(… „Worte, Worte, Worte“…)… (… Hamlet in „Hamlet“…)


Quelle.

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„Die Zeit ist aus den Fugen: Schmach und Gram, dass ich zur Welt, sie einzurichten, kam!“; der eben oben erwähnte Hamlet, siehe bzw. lies drittletzte und vorletzte Zeile des ersten Aufzugs.

Wieder fühlt sich klein Ossi-Kossi am Großen und Ganzen beteiligt; auch scheint neuerlich bestätigt, was, siehe Headerbild, bereits Valentin gesagt hat, dass nämlich im Grunde alles schon gesagt ist. Wie ebenfalls bereits gesagt, denn man wiederholt sich im Alter, wie K. bereits wiederholt gesagt hat, würde K., wenn er denn einmal Zivilcourage, *hüstel*, käuflich erwerben könnte, verantwortlichen Stellen vorschlagen, Karl Valentin postum einen Dr. phil. h. c. zu verleihen, woran das Erstaunlichste ist, dass K. immer wieder scheint, dass er diesen Gedanken durchaus ernst gemeint haben könnte.

Übrigens eine erfrischend freudvoll Freudvolle Fehlleistung des Tages, dass K. statt „vorschlagen“ zunächst „vorschlafen“ geschrieben hat, und weil K. gerade beim halbwegs konstruktiven Ausagieren seiner störungsspezifischen Größenideen ist sowie aller guten Dinge bekanntlich drei sind, nochmals Hamlet: „Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen, wenn wir den Drang des Ird’schen abgeschüttelt, das zwingt uns still zu stehn. Das ist die Rücksicht, die Elend lässt zu hohen Jahren kommen.“ – Quod erat demonstrandum; es ist alles gesagt.

Kiekste hier mitte Oogen im Kopp, Keule; voll schwul, Digga, kriegst ’ne Rastung. Nein, die Hinzuziehung der Gemeindeschwester scheint nicht vonnöten; der Klient ist gut steuerbar.

K. muss immer wieder an diesen Biologielehrer denken, den er bis zum ersten Halbjahr der zehnten Klasse erleben durfte; und „erleben durfte“ ist keineswegs ironisch, sarkastisch usw. gemeint, vielmehr etliche der ehemaligen Mitschüler K.’s diesen Lehrer ähnlich wahrgenommen haben dürften.

Der Mann hat des Öfteren im Unterricht Geschichten erzählt, und dennoch hatte kein Schüler, und, mit Verlaub, ohne Beschiss, eine schlechtere Note in Bio als ’ne Drei.

War nich‘ alles schlecht, ja ja, und dass K. erst frühestens 20 Jahre später zu begreifen begonnen hat, warum dieser nicht nur Fachlehrer, sondern eben immer auch Erzieher Geschichten erzählt hat und was er damit sagen wollte, kann eigentlich niemanden überraschen. Sooo süüüß, der Ossi-Kossi!!!

K. würde gern ermitteln, ob dieser Lehrer Milton Erickson gelesen hat, der auch Geschichten erzählt hat; allein es fehlt K. für derartige Ermittlungen an Zivilcourage, siehe eben oben, und zudem ist er schlicht zu faul, was er aber immerhin für sich behält.

Der Verweis auf Erickson ist in diesem Kontext angebracht auch deshalb, weil einer der Klassenleiter des K. nachher zu einer Art lokalem Erickson sich selbst umgeschult hat, was ebenfalls mitnichten abwertend gemeint ist.

Wie bereits gesagt, denn man wiederholt sich im Alter, wie K. bereits wiederholt gesagt hat, dürfte dieser Mann jedoch nicht der Urheber des Budenzaubers sein, andernfalls K. sehr wahrscheinlich in Rapport gegangen wäre beim Ansehen der Videos. K. vermutet des Weiteren weiterhin, dass der Mann einen ehemaligen Mitschüler unterwiesen haben könnte, und dass der dann K. bearbeitet haben könnte.

(… so was muss man drauf haben, dann fasst man die coolen Bräu… – Ooopa?!!! Dein Nebennierentee!“…)

Dieser Bio-Lehrer aber, der von etlichen Jungen nach dem Helden einer authentischen Geschichten nachempfundenen Serie „Daniel Boone“ genannt wurde und auch dies eher mit Hochachtung als mit Häme, hat einmal sinngemäß erklärt, in einigen Jahrhunderten würden die dann in Erscheinung getretenen 100 Goethes und 100 Shakespeares wirken wie eine Robbenherde am Strand.

Das scheint K. heute eher noch geschmeichelt; man bedenke, was abgehen wird, wenn Designer-Babys so normal und alltäglich sein werden wie heute die Smartphones, deren Verbreitung und Nutzung in dem heute erlebten Maße noch vor einem Vierteljahrhundert niemand für möglich gehalten hätte.

(… ja, Herr K. ist ein Mankurt, vergleiche Aitmatow…)

Bla.

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Was aber nun wollte Herr K. sagen? Hat er ein Thema, oder tiriliert er neuerlich in traniger Trance zwischen freier Assoziation und Gedankenflucht hin und her als wie ein Irrwisch fürwahr?

Die Leute, und das sind immer die Anderen, wie K. wiederholt angemerkt hat, reagieren offenbar auf das, was K. an Schrift gestellt hat…

K. hatte kein Brot mehr und hat sich deshalb in das im letzten Posting erwähnte Einkaufszentrum begeben, und es schien ihm, als würden seine gestern ausgeführten Ausführungen zu frühkindlichen Ablösungsversuchen aus der Symbiose abgelehnt werden.

Naturgemäß waren sehr viele Erziehungsberechtigte mit Kleinmenschen unterwegs, und eine Mutter schien kurz davor abzuwinken, um mitzuteilen, dass das alles Quatsch wäre, was K. da in die bedauernswerte Tastatur gedroschen hätte.

Der hat sie echt nich‘ alle, oder? Der hält sich Tatsache für den Mittelpunkt der Welt, das gibt es nicht, Alter…

Dies ist übrigens die Stelle, an der sich K. immer wieder fragt, ob es vielleicht doch ein Schriftsteller war, der den Budenzauber initiiert hat, denn diese Haltung des alles auf sich Beziehens ist nicht nur oder muss nicht zwangsläufig ein Symptom sein, sondern ist im gewissen Sinn auch die Grundhaltung eines Schriftstellers, den alles etwas angehen muss, andernfalls er nicht schreiben könnte oder auch nur wollte.

Zudem ist der penetrant regelmäßige Empfang von halluzinagogischen Rückmeldungen sozusagen am Rande des Wahrnehmbaren bereits im ersten Satz von Heyms „Radek“ dargestellt sowie der Budenzauber überhaupt im „Wundertäter“ Erwin Strittmatters des Älteren in der Figur des Meisterfauns.

Das hat wahrscheinlich wieder keiner verstanden von den völlig zu Recht zahllosen Nichtlesern des K., aber das ist dem völlig schnurz und schnuppe; Hauptsache, er hat sich wieder einmal entladen und somit neuerlich seinen Drang bezwungen, Zimmerkaktusse zu missbrauchen.

Schließlich und vor allem ist K., was jedermann überraschen muss, ja, auch jederfrau, ist ja gut, völlig unzufrieden mit seinen Versuchen, den Budenzauber in Worte zu fassen. Im Grunde deutet er ihn immer nur an in hoffentlich nicht völlig kunstlos gruppierten Wortgruppen, wie auch hier wieder; verständigen Sie am besten niemanden.

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