Nie wieder wird K. an Münchner Schriftstellerinnen denken… (?)

Gestern hat K. nämlich leider noch am späten Abend dem Drang nachgegeben, eine Wurstsemmel zu essen, zumal die veganen Wurstscheiben bei PENNY gerade sehr preisgünstig sind, und er hatte dabei leider die Dritten nicht drin, und als er eben an eine Münchner Schriftstellerin gedacht hat, gab es ein kurzes Knirschen und die Krone des Stützzahns oben rechts, an dem die Dritten mit einer metallenen Öse derart geschickt eingehängt wurden, dass man gar nichts gesehen hätte selbst dann, wenn K. lauthals gelacht hätte, was er ohnehin nie tut, weil er ein trainierter Anhedoniker ist, diese Krone nun befand sich plötzlich nicht mehr in K.’s Mund, sondern in seiner Wurstsemmel.

Zeichen angekommen, siehe Überschrift Headline… – Nein, sie ist nicht rothaarig! K. hatte nur den Gedanken, man glaubt es kaum, dass er doch versuchen könnte, Anschluss zu finden an Kreise, in denen es um das geht, was ihn antreibt und umtreibt jenseits von Kohlen waschen, Zeitungen aufhängen, Schlüssel zustellen, Teller schippen und was dergleichen subtil selbstverletzende Werktätigkeiten mehr waren in seinem wirren Wandel hienieden. Bla.

Man kann derartige Abbrüche jedoch umdeuten, und K. muss das wissen, denn er ist Spezialist für Abbrüche auch oder gerade im Sinne von Meta Phorisch, oder sie gar umwerten im Sinne Nietzsches, den K. gar nicht gelesen hat, aber Männer müssen angeben, steht im Internet.

Was geht, Digga; mach locker? – Hier wünscht K. neuerlich, im Unbewussten, mit einer gymnastikaffinen Gymnasiastin Fenster zu putzen; der Mann ist so was von leicht zu durchschauen, sogar von sich selbst, dass es denn ein Gräuel ist fürwahr.*

Vor einiger Zeit hat sich K., immer einmal wieder auf der Flucht vor sich selbst, für eine Wohnung in Big B beworben, und er hat im ohnehin leicht Mannhaft aufgesetzten Bewerbungstext launig angemerkt, er wäre doch sicher Bewerber Nr. 80, würde sich aber trotzdem bewerben, weil Versuch bekanntlich klug machen würde, wie bereits der Teufel gesagt haben soll, bevor er sich in die heiße Bratpfanne seiner Großmutter gesetzt hätte, und weil er, immer K., sich ärgern müsste, wenn er nicht wenigstens einen Versuch zu diesem Berlinien-(Rück-)Flug unternehmen würde.

„Klar soweit?“, Zitat J. Sparrow, leitender Fachpirat.

Nun, K. hat, und ohne Ironie gesagt zu seiner Überraschung, eine Antwort bekommen, und zwar des Inhalts, unter anderem, er wäre Bewerber Nr. 800+.

Die Sozpäd aber, die K. zu dieser Zeit unerschrocken begleitet hat, und die eigentlich gar keine Sozpäd ist, sondern Magistra der Erziehungswissenschaft mit, passt schon, laufender Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichen-Therapeutin, hat mit diesem von K. ein bisschen vermissten sympathischen Schmunzeln darauf hingewiesen, dass K. doch immerhin dem Mitarbeiter der Immobilienfirma unter 800 Bewerbern aufgefallen sein muss.

Nun hatte K. zwar, what a joke, keine Wohnung in Big B, aber dennoch kann oder gar muss man sagen, dass das was hatte, was die Sozpäd, die gar keine Sozpäd ist, zum Problem-Feld der Behausung der seelischen Waise K. anzumerken gewusst hatte.

Heute nämlich, in einer reichlichen Stunde, hat K. einen Termin bei einem erfahrenen Bildungsträger, der professionelle Tests ausführt, mit denen festgestellt werden kann, ob unsichere Kandidaten wie K. geeignet sind für was mit Informatik.

Dort aber nun wird K., möglicherweise, siehe eben oben zur Wohneinheit in Big B, wiederum, aua, herausfallen aus der Bewerbermenge als derjenige, dem das Oberteil seiner Dritten auf den Fachberaterschreibtisch gefallen ist…

Tja, „Man bringt sich ins Gespräch!“, wie Dr. R., der Teilzeit-Chassid, bereits 1985 angemerkt hat, und neuerlich ist K. nicht wenig gespannt, ob er neugierig ist.

So. – K. stellt eben wieder fest, immerhin, dass er immer, wenn wirklich was geht, gar nicht das Bedürfnis hat, darüber zu schreiben; sein Geltungsdrang, siehe eben oben, scheint ihn jedoch dazu zu zwingen, sich dennoch ins virtuelle All hinein zu äußern, was hiermit neuerlich geschehen wäre.

Zum gestrigen Beratungsgespräch jedoch, das, *hüstel*, in einer Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens verlaufen ist und zur vollen beiderseitigen Zufriedenheit abgeschlossen wurde, wie K. hätte schreiben müssen, wenn er vor der Wende, die er bekanntlich laut vox populi verpennt hat, Journalist bei einem Organ gewesen wäre, wird er sehr wahrscheinlich noch im weiteren Verlauf des Tages in mäandernden Wortketten kaskadieren. Korrekt, oder so ähnlich.

Auch dürfte bekannt sein, dass Kinder sehr viel reden, wenn sie sich nicht zu fragen wagen, meine Güte, wieder reimt sich eine Ungereimtheit, woher die Kinder kommen.

„Klar soweit?“, Zitat J. Sparrow, leitender Fachpirat.

PS: Es sollte hier vielleicht darauf hingewiesen werden, und es wird auch darauf hingewiesen, was er immerhin realisiert, dass K. zum ersten Mal seit Jahren die Überschrift Headline nicht in Klammern gesetzt hat, tandaradei! Hier täuscht K. neuerlich, und nicht einmal für sich selbst überzeugend, Fähigkeit und Bereitschaft zu kreativer Abweichung vom Trott vor; der Mann ist so was von leicht zu durchschauen und latent gefährdend, im Auge behalten.

* „Gymnastikaffin“ wird nicht als Fehler angezeigt; „Faszinierend!“, wie Mr. Spock, derzeitiges Universum unbekannt, sehr zu Recht sagen würde. – Wie schon erwähnt, arbeitet „Dark“ in Herrn K., und dazu wird er sehr wahrscheinlich auch noch Textmassen über seine völlig unübersehbare Nichtleserschaft schütten; wir bitten um angemessenes Unverständnis.

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2 Antworten zu Nie wieder wird K. an Münchner Schriftstellerinnen denken… (?)

  1. Herr Ösi sagt:

    …wird er sehr wahrscheinlich noch im weiteren Verlauf des Tages in mäandernden Wortketten kaskadieren… chchch

    chchch chchch exzellent…

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