Kategorie: Aphobongramme

Morbide Morgengedanken. Entweder frei assoziiert oder gedankenflüchtig.

Letztens hatte ich die Tagebücher von Kafka in der Hand, und ich habe auch darin gelesen, diagonal oder wie man da sagt, wenn man voll fit is‘ inne Birne, Alta, und da stand dauernd was wie „Heute nichts geschrieben.“ oder auch nur „Nichts geschrieben.“

Ha! Ha!!! Wenn der… – lassen wir das. Damals gab es den Begriff „paradoxe Intervention“ noch nicht, andernfalls der Kafka womöglich nicht nur bemerkt, sondern vielleicht auch angemerkt hätte, dass er eben doch etwas geschrieben hätte, nämlich die Notiz, dass er nichts geschrieben hätte.

Dazu noch ein Gedanke, der schon seit längerer Zeit durch meine Gehirngänge schlurft. Er schlurft – das Alter, wir berichteten.

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Heute ist Datenschutztag – sagt Mama Google…

Das war mein erster Eintrag vor nunmehr fast genau einem Jahr… Hach, wie die Zeit vergeht! Allein – Old Ron hat noch Ressourcen, hoho!

Spruch des Tages. Von Ost-Koske, Polterproll mit Sehnsucht nach dem Geistigem.

Einige Politiker sollten statt Leibwächter lieber Geistwächter anstellen…

Nein, keine Arbeitserprobung für mich, hihi. Aber was diese „Sehnsucht“ betrifft, so ist es mir erst mittelkürzlich passiert, dass jemand, der sich mit so was wirklich auskennt, ohne Irokasmus, mich offenbar im Ernst frug, sinngemäß, ob ich meine Musikstücke selbst gemacht hätte…

Das hat mich umgehauen (H. Caulfield). Ich meine – was soll ich dann von Ottilie Normalverbraucherin erwarten, heule, heule, heule? Nee, das ist kein Selbstmitleid, vielmehr ich jedes Mal wieder mindestens verblüfft bin, obwohl ich das nun eigentlich kennen müsste, bla.

Natürlich sind diese Samples, die ich da verwende, sozusagen „fertige Schnipsel“; manchmal nur ein Schlag auf ein, Überraschung, Schlaginstrument, manchmal ’n Gitarren-Riff, manchmal eine ganze Tonfolge auf dem Klavier und so weiter. Ich glaube übrigens, etliche Samples in etlichen professionellen Beiträgen von Berufsmusikern wiedererkannt zu haben. Hähä, böse, Gollum, böse.

Dennoch ist das kreativ, was ich mache, denn wenn man 10 Leuten 200 Samples gibt, kommen 10 unterschiedliche Stücke dabei heraus, und wenn es sich um Mediziner handelt, 11. Ganz abgesehen davon, dass ich die Möglichkeiten der Software nicht annähernd ausgereizt habe.

So.

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Ich bin anders als all die Andern!

Es gibt in diesem, yeah, Kontext, einen noch viel cooleren Witz, dessen, yeah, creator ich nicht zu explorieren vermag („Fauler Sack!“); „Die meisten Menschen denken, sie wären völlig anders als die meisten Menschen!“ Hihi. – Klingt nach Valentin, klar, aber ich glaube, von dem ist der nicht. Mama Google sagt nichts dazu, jedenfalls mir nicht.

Da ich mich bemühe, ein wenigstens ethisch hochwertiger Schreiber zu sein, was ich leider nicht nur erst ungefähr zweihundert Mal anzumerken Gelegenheit hatte, sondern auch genau so oft angemerkt habe, hier der Hinweis, dass „Du bist anders als die Andern!“ irgendwie ein Schlagertext ist, aber auch hier hilft mir Mum G. nicht, *ins Handtuch wimmer*…

(… krieg ich jetzt ’n Bienchen ins Große Galaktische Klassenbuch… thx…)

Zum Thema („Hört! Hört!“)! Das Thema lautet „Theme“. Jedes Mal, wenn Herr Norén sein Theme aktualisiert, sind meine, yeah, stylishen Styles weg, und ich merke das immer nicht und das ärgert mich… – Man muss das doch mal aussprechen dürfen! Übrigens scheint Herr Norén ein guter Designer zu sein, trotz Bier, denn er hat begriffen, dass weniger mehr ist, gerade im Netz. – Ich meine, was bringt denn Bier? Kostet Geld, man muss dauernd pinkeln und richtig breit ist man auch nicht. Aber das am Rande und nebenbei!

Und was kommt jetzt, per Mental-Funk, versteht sich? – ‚Willa den Norén angehen!‘

Mit anderen Worten – nix Neues! Ost-Koske ist unrockbar! Aber es gibt Schlimmeres, bla…

(… man, wer immer das ist, muss ab und zu mit halbwegs kunstvoll gruppierten Wortgruppen auch mal nichts sagen… ha… – nein, ich will nicht in die Polletick…)

Kleiner Mittagsklugschiss eines kleinen Mannes

Hat man wirklich Angst vor Anderen? Oder hat man, man, nicht nur ich, Frau Dr. Anna Lyse, Angst vor dem, was der Andere in Einem hoch holt, was er an Eigenem spiegelt, manchmal verzerrt wie im Panoptikum, das man nicht wahrhaben will oder kann oder darf, Letzteres, weil das Betreffende schon in der Kindheit verboten, mit Strafe belegt wurde usw.?

Hähä. – Scheiße aber auch! Überall Psycho-Club.

(Wischt Knutschflecken vom Spiegel. Geht ab. Vorhang.)

Kontaktanzeige eines Philosophiestudenten (28. Semester)

Möchte meine Konfliktfähigkeit verbessern – suche Feinde meiner Weltsicht. Freundliche Klassengegner angenehm, stuhlgangfarben Kostümierte zwecklos.

Das ist natürlich Blödsinn, weil man gerade mit denen reden wollen sollte. Hier tut sich das Problem auf, dass sich die Weltanschauung der Rechten durch Verweigerung des Diskurses auszuzeichnen scheint, siehe Welsch. An dieser Stelle kommt mir der Gedanke, dass vielleicht auch diese… sagen wir: Verhaltenseigentümlichkeit auf frühe Prägungen zurückzuführen sein könnte. Ja ja, alles ist Psychoclub. Bla.