Die guten Erfahrungen „löschen“ die schlechten nicht. Oder so. Bla.

Ein Beispiel, ganz persönlich und persönlichkeits- wie störungsspezifisch, *hüstel*… Vor etwa vierzehn Tagen bin ich, da ich Miriam Meckel in einem Posting erwähnt hatte, auf eines ihrer aktuellen Bücher aufmerksam geworden; „Mein Kopf gehört mir“.

Natürlich habe ich einen Ruck gekriegt, denn schon kurze Besprechungen des Buches, nicht einmal so lang wie ein Klappentext, scheinen darauf hinzuweisen, dass die Überlegungen der Autorin in die Richtung gehen könnten, in die ich mit meinen wütend und leierkastenartig stupide geposteten Texten über den Budenzauber schwanke und schnüre und schweife.

Zudem habe ich mich neuerlich gefragt, ob es paranoid ist zu vermuten, dass Fachleute noch Etliches in petto hätten, wenn Fortschritte von Wissenschaft und Technik wie die von Meckel erörterten öffentlich gemacht werden.

Nun habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, worüber ich auch bereits schriftlich zu plauschen nicht vermeiden zu können schien, mit dem Bestellservice der Bibliotheken in M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren. Wenn man ein Buch, das in der nächsten Filiale ausgeliehen ist, bestellt, weil es am anderen Ende der Stadt in einer Stadtteilbibliothek als vorrätig angezeigt wird, kann man den Band in aller Regel am nächsten Tag in der gewünschten Filiale abholen, und das sogar dann, wenn man am Vortag die Bestellung kurz vor der Geisterstunde getätigt hat.

Dieses Buch, siehe oben, kam und kam aber nicht; ich war fast jeden Tag in „meiner“ Filiale.

Hier setzte dann das Wirken eines Phänomens ein, dass man vielleicht noch nicht als wahnhaft bezeichnen kann, aber zumindest als überwertige Idee. – Das waren die, die sozusagen Verursacher und Betreiber des Budenzaubers, die nicht zulassen wollen, dass ich Erklärungen für mein schräges Erleben finde usw.

Ich weiß sowohl, dass dergleichen von außen leicht komisch wirken dürfte, als auch, dass etwa Mr. Konigsberg oder Herr von Bülow mindestens einen Sketch draus gemacht hätten, was mir aber auch nichts nützt, weil ich diese künstlerische Bewältigung, eine Lösung zweiter Ordnung, auch nicht gebacken bekomme, heule heule heule…

Heute habe ich festgestellt, und jetzt kommt natürlich wieder etwas zum mindestens Schmunzeln für meine zu Recht unübersehbare Nichtleserschaft, dass die bereitgestellten Bücher für Leser, deren Familiennamen mit „K“ beginnt, auch noch in dem Regalfach unter dem abgestellt werden, in dem ich seit etlichen Tagen immer einmal wieder verstohlen und missmutig herum gekramt habe.

Dort standen die von mir bestellten Bücher seit dem 13. bzw. 14. Juni, har har…

Nix Budenzauber usw. – Nach solchen oder durch solche Erlebnisse geht der aber nicht weg!

Die seelischen Mechanismen, die hier wirken, sind aus einem Lebensabschnitt gewissermaßen vor den Worten, weshalb die Redekur nach Freud oft nichts bewirkt, oder nicht nachhaltig genug, bei der, vereinfacht gesagt, Unbewusstes bewusst gemacht werden soll, wodurch im idealtypischen Fall Symptome ausgeräumt werden, wegen der der Klient freudvoll auf Anna Lyses Couch abhängt, Alter…

Der Textbaustein „Das ist was ganz Altes!“, den ich im Dunstkreis der Dynamischen Psychiatrie höchstens einhundert Mal gehört habe, müsste demnach korrekt „Das ist was ganz Frühes!“ heißen…

Warum schreibe ich das jetzt? Weil ich mich, im Unbewusstem, als Nachfolger eines Vorgängers sehe, brennend gern Chefpsychiater von Oberbayern wäre sowie innig wünsche, mit diversen Fachfrauen, rothaarig angenehm, nach Kalifornien am Meer durchzubrennen. – Alles klar

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.