(… „Sprechen Sie über Ihre momentanen Empfindungen!“…)

Jeden Morgen dasselbe Kopfkino, oder jedenfalls fast jeden Morgen, und so läuft das seit vielen Jahrhunderten! K. wacht auf, was er immerhin zunehmend geneigt ist, bereits bemerkenswert zu finden, zelebriert dann rigide seine Morgenrituale, wobei seine Versuche des Nachvollzugs der Erfindung des Hackepeters unter Labor-Bedingungen sehenswert sein dürften, von normalen Männern „Rasieren“ genannt und für K. eigentlich nur ein Vorwand, nach Spiegelneuronen zu suchen, und sitzt schließlich am Gerät, dreht zwei, drei Scheiben Vollkorntoast mit Konfilade, Marmetüre oder Mumenpflaus mit seinem Morgenbottich Kaffee ein, und es rattert und rattert und rattert in seinem Neocortex…

Unablässig führt K. im Ton heftiger Plädoyers einer Verteidigung im juristischen Sinn innere Monologe, die eigentlich seine Teile eines Dialogs mit nicht Anwesenden darstellen.

Ist dergleichen Stummrhetorik, genau, der innere Propagandaminister spricht nicht, danke, danke, wirklich Ergebnis oder Ausdruck bzw. Ergebnis und Ausdruck seines Mangels an Körperkontakt? – K. hat erhebliche Zweifel…

Außerdem und vor allem gelingt es K. nicht, dieses stumme Geschnatter irgendwie konstruktiv umzusetzen, *jammer*. Natürlich ist ihm klar, dass es sich um das Phänomen des motus animi continuus handeln dürfte, von dem Thomas Mann geschrieben, dass Gustav von Aschenbach daran gedacht, dass Cicero davon gesprochen hätte, wobei, um auch das zu wiederholen, neuerdings berechtigte Zweifel geäußert werden, dass dieser Sinnspruch wirklich von Cicero ist. – Das am Rande und als neuerlicher Beweis dafür, dass nichts ist, wie es scheint und nichts bleibt, wie es ist in dieser unserer dynamischen Postmoderne da draußen, heule heule…

(… korrekt, K. spielt wieder den Interlecktuellen… das kam gestern Abend wieder per Mentalfunk, der gestern Abend aus irgendwelchen Gründen besonders deutlich „hochgefahren“ wurde… neuerlich hat K. erwogen, ein wenig ins Kissen zu wimmern, und neuerlich war ihm das dann doch zu anstrengend…)

Kurzum – häff fann usw.!

PS: Nein, K. möchte jetzt nicht, auch nicht im Unbewussten, nach Venedig fahren, um dort der zart platonischen Knabenliebe zu pflegen, zu der zu neigen ihm überaus origineller Weise immer einmal wieder unterstellt wird, aber vielen Dank im Voraus für die durchschnittlich zu erwartenden Rückmeldungen, folks!

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