(… wieder „reingelegt“…)

Aber was heißt „reingelegt“; es ist ja, igitt, gut gemeint, bla…

K. sucht also wieder einen Job; es bleibt ihm nichts weiter übrig, denn es wird nichts mit dem „großen Sprung“, er kommt nicht über die Hürde zu wirklicher Kreativität, beispielsweise schreibt er nur Berichte und dichtet nicht usw., bla bla.

Nun ist K., milde formuliert, etwas ratlos, denn er weiß echt nicht mehr, was er nach seinen über 25 Versuchen der Werktätigkeit seit 1980 noch versuchen soll.

Nein, er ist nicht arbeitsscheu oder ein Nichtsnutz, sondern bindungsunfähig, und Bindung bezieht sich nicht nur auf Personen, sondern auch auf Dinge, Abläufe usw., und diese Unfähigkeit ist anerzogen und nicht Merkmal eines „bindungslosen Psychopathen“, was auch immer das sein soll.

K. sitzt nun seit etlichen Tagen immer einmal wieder am Gerät und durchforstet internette Jobbörsen, und da hat er beispielsweise vorhin Anzeigen gefunden, mit denen nach Alltagsbegleiterinnen für Senioren und sogenannte Behinderte gesucht wird, wobei sich ausdrücklich auch Quereinsteiger melden könnten und sollten, sinngemäß.

Das mit den „sogenannten Behinderten“ ist ausdrücklich nicht witzig oder gar zynisch gemeint, im Gegenteil hatte K. schon des Öfteren den Gedanken, dass es ihm besonders gut gehen muss, wenn er eine Ahnung davon bekommen soll, wie sehr sich der „behinderte“ Forrest Gump in dieser Welt verankert, verwurzelt, zu Hause usw. fühlen mag; alles ist relativ. – „Klar soweit?“, Zitat J. Sparrow, Pirat.

Dann ist K. eingefallen, siehe Headline, dass zu diesem Jobangebot im Laufe des heutigen Tages zwei „Prüfungen“ inszeniert wurden; mit einer alten Dame und einer Mutter mit, siehe eben oben, „behindertem“ Kind, das K. übrigens angegrient hat, was K. auch nicht zum ersten Mal erlebt.

Ist der Kerl bekloppt? – Nee, er spielt den Simulanten; laut vox populi, har har. – Hält der sich für den Nabel der Welt?

Nein, kein psychotisches Symptom des gemacht Werdens von Realität; zudem hat K. dergleichen Zufälle wie die eben oben beschriebenen seit 86 hunderte Male, sehr wahrscheinlich über 1000 Mal erlebt.

Hat er das Mitgliedern des Freudeskreises Anna Lyse wirklich verklickert oder kommt ihm das in seiner persönlichen Version von magischem Denken nur so vor?

K. muss immer wieder an dieses zufällige (?) Gespräch mit der ehemaligen Vorsitzenden des Trägervereins seiner ehemaligen WGs denken, bei dem er, ohne Ironie usw. gesagt, feststellen musste, dass er seine Vorgeschichte als Wohnungsgeschädigter in Berlin eben nicht wirklich dargelegt hatte; vielmehr hatte er in der Vorstellungsrunde nur irgendetwas gebrabbelt, was ohnehin für eine Münchhausiade gehalten worden sein dürfte, was K. ebenfalls erst Jahre danach klar geworden ist.

(… jaha, das is‘ lustich, aharhar… süüüß…)

Das heißt, K. ist heute wieder, wie schon hunderte Male, siehe eben oben, durch die Stadt getappt in der Überzeugung, sich im mehrfachen Sinne frei zu laufen, und dabei war alles inszeniert. Es gibt keine belang- und bedeutungslosen Ereignisse mehr, alles ist für alle wichtig, und es gibt keine Freiheit, alles ist determiniert.

Zudem glaubt K. immer wieder, dass der „männliche“ Drang zu kriegerischen Unternehmungen der immer erneute Versuch sein könnte, dieser Determination zu entkommen. Immer wieder wird ein Level relativen Gleichgewichts und relativen Wohlstands erreicht, und dann wird immer wieder alles kaputt gehauen, im „Kleinen“ der einzelnen Person wie im „Großen“ der Gesellschaft.

(… das ist auch wieder so ein Ding, da stellen sich Leute öffentlich hin und propagieren Wahnideen, und K. traut sich nicht einmal oder selten, auch nur in seinem Blog, das ohnehin nur ein paar unerschrockene Geister lesen, derartige Überlegungen wie die eben oben angedeuteten zu posten… süüüß…)

Bla.

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