstel*, Mensch, Ost-Koske, kurative Impressionen…

Scheinbar nichtssagend – und hat doch was! Auch dieses audiovisuelle Kommunikat hat nichts mit dem hier gepostetem Posting zu tun, sondern dient der kulturellen Umrahmung. Ein bisschen Sehnsucht schwingt mit! Warum bin ich nicht da, sondern hier? – Die Flüchtlinge sind schuld, voll korrekt, Mann!

***

Tja… Und? – Wahnsinn! Gestern Abend oder vielmehr heute morgen, habe ich cand. phil. Pollatscheks „Das Unglück anderer Leute“ zu Ende gelesen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werde ich das Buch kaufen, mit einiger Wahrscheinlichkeit werde ich es gleich noch einmal lesen.

Wie erst ca. 100 Mal erwähnt, verfüge ich über eine schauerliche Viertelbildung und habe dementsprechend auch nur einen Bruchteil diverser Lektüre-Listen abgearbeitet. Die erste dieser Listen habe ich mir übrigens selbst erstellt.

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Nich‘ lustich…

Ich bin beeindruckt – ohne jede Ironie usw. An einem Abend habe ich das Buch bestellt, am nächstem Morgen war es in der Filiale der Stadtbibliothek meiner Wahl, obwohl es erst sozusagen drei Filialen weiter ausleihbar war. – Es spricht für meine zumindest teilweise adäquate Wahrnehmung, dass ich die räumlich nächste Filiale gewählt habe, *hüstel*, *kicher*, *Brille putz*… Nach der nicht ironischen Anmerkung musste dieser Schlenker kommen, logisch!

Nun habe ich mehrfach versucht, in „Das Unglück anderer Leute“ hinein zu kommen und es fällt mir, milde formuliert, nicht leicht, obwohl Frau Pollatschek sehr rezipientenfreundlich schreibt usw. Keine langen Sätze, bla bla.

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