(… wieder war die Welt in einem Glassplitter zu sehen… oder so ähnlich…)

Immer mehr wird von den Ossis übernommen; heute: „Planvorsprung“.*

***

Der Vierkäsebreit war nicht einmal drei Käse hoch, was man, nicht nur K., ohnehin schwer abschätzen konnte, weil der Junge dauernd hingefallen ist.

Die selbst für sogenannte Erwachsene sehr geräumige Atriumhalle des Einkaufszentrums um die Ecke auf dem Hügel musste für den Kleinmenschen riesig erscheinen, was ihn aber trotz seiner Stürze nicht nur nicht zu beunruhigen schien, sondern zunehmend zu begeistern, weshalb er nach jedem Hinfallen noch schneller durch die Einkaufskathedrale getippelt ist.

K. aber, man glaubt es kaum, war ebenfalls begeistert und wäre beinahe dahin geschmolzen; allein, ihm ist noch rechtzeitig klar geworden, dass dies wieder courths gemahlert und somit untypisch gewesen wäre für unsere kapitalistischen Menschen, immer aktiv und dynamisch, yeah.

Dennoch und erst recht war K. heilfroh, nicht schon wieder mit seinem Defizit konfrontiert zu werden, beim angelächelt Werden nicht oder fast nie zurück lächeln zu können. K. konnte sich das Grienen bereits nicht verkneifen, bevor der Junge ihn wahrgenommen hatte, und war auf diese Weise fein raus.

Als der Junge dann K. wahrgenommen, hat er nicht nur gegrient, sondern gekichert über den lustigen Opa, worauf K. laut lachen musste, was sollen denn bloß die Leute denken.

Dabei war K., was niemanden überraschen dürfte, von sich selbst überrascht. Der Junge hätte fast gejubelt vor Lebenslust und Entdeckerfreude, was K. doch eigentlich hätte verbiestert davon schleichen lassen müssen wie Detlev Spinell beim Anblick des juchzenden Sprosses der eben verschiedenen Frau Klöterjahn.**

Doch siehe, selbst der müde alte Depri Ossi-Kossi erwies als nicht völlig lebensunlustig, ha!

(… *hüstel*…)

Einer der Wendepunkte im Leben jedes Menschen… Was geschieht, wenn sich der Kleinmensch probeweise spielerisch aus der Filterblase zu entfernen versucht, in der er, altersgemäß angemessen, symbiotisch verbandelt ist mit einem Elternteil?

Wenn ein Erziehungsberechtigter an der Stelle Mist baut, dann kann das dazu führen, dass jemand sein Leben lang quasi an der Leine läuft.

K. fällt gerade kein Beispiel dafür ein, *kraftvoll hüstel*, aber sogar Gundermann hat ein gar artiges Lied darüber gemacht, mit dem die eben angedeutete Problematik allerdings zugegebenermaßen für jedermann verständlich rüber kommen dürfte in poetischen Bildern und nicht als möchte gern Mannhaft mäandernde Wort-Kaskaden eines privat philosophierend geheim Schrift Stellenden.

Ja, Nossinnunnossn, das ist Psycho-Gedöns, das kann weg; zudem haben bewusste Vertreter der siegreichen Arbeiterklasse, wie schon der Name sagt, kein Unbewusstes, worauf K. in seiner kurz angebundenen Art erst höchstens ein Dutzend Male hingewiesen hat.

Da hättet Ihr anfangen müssen mit „Befreiung von Unterdrückung“, nach dem notwendigen Umbau der materiellen Basis; da habt Ihr aufgehört, und deswegen ist das sozialistische Experiment gescheitert. Hähä, garstige Hobbitse, garstige Hobbitse. Aber was geht das K. an, genau? Er hat die Genossen genossen, Genossen, und möchte jetzt in Baden-Baden baden!

(… höhöhö, siehta sich wieda als Abeitafüra, höhöhö… spielta wieder Retter der Gesellschaft, der Pisser, hähähä… so was gehört doch in die Einrichtung… besorgte Bürger, zeigt Initiative… schützt Eure minderjährigen Topfpflanzen…)

PPS: Nachdem K. mit dem Knaben am Knackpunkt minutenlang fast allein in der Krypta des Konsumtempels war, denn ein Imbissstandmann war ständig vom Imbiss Braten absorbiert und sonst war niemand nirgends nicht zu sehen, erschien zu K.’s Erleichterung die Mama; nachher hätte K. noch eingreifen müssen und somit sichtbar Werden und so was geht ja überhaupt nicht. Die junge Mutter aber hat, weil selbst erheitert, voll cool reagiert, weswegen K. noch erleichterter war und sie hätte knutschen können, obwohl sie nicht rothaarig war. Natürlich hat K. dergleichen zärtliche Übergriffe unterlassen, weil er die Gefahr durchaus wahrgenommen hat, dass noch was draus entsteht, und weil er außerdem nicht einsehen will, wir berichteten, dass er schwul is‘, höhöhö.
PPS: Korrekt, das Geschichtchen passt zum letzten Posting, tandaradei!

** Auch diese ist, ha, eine eigene Aufnahme des K., und auch hier merkt man das, und auch hier ist K. sich dessen bewusst. Bla.
** Überglücklich darf und kann K. konstatieren, dass er in dieser Woche zum wiederholten Male seinen Zwang zu Mannhaften Zitaten und Verweisen halbwegs konstruktiv auszuleben vermochte; auch der ältere Bürger hat noch Ressourcen fürwahr!

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