Budenzauber

Der Spuk beginnt

An einem Sommertag im Jahr 1986 sitze ich in meiner Prenzlauer Berghütte bei offenem Fenster am zum Schreiben und Lesen genutztem meiner beiden Tische und mache mich über mich selbst lustig. Ich habe mich sozusagen breit schlagen lassen und mich nun doch entschlossen, etwas von diesem Gorbatschow zu lesen, über den Leute in meiner Umgebung immer wieder reden. Eigentlich wollte ich diese Lektüre vermeiden, weil doch alles seinen Gang ging und sich eh‘ nichts ändern könnte und würde. Auch diese Einstellung blieb mir unbewusst und war daher umso wirksamer.

Ich komme nicht weit. Welches Buch oder welchen Artikel von Gorbatschow ich gelesen habe, weiß ich nicht mehr. Es handelte sich jedoch mit Sicherheit um einen Text von ihm, nicht über ihn. Ich habe ein paar Abschnitte mehr überflogen als gelesen, als ich draußen geradezu übermütig jauchzende Ausrufe eines mir unbekannten jungen Mannes höre. „Gorbatschow! Gorbatschow!!!“ Dann bricht brüllendes Gelächter einer ganzen Gruppe offenbar junger Männer los.

Das Entscheidende ist nicht, dass Passanten auf der Straße meine Handlungen in meiner Wohnung im viertem Obergeschoss kommentieren. Ich habe mich damals über Leute amüsiert, die behaupteten, die Stasi würde Telefone abhören und Wohnungen überwachen. Auch heute bin ich mir nicht sicher, ob damals Wanzen wirksam oder Leute mit speziellen Talenten zugange waren. Wichtig ist vielmehr, was hinter und zwischen den Worten herüber kommt oder wie immer man diesen Sachverhalt zu benennen versuchen mag.

Würde man diese unausgesprochene Mitteilung in Worte zu fassen versuchen, müssten diese etwa wie folgt lauten: „Da sind wir, Kuckuck, kleiner Scheißer! Wir sind diejenigen, die wissen, wo es lang geht, was läuft auch oder gerade im Großem und Ganzen. Wir sind in, wir sind drin, wir sind integriert, ein für alle Male den Zeitgeist und nicht aufzuhaltende Entwicklungen verkörpernd! Wir sind auf der Sieger- und Sonnenseite! Kannst Du Dich noch erinnern an die Zeit, als Du auch zu dieser ‚wahren Erdkrume‘ gehören wolltest, wie Jack London im ‚Martin Eden‘ formuliert hat? Lange her, nicht wahr, verkrochener Spießer!? Dann streng Dich an, strampel Dich ab!“

Diese zuletzt formulierten Versuche der Verbalisierung des unausgesprochen Übermittelten sind die wichtigsten, weil nachhaltig wirksamsten. Seit Jahrzehnten wirken die vielen Prüfungsträume und die zahllosen im Folgendem noch zu beschreibenden seltsamen Erlebnisse in dieser Art bzw. in dieser Richtung. Es ist, als ob man mir damit mitteilen wolle, dass ich nie und nimmer rein kommen könnte, dazu gehören würde usw., dass man mich aber auch nicht in Ruhe lassen, sondern mich im Gegenteil immer wieder anstacheln würde.

Das hat, um bei Jack London zu bleiben, etwas von den von ihm gräulich grandios beschriebenen Szenen, in der Hunde oder Wölfe in Käfige gesperrt und so lange mit Knüppeln gereizt werden, bis die Tiere sich in rasender Wut selbst verletzen. Heftige Selbstverletzung im übertragenem Sinn habe ich nach dem Beginn des „Budenzaubers“ getätigt. Ich habe alle Tagebücher, Fotos, Schulzeugnisse und fast alle meine Bücher zerrissen und im Ofen verbrannt bzw. im Hausmüll entsorgt. Ich war erledigt

Hier wirken womöglich Mechanismen magisch-animistischen Denkens; jemand wird gewissermaßen aus dem Stamm ausgestoßen und kriecht symbolisch ins Unterholz, um zu sterben. Das Leugnen oder Herabwürdigen des Unbewussten räumt das Unbewusste nicht aus, sondern verstärkt dessen Wirkung, wofür man im normalen Alltag jeden Tag Dutzende Beweise finden kann, nicht etwa nur oder vornehmlich in Klapsmühlen und Beklopptenvereinen. Beispielsweise war Kafka in der DDR bis fast zuletzt verpönt, folgerichtig, ja, dialektisch konnte bzw. musste man immer wieder kafkaeske Situationen erleben, die eigentlich nicht typisch waren für unsere sozialistischen Menschen.

Die zweite Episode des Spuks, die ich einige Tage nach dem eben beschriebenem Erstkontakt mit den Budenzauberern erlebe, lässt mich auch heute noch zweifeln, dass die Stasi mich operativ bearbeitet.

Ich habe zu dieser Zeit ein Telefon, bekanntlich Mangelware in der DDR, weil ich im Fernsprechamt von (Ost-)Berlin arbeite und auch mit der Heranziehung zum Bereitschaftsdienst und dergleichen rechnen muss.

Am Tag dieses zweiten Erlebens von Budenzauber ist am Nachmittag die Leitung tot. In der Art und Weise, die ich mir von meinem Vater abgeguckt habe, führe ich laute Selbstgespräche; d. h., ich wende mich an imaginäre Ansprechpartner, meist sogenannte Autoritätspersonen. Bei meinem Vater, der fast bis zu seinem 50. Lebensjahr überzeugt war, Vollwaise zu sein, dürfte dergleichen einfühlbar erscheinen; bei mir ist das mindestens merkwürdig. Auch hier aber wieder dieses Schlüssel-und-Schloß-Prinzip – auf der einen Seite Leute, die sich an abwesende Bezugspersonen wenden, aus Gründen wie den eben angedeuteten, und auf der anderen Seite ein ganzes Ministerium von Beobachtern; aber das ist Psycho-Club und kann vernachlässigt werden.

„High-Tech!“, sage ich immer wieder oder deklamiere ich geradezu, „High-Tech!“, und kichere albern.

Am Abend des Tages dieses meines mittelmäßig witzigen Monologs liege ich etwa gegen dreiundzwanzig Uhr im Bett, d. h., in meinem Bettzeug auf der Liege unter dem linkem der beiden Wohnzimmerfenster. Das Fenster ist einen Spalt breit geöffnet und ich bin eben im Begriff, weg zu dämmern.

Plötzlich habe ich das Gefühl der Präsenz einer Person. Auch dieses Empfinden würde von vielen Psychiatern und Therapeuten als psychotisch gewertet werden. Ich bin mir damals schon und heute erst recht sicher, dass es sich nicht um psychotisches Erleben handelt.

Dann bemerke ich ebenso verblüfft wie erheitert meine heftige Erektion. In dem Moment, da ich ihrer gewahr werde, bricht unten vor der Haustür neuerlich brüllendes Gelächter einer Gruppe junger Männer los. Womöglich sind es dieselben, die sich konvulsivisch erheitert über meine Gorbatschow-Lektüre mokiert haben. Einer ruft theatralisch „High Tech! High Tech!“ und will sich ausschütten vor Lachen.

Dieses Erlebnis ließe sich nun, buchstäblich auf den ersten Blick, durch elektronische Abhörgeräte erklären. Dann bliebe aber die Frage offen, wie man meine Erektion bemerkt haben kann, die selbst für jemanden, der im Zimmer anwesend gewesen wäre, unter der Bettdecke kaum zu erkennen gewesen wäre in einem unbeleuchtetem Raum in der Nacht. Trotz meines Narzissmus‘ halte ich mich nicht für derart wichtig, dass man auch noch eine Kamera in meiner Wohnung installiert hätte.

Womöglich gibt es keine Erklärung. Womöglich muss man hier mit dem berühmten Satz aus dem „Hamlet“ kommen, es gäbe Dinge zwischen Himmel und Erde, von denen sich unsere Schulweisheit nichts träumen ließe.

Worum es geht, zunächst im Großem und Grobem erörtert…

Es ist bezeichnend, dass ich trotz meiner Fähigkeit zu relativ gewandtem sprachlichem Ausdruck viele Jahre gebraucht habe, um über den „Budenzauber“ möglichst dergestalt reden oder schreiben zu können, dass diese Mitteilungs- und Erklärungsversuche verstanden werden könnten. Womöglich ist das dialektisch, was ich jetzt ausdrücklich nicht witzig gemeint habe.

Seit dem Sommer 1986 setzt kurz nach dem Aufwachen diese „Symptomatik“ ein. Ich höre nach wenigen Minuten Leute über mich reden bzw. mich runter machen. Da reden tatsächlich Leute, es sind Pseudohalluzinationen, keine echten. Es wird auf das reale Sprechen ein Text gewissermaßen aufgespielt, der sich gegen mich richtet. Wie das funktioniert und wer das macht, versuche ich seit Jahrzehnten ebenso verzweifelt verbissen wie ergebnislos zu erkennen, seit Juli 1986.

Immer die Hoffnung, dass das aufhören möge und immer die unklare Gewissheit, dass das gemacht ist, dass ich in der Falle sitze und nicht mehr heraus komme. Ich weiß mit dem Kopf, dass es vorher anders war, kann mir das aber gefühlsmäßig nicht vorstellen. Beim Beginn dieses Textes ist das wieder los gegangen, Raunen im Hintergrund. Ich habe seit Jahrzehnten in meinen Wohnräumen während des größten Teils der darin verbrachten Zeit Ohropax in den Ohren oder Kopfhörer auf. Es hört sich an, als wenn Leute ein paar Räume weiter über mich reden. Das geht dann immer wieder über zu normalem innerem Reden.

Die Situation, dass Leute in Nachbarräumen reden, kenne ich aus meinem Elternhaus. Meine Eltern „reden“ hinter verschlossener Tür. Über mich? Ich kann das Gefühl nicht benennen, das ich dabei habe. Heute würde ich sagen, ich hatte Schuldgefühle. Ich möchte mich zusammen krümmen und verschwinden. Ich fühle mich schuldig, weil ich da bin, weil es mich überhaupt gibt. Zu dieser Verbalisierung wäre ich damals aber nicht in der Lage und auch nicht bereit gewesen.

„Reden“ in Anführungsstrichen, weil meine Eltern eigentlich gar nicht im Dialog sind. Was stattfindet und sozusagen durch die Wände hindurch erlebbar ist, sollte man eher als Ausspeien von verächtlichen, resignierten, empörten Sätzen bezeichnen. Es wird gewissermaßen ein Doppelmonolog in den Raum gestellt, mit dem eher wieder Abwesende gemeint zu sein scheinen, vor allem abwesende Autoritäten. Wie in den Karikaturen, in denen der Familienvater beim Abendessen angibt, dass er es seinem Boss heute wieder gegeben hätte, während er in Wahrheit den Schwanz eingeklemmt hat. Usw.

Das ist das Eine, bei dem etwas ganz Altes wiederholt zu werden scheint, oder genauer gesagt etwas Frühes.

Das Andere ist die ständige Erwartung, etwas würde von mir erwartet, alle Situationen, die ich erlebe, enthielten einen Test, eine Aufgabe, eine Prüfung. Das erlebe ich jeden Tag, von früh bis abends. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Diese Erwartung würde natürlich von vielen, wenn nicht den meisten Psychiatern und Therapeuten als typisch schizophrenes Empfinden des gemacht Seins von Realität gewertet werden und sie würden mir den geflissentlichen Verzehr hochwertiger Neuroleptika empfehlen. Hierzu nochmals die Aufforderung, das scheiß Zeug gefälligst selbst zu fressen.

Vor allem aber erinnert mich diese Erwartung an die Prüfungen, die mein Vater in meiner Vorschulkindheit mit mir unternommen hat, wenn wir in der Stadt oder im Wald spazieren gingen. Ich habe diese seltsamen Tests immer ängstlich erwartet, aber wenn sie dann begannen, war ich jedes Mal überrascht, was ich heute noch merkwürdig finde und nicht erklären kann. Ich sollte etwa die Namen der zu hörenden Vögel oder der Bäume um uns herum nennen.

Das Entscheidende war aber nicht der sachliche Inhalt dieser Prüfungen, sondern die darin enthaltene Erwartung. Mein Vater gebärdete sich, als hätten wir das verabredet, und als hätte ich inzwischen lernen und üben können, was nicht der Fall war. Es war, als hielte er sich an die Texte und Regieanweisungen eines Drehbuches, das nur er kannte, von dem er aber selbstverständlich vorauszusetzen schien, dass ich es auch kennen würde. Zudem halte ich es nicht für nachträgliches Hineindeuten zu erklären, dass ich bei diesen Szenen oft das Gefühl gehabt hätte, mein Vater würde sozusagen nicht mich meinen mit seinen Produktionen, sondern Abwesende. Eine der grotesken Situationen paradoxer Kommunikation, die ich viele Jahre später etwa bei Watzlawick beschrieben fand.

Erst etliche Jahre nach dem Beginn des Budenzaubers ist mir dessen Zusammenhang mit diesen frühen Erlebnissen bewusst geworden, was befremdlich wirken könnte. Diese Prüfungen, und zwar vor allem das Atmosphärische dabei, habe ich seit 1986 in tausenden Träumen bzw. eben „Träumen“ erlebt. Diese scheinbar kleinen, banalen Episoden in meiner Kindheit haben offenbar mein ganzes Leben geprägt.

Mir scheint, mein Versuch, mit der Jugendfreundin aus der Prignitzer Prärie Kontakt aufzunehmen, war der letzte Versuch, Eigeninitiative zu entwickeln, etwas Eigenes zu haben und zu wagen, das ad gredi zu realisieren und die innere Kündigung rückgängig zu machen.

„Innere Kündigung“ ist ein Begriff aus der Wirtschafts- und insbesondere der Arbeitspsychologie. Den damit verbundenen psychischen Prozess habe ich mit ca. 12 Jahren in der Familie begonnen und zwar unbewusst und damit umso wirksamer. Ich habe mich, ohne das ausdrücken zu können und zu wollen, zunehmend der alltäglichen Kommunikation verweigert. Diese Verweigerung begann mit banalen Kleinigkeiten wie etwa meinem völlig ungerührt Bleiben beim Hören eines Witzes am sonntäglichem Frühstückstisch usw. usf.

Das Verhängnisvolle war auch hier, wie bei vielen oder gar den meisten unbewussten Abläufen, dass ein Verhaltensmuster schleichend, fast unmerklich in immer mehr Bereichen des Lebens wirkte. Klinische Psychologen sprechen von „Generalisierung des Symptoms“. Ab der elften Klasse habe ich meinen Fähigkeiten entsprechende Leistungen in der Schule verweigert und war unfähig, das wahrzunehmen. Wenige Jahre nach meiner Armeezeit habe ich dann auch bei meinen zahlreichen Versuchen, in einer Werktätigkeit Fuß zu fassen, vor allem durch Dienst nach Vorschrift innere Kündigung ausagiert.

Zur Zeit dieses quasi inneren Schwurs, sozusagen nicht mehr mitspielen zu wollen, gab es allerdings durchaus Rückmeldungen aus meinem Umfeld, zum Beispiel von meiner Klassenlehrerin, über psychische Störungen, die offenbar als Wink mit dem Zaunpfahl gedacht waren. Ich bin mir heute noch nicht sicher, ob in meiner Pubertät eine psychische Fehlentwicklung wenn nicht einsetzte, so doch manifest wurde, oder ob mein Verhalten eher von dieser inneren Kündigung bestimmt wurde. Womöglich liegt die Wahrheit wie so oft auch hier in der Mitte.

Den Begriff „ad gredi“ habe ich im hier verhandeltem Kontext von dem Psychiater und Psychotherapeuten Günter Ammon entlehnt. Er vertrat die These, sinngemäß, dass jeder Mensch von Geburt an, sozusagen von Natur aus von dem Bedürfnis angetrieben würde, sich in freundlicher Erwartung der Welt und den Menschen zuzuwenden, sich auf sie zuzubewegen usw., was auch dem Wortsinn des Begriffs in gewissem Maße entspricht. Erst durch insbesondere in der Kindheit erlebte Repressionen und Traumata usw. würde dieses Bedürfnis deformiert zu dem, was meist im alltäglichem Sinne unter dem von „ad gredi“ abgeleiteten Wort „Aggression“ gemeint scheint, zur destruktiven Aggression.

Ich muss diese Überlegungen aus unangenehmen, ja, schmerzhaften eigenem Erleben nicht nur bestätigen, vielmehr scheinen sie mir menschliche Verhaltensweisen weit über Klapsmühlen und Beklopptenvereine hinaus zu erklären.

Entsprechend einer sehr seltsamen Konditionierung habe ich mir dieses darauf zu gehen und im mehrfachem Sinne nach Draußen gehen gewissermaßen aufgespart für eine Situation, in der es sehr schwer sein oder gar unmöglich erscheinen würde, in die Situation hinein, emotional an die Person heran zu kommen usw. Es musste schwer sein, ich wollte heroische Anstrengungen unternehmen müssen.

Diese Konditionierung verstehe ich nicht ganz. Mir fällt die sinngemäße Anmerkung einer Schriftstellerin ein, man würde sich von den Leuten in der Nähe abwenden, die erreichbar und offen für den Kontakt wären, um sich den im mehrfachem Sinne unerreichbaren Romeos und Julias in der Ferne zuzuwenden. Andererseits scheinen diese Versuche, unerreichbar Erscheinende erreichen zu wollen, enorme Potentiale freizusetzen. Es scheint zudem, als würde die Weltliteratur gerade von der Beschreibung dieser Versuche leben.

Ich bin mit dem Versuch bei der Jugendfreundin aus der Prignitzer Prärie gescheitert. Dadurch wurde ich von den eben oben beschriebenen frühen Mechanismen quasi überwältigt. Der Höhepunkt der Versuche, frühen Prägungen zu entkommen, war gescheitert. Etwas in dieser Art. Ich erlebe die in meiner Vorschulkindheit real auferlegten Prüfungen jetzt jede Nacht in zahllosen Variationen im Traum.

Hier von pathologischen Abläufen in der Chemie des Gehirns zu sprechen und atypische Neuroleptika zu empfehlen, halte ich für den einfachen, leichten, bequemen Lösungsversuch, der mir am Kern des Problems vorbei zu gehen scheint, vielmehr dieser zugedeckt werden soll.

Ich möchte, unter anderem, das Gefühl wieder haben, dass ich vor dem Großem Riss 1986 hatte. Dieses morgendliche Aufwachen und dann von dem da draußen gezogen Werden, weil da etwas lockt usw. Womöglich war das aber einfach nur die Jugend und ich habe es nicht kapiert und geglaubt, diese sozusagen atmosphärische Weltwahrnehmung bliebe für immer. Keine Ahnung, aber wie eben oben gesagt – unter anderem darum geht es.

Was für ein Leben! Aber trotzdem habe ich funktioniert, einigermaßen. Dieses nicht Leben und nicht Sterben können scheint jedoch nicht nur mein Problem zu sein. Das Motiv des Zombies ist in Literatur und Film überaus präsent. Wie auch das Motiv der Vampire, die Einen aussaugen. Man kann das im übertragenem Sinne sehen. Die vielen Menschen, die gewissermaßen emotional schmarotzten, beispielsweise Kriegskinder bei ihren Kindern.

Aber das ist alles Psycho-Club und kann vernachlässigt werden! – In diesem Sinne: hüpf, hüpf, juchhu, häff fann! Reiß Dich doch mal zusammen, ist doch alles halb so schlimm! Sie denken zu viel, Herr Koske! Zu viel Lesen macht dumm! Man muss doch nach vorn schauen! Es gibt immer einen Weg! Halbes Jahr Tiefbau, denn is‘ Schluss mit Fühlosophie, was, Genossen, hähähä!

(… bla bla bla… blubber, blubber… mi mi mi…)

(… da ist viel Wut, da ist viel Wut – bringen Sie das in die Gruppe…)