Nach wie vor sieht Ost-Koske das Positive nicht…

Vor einigen Tagen war ich wieder einmal bei Frau Doktor. Damit meine ich meine Hausärztin. Wie das klingt – „meine Hausärztin“! „Mein Kellermeister, mein Fahrer, meine Lingam-Masseuse…“ Okay, okay – schon gut!

Bis vor wenigen Jahren wusste ich gar nicht, was ein Hausarzt ist und was der macht. Wahrscheinlich sind Etliche, die bemerkt haben, dass ich in der Postmoderne zuweilen ein wenig desorientiert scheine. Ich habe mich des Öfteren gefragt, ob es auch theoretische oder unpraktische Ärzte gibt, weil überall an den Häuserwänden im freiem Westen Schilder mit der Aufschrift „praktischer Arzt“ hängen….

Ja ja, Herr Koske, eigentlich geht es Ihnen beschissen, aber ein Witzchen geht immer noch, nicht wahr?! Aber hallo – das ist auch eine Bewältigungsstrategie des Problems der Anwesenheit auf dem dritten Planeten des Systems!

Ich dachte, das Blutdruckmessgerät ist defekt – 112:84. Allerdings mit genüsslichem Wegschlecken von Antihypertonika jeweils früh und abends. Aber ich hatte zuletzt einige Monate lang Hochdruck trotz der lecker Smarties, gruselig!

Zudem hatte sich in diesen Monaten mein Gewicht auf 110 Kilogramm eingepegelt. Jetzt waren es 99 Kilo! Das sind immer noch mindestens 10 Kilo zu viel, aber immerhin geht noch was bei Komposti Ron, Alta!

Ich renne allerdings auch heftig, sowohl im Sinne von „Joggen“ als auch im Sinne von ruhelosem Hasten durch die Weichbilder von M. Bei der Gelegenheit musste ich feststellen, dass die „Sozial“-Monatskarte werktags erst ab 09.00 Uhr gilt. Ich bin demnach etliche Male unbeabsichtigt schwarzgefahren. Melden werde ich es nicht, aber aufschreiben muss ich es!

Allerdings kann ich den unverschämt arroganten Gedanken nicht unterdrücken, dass da wer was nicht zu Ende gedacht haben könnte. Als Prekarier muss man gerade in den frühen Morgenstunden bei diversen Ämtern usw. erscheinen, wenn man ’ne Chance haben will, vormittags dranzukommen. Nein, das ist kein Witz! Die Schlange vorm Amt für Wohnen und Migration ging einmal schon früh um sieben Uhr „bis um die Ecke“. Als betörend realitätsadäquat agierender Zeitgenosse hatte ich natürlich geglaubt, ich wäre unter den Ersten, gnihi.

Das mit dem Joggen habe ich noch nicht geregelt bekommen. Einmal war ich eine Woche lang von Montag bis Freitag je ca. 40 Minuten zugange, weil unterwegs, dann wieder zweimal in der Woche ca. 80 Minuten.

Es zwickt und zwackt und drückt und sticht und zieht überall, aber da muss ich durch. Ohne diese körperlichen Wehwehchen wäre ich mit der Gesamtsituation noch unzufriedener, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt!

Ich muss vor allem in diese Lauferei Kontinuität bringen! Da ich jedoch der Spezialist für Kontinuität in allen kleinen und großen Dingen des Lebens bin… – alles klar. Nee, das sind jetzt genug „Witzchen“ für heute, schon gut!

Tja, über so was schreibe ich nicht. Ausnahmsweise ist mir das aufgefallen. Ich wollte jedoch einmal etwas anmerken, das Spuren von konstruktivem Denken und Verhalten enthalten kann. Hiermit hätte ich nun angemerkt, bla!

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