(… Nachtrag zum letzten Eintrag… [oder so ähnlich]…)

Im Dschungel der Stadt, *hüstel*; auch dies aber ist eine eigene Aufnahme des K., und auch hier merkt man es wahrscheinlich.

Zudem bleibt anzumerken, dies allerdings nur wieder am Rande, dass dieses gehäufte schriftliche Hüsteln daher rührt, dass K. schon immer im Widerstand war, und fortwährend demonstrativ-provokatives Hüsteln in Zeiten von Corona zeugt von Mut, Entschlossenheit und Tapferkeit sowie männlich-dynamischen Gestaltungswillen.

(… die Hinzuziehung der Gemeindeschwester scheint auch hier nicht vonnöten… der Klient ist gut steuerbar…)

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Es sind zwei Stichworte aus dem letzten von K. einer staunenden Weltöffentlichkeit vorgelegten Text, mit deren gewohnt kurzer und knapper Erörterung er im Folgenden ein wenig sticheln will; „Spanner“ und „monomanisch“.

Laut Mentalfunk der dauerhaft kommentierenden virtuellen Diensteinheit (DAUKOVIDI) der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) ist K., sinngemäß, nur fast wörtlich, im ganzen Friedrichshain bekannt, weil er im Hinterhalt lauert und immer, wenn jemand kommt, Kopfhörer aufsetzt.

Tja, is‘ nix mit sekundärem Krankheitsgewinn und Rentenbegehren, vergleiche hierzu Höck und König 1975, war nich‘ alles schlecht; es ist, mit Verlaub, voll zumeist rückwärtig ausgeschiedene Fäkalie von vorwiegend pastöser Konsistenz, traumatische Erlebnisse mit sich zu schleppen.

„Mit sich zu schleppen“ deshalb, weil Traumatisierung in der Tat kumulativ zu erfolgen scheint. Das heißt im Falle des besonders für ihn selbst hochwichtigen K., dass er entsprechende Erlebnisse während ihres Geschehens und kurze Zeit danach eher im Sinne etwa einer Art Ost-Verschnitt von „Herr Lehmann“ urst lustig gefunden hat, während erst nach geraume Zeit später erfolgten vergleichsweise geringfügigen Zwischenfällen und Übergriffen das gesammelte psychische Material erdrutschartig auf K. eingestürzt ist.

(… „Hat die Kennung verloren, der Typ, höhöhö!“, O-Ton vox populi und hier sogar unter Zuhilfenahme der Sprechwerkzeuge einer entwickelten sozialistischen Persönlichkeit…)

Natürlich hat K. gespannt, aber doch nicht auf die, und jetzt unbedingt politisch korrekt bleiben, von nicht hinreichenden Informationen über die Person des K. zeugenden und zum Teil wuchtig kraftvoll vorgetragenen Rückmeldungen von Mitmenschinnen und Mitmenschen.

Hier eine Kost- bzw. Hör- bzw. Leseprobe aus dem urwüchsig-prall-volkstümlichen Repertoire: „Der! Is‘! Nich‘! Besoffnäääää!“

Diese Rückmeldung lässt sich schriftlich nicht authentisch vermitteln; man muss so was hören. Der Au-Tor des hier geposteten Postings empfiehlt daher abzuwarten, bis die Technologie preisgünstig-massentauglich marktfähig ist, die beim stillen Lesen eines Textes auf Bedarf eine innere Stimme diesen Text sozusagen im Kopf laut vorlesen lässt nicht im Sinne inneren Sprechens, sondern wie im Radio oder TV. Etwas Ähnliches haben die Budenzauberer bereits mit dem Mental-Funk ohne Technik möglich gemacht.

Auch hier wirkt die im Lebens-Slalom- und Hindernislauf des K. übliche tragikomische Verdrehung bis ins Gegenteil des Gemeinten und wirklich Geschehenen.

K. hat nicht nur nicht gespannt, vielmehr er sich für die Leute überhaupt nicht interessiert hat und ihre Wortmeldungen ihm, mit Verlaub, auf die Testikel gegangen sind, scheiß Macho. Wenn man ihm das als gewissermaßen latent asozial vorgeworfen, hätte K. sogar zugestimmt.

K. hat jedoch, Überraschung, erstens auf die Stimmen, bzw. „Stimmen“ gespannt, und zweitens und vor allem war seine sich auch körperlich manifestierende Spannung, die er oft selbst gar nicht bemerkt hat, daraus resultierend, dass er sich nach dem halben Dutzend Vorkommnissen in seinen Wohnungen quasi in ständiger Alarmbereitschaft befunden hat, immer auf dem Sprung war, immer wieder, und auch das oft unbewusst, mit weiteren Übergriffen gerechnet hat und was dergleichen Verhaltenssymptome mehr waren.

(… ‚Komm aus Deiner Opferrolle raus!‘ wurde schon des Öfteren per Mental-Funk gesendet… wobei man neuerlich die Frage nicht als unsinnig abtun können dürfte, was das denn für mindestens merkwürdige „Hallus“ wären… da aber K., wie immer öfter erwähnt, schon immer im Widerstand war, wird er das Gegenteil tun… garstige Hobbitse, garstige Hobbitse… hähä…)

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Nun noch, wie schier neckisch angedroht, einige geradezu in der Manier von Papa Ernest lakonische Anmerkungen zu der monomanischen Konzentration des K. auf zum Beispiel einen Job, die ihm keinen Raum mehr lässt für etwas Anderes, ja, durch die alle anderen Tätigkeiten wie Schreiben usw. völlig ausgeblendet scheinen selbst dann, wenn sie weit engagierter ausgeführt werden als besagte Werktätigkeiten. K. hat dann in der Tat immer wieder das Empfinden, er hätte alles nur geträumt usw.

Alles hat seine zwei Schattenseiten, oder wie man da sagt, und auch diese seltsame Form mental autoaggressiver Konzentration könnte in anderem Kontext segensreich sein und gar gewinnbringend im mehrfachen Sinne.

Der Effekt des angeblich zerstreuten Professors, nicht wahr. Der Professor ist eben nicht zerstreut, sondern im Gegenteil extrem konzentriert auf eine Sache, eine Tätigkeit, eine Aufgabe, ein Problem, ein Forschungsprojekt, eine These usw. usf.. während alles Andere ausgeschlossene Wirklichkeit ist, tandaradei.

Diese völlige Hingabe an eine Betätigung dürften alle oder jedenfalls die meisten Menschinnen und Menschen aus ihrer Kindheit kennen, nur scheint den meisten oder jedenfalls vielen Fähigkeit und Bereitschaft zu derartiger monomanischer Fokussierung im Verlaufe des Prozesses ausgetrieben worden zu sein, den man Erziehung nennt und der den Ursprung aller Unterdrückung von Menschen durch Menschen darstellen könnte.

(… „Machen Sie doch erst einmal Kinder und ziehen Sie die groß, Sie neunmalkluger Fatzke!“… nein, das kam nicht jetzt von der vox populi oder per Mental-Funk… K. hat jedoch im durchaus sozial konstruktiven Bemühen um Mentalhygiene durchschnittlich zu erwartende Rückmeldungen vorab einzufügen versucht, um auch auf diese Weise Energie zu sparen… korrekt – *hüstel*…)

Mit anderen Worten, und um wieder einmal sich an etwas zu versuchen, das man mit einigem guten Willen als „zum Thema kommen“ bezeichnen könnte, könnte K. mit dieser Fähigkeit oder diesem Fluch zur Wirklichkeit ausschließenden Konzentration durchaus Brauchbares leisten, wenn er diese Fähigkeit oder diesen Fluch an eine wirkliche Aufgabe, eine echte Herausforderung, ein intensiv forderndes Projekt usw. verwenden könnte.

(… K. hat übrigens den Verdacht, dass es vielleicht, *kraftvoll hüstel*, noch zwei, drei Leute geben könnte, denen es ähnlich geht…)

In diesem Sinne häff fann, oder wie die Großbritannier da sagen.

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