(… niemand braucht diesen Zynismus… e b e n  d r u m… hähä…)

Bei K. gab es Heiligabend Kürbissuppe und die hat gut geschmeckt, und das war Beides ernst gemeint, ha; der Mann, der bewundernswerter Weise bereit ist, Marginalpersonen wie K. in dieser sozialtherapeutischen WG zu begleiten, hatte die zubereitet.

Aufgefallen ist K. jedoch, immerhin, ebenfalls ernst gemeint, dass er einem Ablauf unterlegen war, oder wie immer man das nennen mag, den er schon aus seiner Vorschulzeit als Vierkäsebreit kannte. Er wollte wie immer gar nicht hin, hier konkret zur kleinen Weihnachtsrunde im Hause, um dann festzustellen, dass es doch gar nicht so übel war und gut, dass er hingegangen war. Nun sollte man annehmen, dass derartige Erlebnisse die frühen Prägungen sozusagen überschreiben würden, aber gemach, Herr Michel! Das wird beim nächsten Mal wieder so sein und es müssten wahrscheinlich viele hunderte derartige Versuche der Überschreibung auf der mentalen Festplatte gespeicherter Routinen erfolgen, um ein erlebbares Ergebnis zu erzielen.

Warum K. das erzählt? – Weil so was die Lebensqualität bestimmt, und mehr als etwa das Monatseinkommen; zumindest in einem Soziotop wie D, in dem ein gewisses Level allgemeiner Wohlfahrt erreicht ist, bla. Ist schwer zu vermitteln, wie K. inzwischen eingesehen hat, immerhin, aber K. wird immer wieder mit so was ankommen, weil er, im Unbewussten, gern Staatssekretär für therapeutische Kultur wäre, *hüstel*

© Die Ursprungsdatei des Hintergrundbildes des hochwertigen Kommicks ist gemeinfrei. – Ob K. in diesem Leben nach Tallinn kommt, als Beispiel, wenn schon nicht nach Big Apple? – Nichts Genaues weiß man nicht, doch wir bleiben dran…

Dieser Beitrag wurde unter Anna Lyse, Fühlosofie, Kommicks veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.