(… K. regrediert aufs Symptomatischste… oder so…)

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Wie lange will K. dieses mehr oder weniger absichtsvolle nicht wirklich sichtbar Werden nun noch praktizieren, oh schöner Schmerz von edler Tiefe?

Sein, yeah, Output ist weit über dem Pensum von Profis, insbesondere, was die in ca. 6 Jahren erstellten über 300 Soundpics angeht, denn das ist das bis zu Zehnfache des „Normalmaßes“ eines Produzenten oder Musikers.

Nein, das ist kein Größenwahn, und es geht nicht um die Qualität, zumal deren Einschätzung voll relativ scheint. Philip K. Dick wurde als Trivialautor gesehen und belächelt und heute drängen sich Doktoranden danach, über ihn promovieren zu können, und während Paul Heyse einmal als zweiter Goethe gehandelt wurde, kennt man ihn heute vorzüglich in M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren, weil eine Straße und ein Tunnel nach ihm benannt sind.

Es geht auch nicht um Ober-Star von Oberbayern und was dergleichen Edel-Sperenzchen mehr sind; zudem springt K. mitnichten nach für ihn unerreichbaren und deshalb von ihm als sauer deklarierten Trauben. Usw., trallala.

Er fragt sich „nur“ immer öfter, und durchaus berechtigt, wenn man bedenkt, dass zumindest sein Körper 61 ist und K. daher nicht mehr ganz so viel Zeit hat, hienieden zu wirken, ob er überhaupt noch von diesem quasi sich nach innen Stülpen weg kommt, bei dem alles geheim bleibt und auf das er bereits in seiner Prägungsphase konditioniert wurde.

(… das macht K. immer besonders viel „Freude“, feststellen zu müssen, dass die Leute, und das sind bekanntlich immer die Anderen, nicht einmal in der Lage scheinen, und oft auch nicht bereit, zu reflektieren und zu verbalisieren, was sie eigentlich mit „Stasi!!!“ meinen… ja ja, alles „Psycho-Club“, Herr Dr. Gysi… hier sieht sich der Klient, im Unbewussten, neuerlich als mittelgroßer Vorsitzender, hähä… im Auge behalten…)

Gestern Abend hat K. nämlich erlebt, was er in dieser Intensität sehr lange nicht erlebt hat, was er jedoch bereits seit Jahrzehnten immer wieder erlebt, seit dem Beginn seiner Versuche, als Dilettant bzw. Dilettonkel was mit Kunst zu machen, bla.

K. hat nach sehr langer Zeit diesbezüglicher Abstinenz wieder einmal rein gehört, und war, ohne Ironie usw. gesagt, verblüfft.

‚Das habe ich gemacht?‘, dachte es in etwa in ihm, und natürlich ist sich K. darüber im Klaren, dass er nicht erwarten kann, von Anderen gesehen zu werden, bzw., what a joke, in diesem Fall konkret gehört, wenn er selbst nicht recht zu realisieren vermag, dass so was von ihm ist.

(… unser Histrionischer wieder, nicht wahr, höhöhö… wieder einmal Pseudologia phantastica, man kennt das von dieser schrägen Klientel… und dann haut der noch auf die vornehmlich rückwärtig ausgeschiedene Fäkalie von zumeist pastöser Konsistenz, dass es spritzt…)

Zum Beispiel hat K. einen vor ca. drei Jahren erstellten und im Folgenden neuerlich geposteten Beitrag rezipiert, den er im Vollzug seiner schmerzlichen mental-masochistischen Selbstkasteiung „Kleine Unterschichtphantasie“ genannt hat; „Der Junge ist doch originell!“, hätte Tante Paula gesagt, wenn es sie gegeben hätte.

Hier das Bildchen dazu, hach…

Noch ein Klangbild, „Morgenmeditation für Raumpfleger“, wobei K. schon wieder latent frauenfeindlich ist, pfui, denn abgebildet ist eine Raumpflegerin, und noch dazu sexistischer Weise leicht bekleidet, buuuh!

Dennoch, es hat irgendwie was, ein gewisses rhythmisches Empfinden scheint dem Frühgestörten des schizoformen Spektrums nicht abzusprechen…

Bla.

(… spielta wieda Wundakind, höhöhö… als wenn es darum gehen würde… allein, K. ist brav, wuff… er geht im neuen Jahr wieder knuffen und mucheln und malochen… hat alles keinen Zweck… es gibt kein Entkommen, es gibt kein raus aus der Spur… meine Güte, dann ist es eben so; es gibt Schlimmeres… die In-Vivo-Therapeuten machen das schon… heule heule heule, Opa hat ’ne Beule…)

Was tun, wie schon Dr. Uljanow gefragt hat, sich seinerseits auf Tschernyschewski beziehend? – Im nächsten Jahr geht es anders lang, ha!

© Die Ursprungsdatei des Hintergrundbildes des hochwertigen Kommicks ist gemeinfrei.

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10 Antworten zu (… K. regrediert aufs Symptomatischste… oder so…)

  1. Herr Ösi sagt:

    Der erste Song hat was Erhabenes und gleichzeitig Dramatisches… 👍👍👍

    Der zweite erinnert mich an Mike Oldfield und Andreas Vollenweider… 👍👍👍

    Du weißt schon: drei Daumen hoch bedeutet… BESTNOTE

    • Herr Koske sagt:

      Ich habe ’n schlechtes Gewissen… Nicht, dass das was Neues wäre (zumal ich immer froh bin zu wissen, warum ich gerade Schuldgefühle habe), aber ich sehe mich außerstande (habe ich das nicht „schön“ ausgedrückt), in ähnlicher Weise motivierend auf Dich einzuwirken, wie Du das bei mir des Öfteren versuchst, aber trotzdem und erst recht thx!!!

      (… das ist alles kontextabhängig… der Beitrag mit den Schwänen und den Kränen ist mindestens nearly like Ringelnatz, aaaber… ist mir schon des Öfteren aufgefallen… da hat irgendein Kollege in irgendeinem Job sich weit geistreicher und witziger geäußert als ein Kabaretter, aber es ist „der falsche Rahmen“, da wird dgl. nicht wahrgenommen… wenn man sich dagegen hübsch macht – was ich nie auch nur versuche, weil es diesbezüglich keine Steigerungsmöglichkeit mehr gibt, what a joke, what a joke -, und abends ausgeht in eine Schauspielstätte, lacht man über den flachsten Witz, weil, man hat ja schließlich im mehrfachen Sinne investiert… oder so… bla…)

      (… die Geschwätzigkeit des K., auch in schriftlicher Form, ist nicht altersbedingt, der war schon immer so… hähä…)

  2. Deine Musik ist SUPER!

    Gutes Neues Jahr !

    • Herr Koske sagt:

      Frau Schall, Du bist der Hammer! Ich habe höchstens 65 Mal überlegt, ob ich mich mal melde, heiligabendlich, neujährlich usw., und habe es dann nicht getan, denn Männer sind sensibel, und nicht, dass ich nicht bemerkt hätte, dass Du das bemerkt hättest, vielmehr ich darauf hinweisen wollte, dass ich es auch bemerkt hätte, um auf diese subtile Weise zu zeigen, dass mein Selbstbild zumindest hin und wieder adäquat scheint. – Oder so ähnlich…

      (… Herr K. kann voll gut mit Frauen… *kraftvoll hüstel*… er hätte ja auch einfach sagen können, dass er sich über den, what a joke, was ist er wieder interlecktuell, schallenden Kommentar gefreut hätte, aber das packt der Typ nicht… furchtbar… )

      Dir auch ein gutes Neues; trotz allem und erst recht!!!

      (… geht doch, Herr K….)

    • Herr Koske sagt:

      … habe ich schon mal was von gehört… bzw. gesehen… muss ich kieken mitte Oogen im Kopp… i donk o scheen… (das soll, wir berichteten, Bayrisch sein)…

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