(… was geht, Digga, mach locker… voll schwul, kriegst ’ne Rastung….)

(… Raum für persönliche Visualisierungen…)

Es kommt immer ganz überraschend und es ist nicht zu erklären, zumal eigentlich nichts passiert ist, nur so ’ne kleine Bemerkung ist gekommen, wobei eigentlich die Bemerkung völlig nebensächlich ist, vielmehr die vertrackt verpackte sozusagen emotionale Information gewirkt hat, aber danach stimmt für K. jedes Mal die ganze Welt nicht mehr.

Jaharhar, das is‘ lustich! Es geht offenbar um Abgrenzung; eine banale Kleinigkeit schmeißt K. aus der Symbiose-Blase, oder irgendetwas in dieser Art, in der er schon wieder war, ohne es bemerkt zu haben.

Aber das war gestern das erste Mal, das K. überhaupt darüber geredet hat oder vielleicht überhaupt reden konnte; d. h. natürlich, wenigstens ein paar Worte dazu schreiben. Meistens sitzt er danach da wie ein begossener Pudel, am adäquaten Schwanzwedeln übt er noch, und es sind gewissermaßen nicht nur alle Worte weg, sondern es scheint plötzlich alles in der kleinen Welt des kleinen Mannes verändert in einer Art und Weise, die K. nicht in Worte fassen kann; womöglich ist das dieses Symptom des „alles wird fremd“ oder weiß die Klappergrasmücke. „Das Kind fremdelt!“, aharhar, lustich!

Womöglich hat K. tatsächlich deshalb angefangen, mit Worten zu arbeiten, oder wie auch immer man dergleichen abartiges Handeln bezeichnen will, weil er instinktiv gespürt hat, dass er in entscheidenden Momenten keine Worte haben würde.

Es ist wahrscheinlich sein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre, der K. in die Symbiose gezwungen hat, aus Gründen eines schwer traumatisierten Kriegskindes, und wehe, K. hat auch nur durch eine witzige Bemerkung versucht, sich abzugrenzen, dann kam die Folge 234 der Actionserie „Die fliegenden Hände“.

Ausgerechnet sein märchenhaftes Stiefmütterchen, möge sie trotz allem in Frieden ruhen, scheint das wahrgenommen zu haben. Seit dem Beginn seiner Arbeit an den „Lebensreportagen“, die noch lange nicht fertig sind, muss K. immer wieder an diese Szene in der Gaststätte Heinrich-Heine-Allee Ecke Saarlouiser, geborene Straße des Komsomol, in Hütte denken, in der diese sehr druckvolle Frau ihn bei einem sonntäglichem Mittagessen geradezu angespornt hat, sich über den Alten zu amüsieren, der da „eine Zigarette versucht hat“ und dabei herum stolziert ist wie eine Diva.

Korrekt, es sagt etwas sowohl über den Merkenden als auch über das von ihm Be- und Gemerkte, was der Merkende bemerkt und sich merkt.

K. hat eben tatsächlich von „Arbeit“ gesprochen und hat sich damit ein bisschen ernst genommen. Eine weitere Geschichte fällt ihm dazu ein, die noch gar nicht in den „Lebensreportagen“ enthalten ist, dort aber hinein gehören dürfte.

An einem Morgen in der vierten oder fünften Klasse hat K. beim Antreten vor der Schule deutlich gespürt, wenngleich er das erst recht nicht in Worte fassen konnte, allerdings auch nicht wollte, dass sich sozusagen seine Identität entleert hat, als hätte man in einen Luftballon gestochen. Die innere Mitte war weg, K. hat sich in die Reize und Informationen verloren, die von außen kamen oder wie auch immer, usw. usw. usf.

Derartige völlig unbemerkte, scheinbar völlig banale Episoden sind entscheidend, nicht die Einschulung, die Jugendweihe, der Erhalt des Einberufungsbefehls usw. usf. Das scheint jedoch, milde formuliert, schwer zu vermitteln, und es ist ja auch überflüssiger Psycho-Club.

Das alles ist an den Grenzen der Worte, wie gesagt.

***

So weit wieder ein Versuch, nicht Auszudrückendes auszudrücken; wahrscheinlich deshalb, und dieses Löffelchen Zynis-Mus muss jetzt sein, diese Neigung, Mitesser auszuquetschen.

Dazu fällt K. sofort ein, wie er als Vierkäsebreit im Flur gestanden hat und seinen unmittelbar vorgesetzten Vorfahren ebenso fasziniert wie quasi mental schaudernd beobachtet hat, wenn der vor dem Spiegel Mitesser ausgequetscht hat, bis Blut kam. Der war Borderliner, nicht K.

Ja ja, das Muttersöhnchen sieht sich wieder als Vatersohn, har har. Wenn man wenigstens schnallen würde, dass Muttersohn nichts mit übersensibel und ängstlich usw. zu tun hat, was bei K. ohnehin eindeutig auf reale Traumatisierungen zurückzuführen sein dürfte, sondern mit einer Art inneren Verstrickung mit der Auflage, unbewusste und damit umso wirksamere Delegationen und Aufträge auszuagieren… Aber das ist Psycho-Club und kann weg.

Nun ja. – Opa kramt rührselig in alten Kamellen, sooo süüüß; man reiche ihm seinen Nebennierentee.

Gestern hat K. dann wieder einmal einen Brüller abgelassen; dieses Mal hat er aber keine Schuldgefühle entwickelt und ist geneigt, das positiv zu finden. Es war wieder einmal sehr krass mit den Mentalfunksprüchen, aber es gibt Schlimmeres.

K. spielt wieder Adolf, alles klar. Ein paar Tage später macht er dann angeblich Einen auf Dr. Uljanow. Dergleichen packt selbst ein von schwerer chronischer Chamäleonose (Morbus Zelig) Gebeutelter nicht; man sollte sich vielleicht einig werden. Ein Vorschlag im Hinblick auf die derzeitige „Frisur“ des K. – spielt er nicht vielleicht doch Einstein? Nichts Genaues weiß man nicht, doch wir bleiben dran.

K. rechnet seit einiger Zeit mit dem Rausschmiss, aber das wird völlig überraschend kommen, „Wenn Du schon gar nicht mehr dran denkst…“, „Rockhaus“, war nich‘ alles schlecht.

Dabei ist das eigentlich völlig idiotisch, denn „real“ liegt keinerlei Anlass vor. Bereits seit etlichen Tagen jedoch wird K. wieder von Gemeinschaftsunterkünften geträumt, auch heute Nacht wieder, und das Unbewusste scheint immer in der Gegenwart, wenn nicht in der Zukunft zu sein, während die Realität einer Art Trägheitsgesetz folgend weiter schwingt in Frequenzen, die längst nicht mehr up to date sind. – Meine Güte, wie poetisch! Auch in K. schlummert ein Dichter; was aber wird geschehen, wenn dieser aufwacht?

Zwei Parallelwelten. – Und übrigens kam beim in die Tasten Dreschen der letzten Absätze wieder: ‚Kuckuck!‘, was „übersetzt“ etwa heißt, K. bräuchte gar nicht loslegen mit Schreiben, das wäre sinnlos, man hätte ihn an der Leine usw. – Zum Schwanzwedeln siehe oben. K. hat beim in die Tasten Dreschen Ohropax in den, Überraschung, Ohren.

Einmal gibt es die Realität und dann diese Vernetzung im Unbewussten, die möglicherweise tatsächlich eine Art Schwarmintelligenz ist und die völlig andere Inhalte hat als die Realität.

Chch, der wieder mit seinem breit getretenen Eso-Quark! Was soll K. machen, abgesehen immer von dem, was er gegessen hat? Seit über einem Vierteljahrhundert hat K. einem halben Dutzend MitgliederInnen des Freudeskreises Anna Lyse mit geradezu mental-kannibalischer Gier Ohren abgekaut, was den Budenzauber angeht, und das hätte er sich, wie bereits erst höchstens zwanzig Mal erwähnt, voll sparen können, Alter, gehste krachen, Mann.

Nun, er muss darüber quatschen, fast wörtlich „Rockhaus“, damals, hinterm roten Mond, war nich‘ alles schlecht, und wozu hat man denn ein Bloghäuschen, wenn nicht dazu, abgedreht brabbelnd hindurch zu schlurfen, ho ho ho…

(… die vier Phasen im Leben des Mannes… Du glaubst an den Weihnachtsmann, Du glaubst nicht mehr an den Weihnachtsmann, Du bist der Weihnachtsmann, Du siehst aus wie der Weihnachtsmann… ho ho ho… Phase drei war ja nun nich‘ bei K…. er hebt verstohlen zu ahnen an, dass ihm was entgangen sein könnte… im Auge behalten… nachher klaut er doch noch ’n Kinderwagen… äh – mit Inhalt… oder so ähnlich… gnihi…)

In K., der immer wieder über Mangel an Phantasie klagt, wobei er sich als zehnmalschlauer und elfmalpfiffiger „Höhöhö, Hilfstherapeut!“ natürlich darüber im Klaren ist, dass auch oder gerade dieser Mangel etwas mit Traumatisierung zu tun haben dürfte, entwickeln sich Phantasien, diesbezüglich.

Eben durchlebt K. mit schmerzlichem Stolz, „Ach.“*, wieder einmal eine Keine-Antwort-Phase, was heißt, dass auf ein knappes Dutzend Anfragen, Nachfragen, Emails usw. keine Antwort erfolgt. Ganz großes Kino wieder, Frau Weltgeistin, und erwägt denn K. neuerlich, ein wenig ins Geschirrtuch zu schluchzen fürwahr.

‚Diese Wohnungs-Fuzzies…“, so denkt es in K. charakteristisch spätinfantil, und er kann das nicht abstellen, ‚… bilden sich ein, ich wäre raus geflogen!‘ usw. Natürlich ist das alles ungemein witzig für Außenstehende, und leider ist K. die Lösung zweiter Ordnung nicht möglich, die etwa Prof. von Bülow aka Loriot oder Mr. Konigsberg aka Woody Allen durch künstlerische Verarbeitung von dergleichen unterhaltenden Abseitigkeiten gelingt.

K. agiert aus; er bewirbt sich immer wieder einmal für Wohnungen allüberall in diesem unseren dynamischen Land da draußen, obwohl er in der nächsten Woche wieder einen Besichtigungstermin hier in M hat, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren, aber das wird doch sowieso wieder nix. Per Mentalfunk kommt auch dauernd: ‚Du kriegst keine Wohnung mehr!‘ Es kam jedoch auch schon etwas wie, er könne hier wohnen bleiben bis an sein Ende, „Ach.“*, und das ist halt die irre Dialektik dieses irren Geschehens bzw. des neuerlichen „den Simulanten Spielens“ des K.

Dazu kommt gerade immer wieder eine weitere, ha, Phantasie. Jemand hat den wirklich abgedrehten Brief gefunden, den K. etwa 1992 ans Amt geschrieben hat; er hat keine Kopie des sinisteren Sendschreibens, aber etliche Passagen im Kopf.

„Es handelt sich bezüglich folgendes Problem. Im bunten Monat September des letztverflossenen Jahres, als wir bereits einen mächtigen Aufschwung Ost erlebten, oh Helmut, wir vergehen leise schluchzend vor Dankbarkeit, habe ich eine Umschulung zum digital realisierenden Typodesigner begonnen, habe dann jedoch, obwohl ich ein Typ bin, mitnichten realisiert, vielmehr ich der verantwortlichen Kollegin Ihres Amtes leibhaftig erschienen bin, um meinen Abbruch der genannten Maßnahme pflichtschuldigst zu vermelden.

Die betreffende Kollegin jedoch, ach, einmal in ihr Höschen fassen und dann sterben**, schüttelte in züchtiger Empörung ihre holden Blondlocken und weigerte sich im Weiteren energisch, K. aus dem erlauchten Kreise der zukünftigen Jung-Unternehmer, in Klammern ‚dynamisch‘, zu eliminieren, vielmehr sie es für notwendig gehalten hat, K. mit der geflissentlichen Verschleppung auf die abgenutzte Couch des arbeitsamtlichen Seelen-Klempners zu drohen, was allein schon deshalb unsinnig erscheinen muss, weil K. ein hoffnungsloser Fall ist, unerreichbar, therapieresistent und psychopathisch.“

Und so weiter und so fort; fast wörtlich. Als er das geschrieben hat, war er leicht breit, was ihm immer wieder unterstellt wird, wenn er es nicht ist; er hatte eine Flasche „Murfatlar“ intus sowie ein paar Büchsen voll des geilsten West-Biers. Wenn aber K. leicht breit dergleichen zustande bringt, denn das ging über vier Seiten und war einfach so in die Tasten gehauen, was wäre ihm dann im nüchternen Zustand möglich, wenn, ja, wenn was? Lassen wir das; im nächsten Leben geht es anders lang!

K., ha, phantasiert nun in dem Zustand, den er als Wachzustand wahrzunehmen gezwungen scheint, dass er sich mit dieser vor rund dreißig Jahren hämisch hicksend versandten epischen Epistel ein Ding gemacht haben könnte. Er, ha, phantasiert dann in einer dieser seit Jahrzehnten in ihm im Selbstlauf generierten Plädoyers in eigener Sache sinngemäß, das wäre voll schäbig, denn wenn er 1992 einen Raubüberfall begangen hätte, wäre der längst verjährt, was übrigens tatsächlich zutrifft.

Man solle sich daher, so K. weiter im Ausagieren seiner mental-intimen Rhetorik, lieber die Frage stellen, was es mit einem selbst zu tun hätte, vor allem mit dem, igitt, Unbewussten, wenn man sich daran jetzt noch aufspulen würde.

Usw. Dergleichen ist Dichtung, oder? K. schafft es „nur“ nicht, so was in „richtige Prosa“ umzusetzen, heule heule. – Das wäre auch sinnlos, weil K.’s Eindruck immer wieder betätigt wird, dass die Budenzauberer diese gewissermaßen Antriebe zum im belletristischen Sinn Schreiben „irgendwie“ direkt in Wirklichkeit umsetzen, ohne den Umweg des Ausagierens eines Textouris-Tics. – Oder so; wieder drischt K. an den Grenzen der Worte in die Tasten, heule heule.

Da K. eben dabei ist, sein Wahngebäude durchzukehren, meine Güte, wie poetisch, hier noch eine ganz dicke verschwörungstheoretische fixe Idee; Achtung, es wirkt wieder Godwins Gesetz.

Ebenfalls seit Längerem geht in K. der Gedanke um, dass der Budenzauber eine Art Wiederholung der sozusagen gesamtgesellschaftlichen symbiotischen Verschmelzung sein könnte, der Millionen Menschen im Dritten Reich erlegen sind, allerdings eine Wiederholung ohne die entsetzlichen Entgleisungen.

Was, wenn es das ist, was Putin & Co. mit „Nazis“ meinen?

Boah, der Typ hat sie echt nich‘ alle! Der gehört in die Geschlossene; gestern hat er ja auch wieder rum gepöbelt.

Na ja, aber… Ein Herr Hildmann, als Beispiel, es geht K. nicht um das Beispiel, sondern um das unter anderem in diesem Beispiel sich zeigende Prinzip, will die Gesellschaft abschaffen, die ihm ermöglicht, seine Wahnideen öffentlich zu propagieren, und das ist ja mal ’ne echt krasse Dialektik. Der Typ kommt jedoch gar nicht auf die Idee, sich therapeutische Hilfe zu suchen, obwohl er die sehr wahrscheinlich nötiger hat als, zum Beispiel, siehe oben, Herr K. Alles Nachwirkungen des „Fallen des Vorhangs“ nach Thomas Mann. K. ist so was von happy, an dieser unserer dynamischen Postmoderne teilhaben zu dürfen!

(… übrigens war der Vorname „Attila“ garantiert ’ne Idee von seiner Mama, da könnte K. ’n Päckchen Kaffee drauf wetten… zur Erklärung – das ist für ihn eine Art Wertgegenstand, sozusagen ein persönlichkeitsspezifisches Pendant gebräuchlicher Währung…)

Oder sind solche Wahnideen bzw. „Wahnideen“ wie die eben von ihm dargelegte vielmehr Langzeitwirkungen unbewusster Konditionierung des K. in seiner Prägungsphase als Vierkäsebreit? K.’s Mutter war eine geborene Hitzler, blauäugig und, na ja, almost blond, und sie wurde 1934 voll in das System der darminhaltsfarben kostümierten Kämpfer hinein geboren. Man muss nun nicht, und auch das hat K. bereits angedeutet, Freudvolle Übungen mit Anna Lyse auf der Couch absolviert haben, um in diesem Kontext, ha, Phantasien zu entwickeln. Entweder ist sie gehänselt worden, oder, und das hält K. für weitaus wahrscheinlicher, es hat dieses raunende mystische Wabern und Weben und Wirken angehoben…

Was trifft nun zu? Nichts Genaues weiß man nicht, doch wir bleiben dran. War dergleichen in der Therapie? Nee, war es nicht! Warum nicht? „Sie sind nicht sichtbar geworden, kommen Sie in die Tanztherapie!“

Das ist übrigens eine der Verdrehungen ins Gegenteil, die K. reichhaltig erlebt hat auch im therapeutischen Feld. K. hat in besagter Tanztherapie eine Art persönliche Singularität erlebt, indem er in einen Weinkrampf gefallen ist, und das war eine Entladung des Gefühlsstaus nach Maaz. Psychopath? – Na ja…

K. hat mit einem Mal begriffen, denn er ist insgesamt eher der frühreife Typ, *hüstel*, was Dr. F. 1984 im Hirschkindergarten gemeint haben dürfte mit seinem demonstrativ theatralischen Ausruf in der Großgruppe: „Herr K., nur Kopf, Kopf, Kopf!“ Dabei hat er sich die Haare gerauft, was ihm damals noch möglich war. Sorry; K. ist natürlich wieder neidisch und eifersüchtig und hat wieder keinen Zugang zu seinen Gefühlen, denn er möchte doch soooo gern Züchoteerahpeut sein. Ja, und nun gehen wir doch alle einmal schön kacken, nicht wahr; d. h. natürlich, jeder für sich.

Was aber hat die damals bedauernswerter Weise mit der Begleitung des K. beauftragte Mitgliedin des Freudeskreises Anna Lyse bei dieser Entladung des K. mit diesem getan? Nichts. Sie ist nach dem Ende der Tanztherapie wenige Minuten nach K.’s emotionaler Explosion hold entschwebt und hat K. im doppelten Sinne sitzen lassen. War das therapeutische Intervention oder vielleicht doch, milde formuliert, etwas Anderes; etwa „mehr desselben“ nach Watzlawick et. al., nämlich das sitzen gelassen werden bei und auf Gefühlen, das seine kriegstraumatisierten Genossen Erziehungsberechtigten mit K. unzählige Male praktiziert haben? Das wird man ja wohl noch fragen dürfen

Aber. K. wurde von einem Mitklienten gehalten; nach wie vor die blinde Stelle im System, Körperkontakt, Berührung, gehalten werden. Okay, es gibt jetzt Boxtherapie. Na ja…

(… sorry… nicht die blinde Stelle, sondern das psychische Skotom, *hüstel*…)

***

So weit wieder die mentale Eruption eines kleinen Mannes am Rande dieser unserer dynamischen Postmoderne. Was hat K. nun damit bewirkt? Er hat sich entladen in halbwegs adäquater Art und Weise; man muss wirklich aufpassen, denn nachher frisst der Typ doch noch ’n Hamster! Ha, bzw. ’ne Maus; es hat jetzt hier eine Maus im Haus, eine Katastrophe fürwahr!

Wenn K. wenigstens paar Cents mit so was machen könnte, heule heule…

Immerhin hat K. heute seinen Vorsatz umgesetzt, möglichst oft sich dergestalt ins Hier und Jetzt zu schreiben, dass die Zahl der von ihm in die Tasten gedroschenen Wörter mindestens der Jahreszahl entspricht. Heute ist K. sogar, was das angeht, deutlich der Zukunft zugewandt, denn er hat sich, um im schiefen Bild zu bleiben, bis ins 27. Jahrhundert hinein getippt, ha! Es sind konkret 2618 Wörter, ho ho ho!

Es reicht immer noch nicht… K. ist immer noch nicht „durch“, „im Freien“ usw. Aber womöglich jagt er da auch einer Chimäre nach, heule heule.

Horrido! Tandaradei! Zefix! Häff fann! Trallala…

***

(… der junge Dichter konzipiert… Obacht…)

** Zitat Prof. von Bülow aka Loriot.
** Scheiß Macho, echt! Man sollte allerdings berücksichtigen, dass K. damals 31 war, also noch weitaus heftiger durch seine chronische mentale Pubertät beeinträchtigt als heute, da er als grauhaariges Kind sozial auffällig wird.

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