(… der Mann hat allerdings, aua, den Überblick…)


„Schatz, Du sollst nicht immer mit der Tür knallen!“ (Quelle)

Da könnte sich, als Beispiel, K. ’ne (Planeten-)Scheibe abschneiden, mit 93. – Möge das große Energiefeld mit ihm sein!

***

Wie bereits, was niemanden überraschen dürfte, mehrfach erwähnt, besteht für K. der wesentliche Unterschied zwischen Elon Musk und ihm nicht darin, dass Musk ein Macher, Leistungsträger, innovativer Unternehmer, Milliardär usw. ist und K. ein abgehängter Unterschichtler usw., sondern darin, dass Musk den Kindheitstraum unzähliger Menschinnen* und Menschen, zu einem anderen Planeten zu fliegen, in die Tat umsetzen kann und sehr wahrscheinlich auch umsetzen wird. Das heißt, die Kohle, Alter, steht für etwas, um sehr wahrscheinlich sehr unpassend einen Textbaustein aus dem Freudeskreis Anna Lyse zu verwenden, was bei K. entschuldbar sein dürfte, weil er voll ’ne Therapieneurose hat, woran natürlich er schuld ist.

Nein, das ist nicht der Selbstschutzmechanismus des Epoché-Menschen nach Sloterdijk, der saure Trauben umdeutet usw. Andererseits ist dieser Verweis überaus bezeichnend; da hat er einmal ein nicht direkt schöngeistiges Buch richtig gelesen, und sogar mindestens dreimal, oder ehrlich gesagt, eher ein Büchlein, und scheint das sogar halbwegs verstanden zu haben, und nun kommt der K. dauernd mit dem Meister der zeitgenössischen Philosophie, wobei auch hier „Meister“ nicht im mindesten ironisch, sarkastisch usw. gemeint ist.

Andererseits, um einen thematischen Schlenker, wie ihn sich K., what a joke, hin und wieder in seinen Ausführungen gestattet, hiermit nicht ohne Eleganz zu beenden, hat sich Sloterdijk sehr wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass eines seiner wohl eher als Neben- und Ergänzungs-Werkchen gedachten Arbeiten ein Schlüsselerlebnis für eine Universal-Marginalperson sein könnte, die sogar einigermaßen lesen kann, obwohl sie aus dem Osten kommt. Äh… – *hüstel*.

Im letzten Posting ist, um den Sachverhalt milde zu umschreiben, dieser Themenkreis wieder in K.’s Gesichtsfeld gerückt, oder wie immer man das nennen mag.

K. hat in diesem endlich wieder einmal durch sehr kurze Sätze schier betörenden Beitrag Frau Stuht aus der Glockengießerstraße erwähnt, „die in den ersten Kreisen verkehrte“, wie man den „Buddenbrooks“ entnehmen kann.

Was sind erste Kreise, siehe auch eben oben, Musk usw.? Worum geht es da wirklich?

Schon in seiner körperlichen Pubertät, als K. unverhofft, weil einmal aus der Spur gekommen sogar im wörtlichen Sinne, Thomas Mann entdeckt hat und damit „gerettet“ war, weil er einen Schutzraum auf einer geistigen Ebene gefunden hatte, sind Fragen zu diesem Themenkreis in ihm umgegangen, die er immerhin nicht laut gestellt hat, weil er zumindest geahnt hat, dass die als sehr untypisch wahrgenommen worden wären.

Thomas Mann ist für K., um auch das zu wiederholen, der aktuelle Autor, weil er das Erlebnis von -zig Millionen Menschen im XX. Jahrhundert, Zusammenbruch und Wegfall von Lebenswelten und Kulturräumen, mit kaum zu erreichender, geschweige denn zu überbietender Meisterschaft am Beispiel seiner Familie und ihres Unternehmens dargestellt hat, und das schon lange, bevor von derartiger existentieller Erschütterung Millionen umgetrieben wurden, vor den Weltkriegen, vor dem Zusammenbruch von Kaiserreich, „Drittem Reich“, Ostblock mit sogenanntem realen Sozialismus.

Diesen Satz kann man, denkt es in K., einmal so stehen lassen, denn er scheint echt nicht übel; damit aber hätte K. einmal etwas halbwegs Positives über sich gesagt, und darum Obacht, im Auge behalten, das grauhaarige Kind.

‚Aber da stimmt doch was nicht!‘, hat es, wie erwähnt, schon im körperlich pubertierenden K. gedacht. ‚Der Autor und Mann Mann hatte doch reichlich ausreichend Geld, um seinen gewohnten Lebensstil weiterführen zu können und ungestört vom für tausende Autoren unausweichlichen Zwang zur Ausübung eines Brotberufs seine Bücher zu schreiben!?‘

Usw. Ja, aber. Thomas Mann konnte nicht mehr an der Börse mitmischen, geschweige denn, in den Senat gewählt werden, er wurde nicht mehr in die im mehrfachen Sinne großen Familien eingeladen und konnte erst recht nicht selbst einladen zu den damals üblichen sozusagen geübt verbindlichen Gruppenaktivitäten und dergleichen mehr.

Noch deutlicher wird die Problematik, um die es ihm geht, bildet sich K. jedenfalls ein, bei der genaueren Betrachtung des Falles Adolf Merckle.

Der Mann hätte zwar, wie es in den „Buddenbrooks“ formuliert worden wäre, „Bankerott gemacht“, wäre aber trotz allem ein im Vergleich zu Ottilie Normalverbraucherin wohlversorgter Mensch geblieben.

Aber. Er hatte, siehe Beispiel Thomas Mann, keinen Zugang mehr zu dem für ihn maßgeblichen Soziotop; er war out bei den, igitt, Gruppen, in denen zu agieren für ihn lebensnotwendig war wie Essen, er konnte im mehrfachen Sinne nichts mehr unternehmen. Zumindest der letzte Gedanke des K. könnte umso weniger völlig abwegig erscheinen, als er sozusagen indirekt bestätigt werden dürfte durch das Zitat im SPIEGEL, „die Ohnmacht, nicht mehr handeln zu können“.

Mit anderen Worten, so meint K., und der darf das, denn er ist schizotyp usw., ist möglicherweise das Entscheidende nicht nur in den eben oben erwähnten Fällen von Fällen nicht oder nicht vorrangig das Materielle wie Kohle, Autos, Villen, Yachten, Fabriken, Privat-Jets, Grundstücke usw.

Etliche Superreiche haben das selbst sinngemäß bestätigt, wie K. gleichfalls bereits in seine lakonischen Postings eingestreut hat. Immerhin Gates hat fast wörtlich gesagt, am Ende wäre der Burger auch nur ’n Burger, was sogar den misanthropischen Miesepeter K. lachen machte, obwohl das nicht ganz stimmt, denn man kann ja, what a joke, Goldstaub drüber pudern.

Zudem ist mit Sicherheit nicht nur K. aufgefallen, dass Superreiche oft herum laufen, als hätten sie ihre Klamotten vom lokalen Flohmarkt geklaut, und, nur als Beispiel, Warren Buffett wirkt, Klischee-Alarm, wie der Oberbuchhalter der nächsten Schraubenfabrik. Das ist nicht persönlich gemeint, es geht K. ums Prinzip, das er am Beispiel konkreter Personen verdeutlichen möchte. Zudem ist K. bereit und in der Lage, bei Bedarf zu versichern, dass er damit nichts gegen Schrauben, Fabriken, Schraubenfabriken sowie Buchhalter sagen wollte.

Es scheint in der Tat nicht vorrangig um die Kohle zu gehen, die steht für etwas; ich kann wirklich handeln, ich kann wirklich etwas bewegen, ich kann Projekte realisieren, siehe Musk und Mars, von denen andere nur träumen können usw. usf.

Politiker sagen das häufig, wenn sie gefragt werden, warum sie Politiker geworden wären, sie hätten etwas bewegen wollen usw. K. möchte sich hier, man glaubt es kaum, ganz kurz fassen: „Na ja; ick weeß ja nich‘, Keule!“

Nein, nochmals, K. ist nicht dinosäuerlich von sauren Trauben; zumal man sich darüber streiten kann, was „Luxus“ ist, was „schön“ usw. Wenn K., als Beispiel, als Milliardär auf ein schönes Luxus-Anwesen wie das von Gates ziehen müsste, würde er sich, mit Verlaub, die Kugel geben oder sich zumindest, what a joke, zur ersten Marsmission ohne Rückfahrkarte melden.

Was K. machen würde, wenn er voll die dicke Kohle hätte, Alter, abgesehen auch hier immer von dem, was er gegessen hätte, hat er zumindest sozusagen latent kommuniziert; betreffs Villa hier das Stichwort „Lübeck“, wobei natürlich das Haus nicht konkret(istisch) in Lübeck stehen müsste.

Schließlich hat K. mehrfach schwadroniert über Versuche, Photosynthese technisch nachzubilden; dafür würde er gern ein paar Milliarden in den Sand setzen nach dem bewährten Motto des großen Sorbas: „Hast du jemals etwas so bildschön zusammenbrechen sehen?“

Im Falle des Erfolges aber hätte K. das globale Energieproblem gelöst, alle würden ihn ganz doll lieb haben, und wovon K. nachts träumt, hat er in seinem Blog ausführlich referiert; er könnte sich die Nobelpreise aussuchen, die er gern haben wollen würde, zahlreiche rothaarige Erstsemesterinnen würden ihn brennend gern in Denim-Mini-Skirts beim Fenster putzen helfen usw.

(… Ooopa?!!! Dein Nebennierentee!“… scheiß verkappte Machos, diese alten weißen Männer, echt… furchtbar…)

Ganz im Ernst gesagt, man glaubt es kaum, packt es K. ganz vielleicht noch in diesem Leben, die Ansätze zu der Phantasie, über die nicht zu verfügen er nicht müde wird, klageweibisch zu lamentieren, die er aber nichtsdestotrotz und vermutlich dialektischer Weise in dieser Niederschrift bzw. Niedertippe fragmentär entwickelt hat, in richtige Bücher umzusetzen statt in Quasi-Reportagen, heule heule.

***

Ein Auslöser für die hier, meine Güte, wie poetisch, ausgeleuchteten Gedankengänge war übrigens die weiter, meine Güte, wie intellektuell, fortgesetzte Rezeption des audiovisuellen Kommunikats „Dark“.

Damit schließt sich, man glaubt es kaum, auch in diesem Posting der Kreis, indem K. seinen oft nicht umgesetzten Vorsatz, täglich mindestens die der aktuellen Jahreszahl entsprechende Anzahl von Worten in die Tastatur zu kloppen, heute als sozusagen übererfüllt an sein Command Center melden kann, denn er hat sich weit in die Zukunft geschrieben, weil in den zwei heutigen Text-Eruptionen insgesamt 2867 Wörter ans Licht geschleudert.

Oder so ähnlich. – Dies aber war das Wort zum Sonntag aus der Unterschicht als, nun schon zur Tradition geworden, Klugschiss to go!

Bla.

PS: Ein weiterer misslungener Beitrag aus der in zwar nicht ersten, aber weiten Kreisen völlig zu Recht völlig unbeliebten Serie: „Herr K. übt, sich kurz zu fassen.“ Wir bitten um diskrete Anteilnahme sowie gegebenenfalls die Hinzuziehung kraftvoller Fachkräfte.

* Ha! Ha!!! „Menschinnen“ wird nicht (mehr) als Fehler angezeigt; von wegen, K. bewirkt nichts! Allerdings war das ein sarkastisches Schlenkerchen des K., mit dem er sich in seiner abgrundtiefen Bosheit, für die er jetzt wohl auch noch bemitleidet werden will, über das Gendern her und nämlich lustig machen wollte, was ihm zugestanden sei, weil das eh‘ kaum jemand bemerkt. K. stellt sich nun vor, was ganz erstaunlich ist, weil er ja erklärtermaßen keine Phantasie hat, dass ein beflissen um political correctness bemühter Medienwerktätiger das aufgegriffen hat. Ist so was wie diese eben angedeutete innere Vorstellung die Phantasie, über deren Nichtvorhandensein zu klagen K. nicht müde zu werden scheint? Dann dürfte K. noch weiter davon entfernt sein vom richtigen Schreiben im Sinne von „Dichten, Spinnen“ usw., als er bisher wahrzunehmen in der Lage schien und bereit war, heule heule. Allein, im nächsten Leben geht es anders lang, wie gesagt.

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2 Antworten zu (… der Mann hat allerdings, aua, den Überblick…)

  1. Herr Ösi sagt:

    Da hat er recht, das Buzzilein. Wie 93 seht er echt nicht aus…

    Ich habe mit 22 geheiratet. Aber lassen wir das.

    Der Vorteil mit 93: so arg viele Scheidungen wird es da beim besten Willen nicht mehr geben… chchch

    • Herr Koske sagt:

      Das letztere Argument hat was

      Ich frage mich, ob seine Fitness was mit dem Astronautentraining zu tun hat, erstens, und zweitens, ob und inwiefern seine einzigartige Erfahrung des auf dem Mond Staub wischen Dürfens eine Änderung sämtlicher „üblicher“ Einstellungen auch oder gerade zu „banalen“ alltäglichen Dingen und Abläufen bewirkt hat; er hatte ja wirklich, *hüstel*, Abstand zu den Dingen…

      (… Herr K. kann auch in diesem Kontext seine Prägung nicht leugnen, denn er liebäugelt bzw. liebbrillenglasiert mit dem, aua, roten Planeten…)

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