(.. und Du möchtest trotzdem erleuchtet wirken…)


Quelle.

K. möchte an seiner Konfliktfähigkeit arbeiten, *hüstel*. Er übt nun zunächst diskreten Widerspruch, das heißt, er mischt sich nicht in die Diskussion ein, und zwar nicht aus Feigheit, sondern aus Resignation und Faulheit. Dabei nimmt er durchaus wahr, dass diese gewisse geistige Trägheit schlimmer sein könnte als Feigheit; wir bitten dennoch um diskrete Anteilnahme.

Mehrmals in der Woche surft K. zu Quora und ist überrascht und verblüfft. Jedes Mal findet er Beiträge über das sogenannte Dritte Reich; etwas über Hitler und Diskussionen etwa der Art, wer der größere Feldherr gewesen wäre, von Manstein, Paulus oder Rommel usw. usf. K. glaubt nicht, dass auch hier Godwins Gesetz wirkt, oder nicht nur oder nicht vorrangig, vielmehr scheint ihm, milde formuliert, Einiges ungeklärt oder nicht hinreichend diskutiert.

K. hatte bereits erwähnt, dass er nicht schlecht gekiekt hat, um wieder einmal volkstümliche Formulierung wenigstens zu versuchen, als er dieses Buch gefunden hat. K. war wie selbstverständlich überzeugt, dass sein Joke, er hätte mitnichten die Wende verpennt, sondern würde die Abdankung unseres herrlichen Kaisers verarbeiten, eben nur ein Joke wäre, bestenfalls, wenn nicht überhaupt nur sein übliches launiges Geblödel.

(… das ist wieder sehr durchsichtig, denn K., der kleine weiße alte Mann, *hüstel*, möchte wieder an gewissermaßen Höherem und Größerem teilhaben, aber das, „Hört! Hört!“, lassen wir jetzt einmal, werte völlig zu Recht zahlreich Abwesende…)

K. geht es jedoch, und er möchte stillmissvergnügt und heimlich, denn bei ihm ist alles geheim, Widerspruch üben, siehe eben oben, um Beiträge mit einer anderen Tendenz, die ihn schon lange beschäftigt. Einen Beitrag dieser Art hat er vor einigen Tagen gefunden; es ist konkret dieser. Was K. vor allem beschäftigt, ist der Satz Physisch werden wir über unsere Heimatgalaxie Milchstraße nie hinauskommen, weil wir und alle denkbaren Nachkommen viel zu massereich für schnelle intergalaktische Reisen sind.“

Einspruch, Euer Ehren! – Aber was geht da ab?

Ist diese Tendenz, um die es K. geht, angemessene Desillusionierung und sozusagen Ent-Romantisierung, ist sie Ausdruck einer immer sachlicher und realistischer werdenden Sichtweise, die der dringend angesagten Relativierung, wenn nicht Rücknahme dieses „Mehr, mehr, mehr!“ entspricht? Oder ist diese Tendenz reduktionistisch auf bedenkliche, wenn nicht sogar gefährliche Art?

K. hat schon mehrfach sinngemäß erwähnt, dass er nicht als Abgehängter usw. auch mal was zu sagen haben und das Internet mit dem Rotstift korrigieren wolle wie ein Professor-Unrat-Verschnitt für die Unterschicht, wenn es ihm mental aufstößt, in verbreiteten Medien schon auf der Startseite reichlich Fehler zu finden, und oft gar „Schusselfehler“, weil Tippfehler. Vielmehr denkt es in K., dass die Handhabung von Sprache eine der Fähigkeiten wäre, die Menschen zu solchen machen, und dass da irgendetwas nicht stimmen könnte.

Ganz abgesehen davon, dass es K. peinlich ist, derartige Fehler in seinen Postings zu entdecken, obwohl er nicht ohne Behagen in seiner Nische vor sich hin textet, während die Autoren dieser Medien ihr täglich Brot und hinreichenden Aufstrich dazu mit ihren Textouren verdienen.

K. erinnert sich gern der Zeiten, da alles möglich schien… Unabhängig davon, dass das womöglich tatsächlich mit den Lebensalter zu tun haben könnte bzw. mit dem, ha, emotionalen Alter, vermisst K. immer öfter die „altmodische“, in gewissem Sinn heiter entspannte Sicht auf die Welt, wie sie etwa Eschbach praktiziert.

Auch diese Episode hat K. des Öfteren erwähnt. Vor ca. 120 Jahren haben sich Leute über Versuche amüsiert, mit Geräten zu fliegen, die schwerer als Luft sind, und es waren wohlgemerkt keine englischen Bauern, die mit Pferdeäpfeln nach Lokomotiven geworfen haben, sondern erfahrene Ingenieure renommierter Firmen sowie Professoren technischer Hochschulen. Keine zwanzig Jahre später sind derartige Geräte geflogen; leider, wie sozusagen üblich, nicht vorwiegend zu friedlichen Zwecken.

Um zum Punkt zu kommen, „Hört! Hört!“, ist K. überzeugt, dass alles, was im menschlichen Geist existiert, auch in der sozusagen realen Welt oder Außenwelt usw. möglich ist; wenn nicht jetzt, dann irgendwann, wenn nicht hier, dann irgendwo in diesem unseren geräumigen Universum oder vielleicht in einem anderen. Die Existenz eines Multiversums scheint, und wohlgemerkt auch oder gerade Fachleuten, immer wahrscheinlicher.

Natürlich sind derartige Gedankengänge Ausdruck von K.’s Eskapismus, der daraus resultiert, dass er seine gegenwärtige Situation, insbesondere, was seine Einbindung in, igitt, Gruppen auf einer geistigen Ebene geht, suboptimal findet. K. bedankt sich im Voraus für die durchschnittlich zu erwartenden Rückmeldungen aus dem Freudeskreis Anna Lyse und bringt sie, *hüstel*, in seiner speziellen Art wirtschaftlichen Denkens gleich wieder selbst an; wir bitten um diskrete Anteilnahme.

Auch das eben Gesagte ist wieder nicht nur urst lustich gemeint. Die Begrenzungen im eben angedeuteten Sinne, die Leute zu Behauptungen veranlassen, man könne die Galaxie nicht verlassen oder man könne nicht schneller als Licht fliegen usw., sieht K. im Zusammenhang mit, igitt, das musste kommen, Psycho-Club.

Diese Begrenzungen könnten etwas mit diesen Einbindungen in eben oben erwähnte Gruppen zu tun haben. Um ein gewissermaßen irdisches Beispiel zu bringen, ist die groteske Geschichte des Flughafenbaus südlich von Big B ein Abbild der Dynamik der für den Bau verantwortlichen, igitt, Gruppe. Nein, das ist kein unzulässiges Psychologisieren, davon ist K. ohne Ironie und Sarkasmus usw. überzeugt.

Es wird Möglichkeiten geben, das Problem beispielsweise der Grenze der Lichtgeschwindigkeit zu umgehen, zu kompensieren, zu überschreiten oder wie auch immer, auf die noch gar keiner kommt, für die es noch gar keine Begriffe gibt, die derzeit völlig außerhalb menschlicher Wahrnehmung sind usw.

Gewissermaßen umgekehrt werden Leute, die sich aus allen Kontakten, Beziehungen, Arrangements, igitt, Bindungen usw. absentieren, sozusagen poetisch-metaphorisch dargestellt mit, vorsichtig ausgedrückt, negativen Besetzungen; da will jemand einen künstlichen Menschen erschaffen und was dergleichen Ambitionen mehr sind. In Wahrheit geht es dabei nicht um den Forschungsgegenstand, sondern darum, dass sich Einer absentiert usw.

(… nein, K. sieht sich nicht, auch nicht im Unbewussten, als Nachfolger von Wilhelm Reich usw….aber thx für die durchschnittlich zu erwartenden Rückmeldungen, *hüstel*…)

Hat das jemand verstanden?

Das ist K. schnurz und schnuppe; er hat sich jedenfalls wieder einmal in sozial vergleichsweise angemessener Weise entladen und damit seinen Trieb gezügelt, wohlhabende Witwen zu grillen usw., und er möchte dafür gar nicht gelobt werden, ha!

PS: Dieser Beitrag zeigt eindrucksvoll die betörende Viertelbildung des Autors, der er sich, was jedermann überraschen muss, selbst durchaus bewusst ist.

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