(… das lebende Fossil is‘ wieder pampig…)

Herr K. (Abb. ähnlich). Quelle.

Warum schreibt K. dergleichen immer wieder auf? Nur aus Bosheit, garstige Hobbitse usw.? – Die Hoffnung stirbt zuletzt, und dies gilt erstaunlicherweise auch für die Hoffnung des K., dermaleinst aus dem Budenzauber heraus zu kommen, sooo süüüß…

Ein zweistöckiges Gebäude, das man als Baracke bezeichnen könnte, wenn es nicht zweistöckig wäre, denn Baracken sind nicht zweistöckig, denkt K. Das Gebäude ist recht lang und es strömt wieder dieses Atmosphärische aus, das die Sicherheit vermittelt, das Gebäude zu kennen, ohne es identifizieren zu können als ein in der Realität erlebtes.

An einem Ende des sehr langen Gebäudes ist eine Art Schauspieltruppe bei einer Rauchpause oder dergleichen zugange oder zustande, oder so ähnlich; Schauspieler müssen rauchen können, da sie jederzeit einen Raucher spielen müssen können, oder so ähnlich. Eine Frau lacht hämisch gekünstelt, um K. zu vermitteln, dass sein vermeintlicher Humor keiner wäre; K. wieder in einer seiner Lieblingsrollen des blödelnden Mankurts, in Klammern Aitmatow.

K. hat, wie immer, etwas zu erledigen, was er, wie immer, nicht packt. Im Giebel des Langhauses sitzt in einer Pförtnerhalle eine Art Pförtner, der K. geduldig etwas zu erklären sucht. Wie unzählige Male in diesen Träumen bzw. „Träumen“ scheint sein Gegenüber gar nicht zu hören, was K. mitzuteilen versucht und K. versteht nur sozusagen Textfetzen des ehrlich bemühten Mannes. K. muss immer wieder an einen Passus denken, den er aufgeschnappt hat bei der chaotischen Akkumulation seines Viertelwissens; man sprach früher, zu Zeiten Bleulers, von diesem Effekt, dass man im Gespräch mit einem von einer Störung des schizoformen Spektrums Betroffenem nicht wirklich ein Gegenüber erleben würde.

Der Pförtner will K. darauf hinweisen, dass die Räume, von denen er meint, dass K. sie suchen würde, sich im ersten Stock befänden; K. sucht die jedoch gar nicht.

Kurzum, nicht bestanden; wie üblich und wie immer, heule heule heule… – Weiter voran auf gar keinem Kurs mehr! Vorwärts zu fehlenden Horizonten! Ab ins Heim mit Opa, der packts nicht mehr!

PS: Ein weiterer Effekt, den K. seit vielen Monden zu ergründen und zu erklären versucht, eskaliert gerade; dieses durch diverse Geräusche wie Pfeifen, Klatschen, Knallen usw. aufgeschreckt Werden beim Wegdämmern in innere Bilder. Dies am Rande und der Vollständigkeit halber, bla.

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12 Antworten zu (… das lebende Fossil is‘ wieder pampig…)

  1. Jessie sagt:

    Also … der kleine Batman … da konnte ich jetzt nicht widerstehen. Sonst hätte ich mich vornehm schweigend zurückgezogen, frau will ja nicht stören, weder beim Träumen noch beim Tanzen, schon gar nicht bei der Kombi aus beidem bzw. allem, was den Herrn K. beschäftigt, rumtreibt oder gar belästigt.

    Es ist nicht einfach. Zugegeben und aus eigener Erfahrung belegt. Vielmehr isses wesentlich komplizierter und eigentlich zu komplex, um ein „Bestanden“ zu kriegen und dann womöglich auch noch selbst zu akzeptieren. Im Grunde genommen machen die meisten schon beim Denkansatz schlapp. Du hingegen … alle Achtung, mal wieder. Du scheust die Arbeit mit dir keineswegs, bürdest dir regelmäßig weitere auf. Gut, dass du mitschreibst. Ehrlich. Und die auflockernden Bilder weiß ich als treue Leserin durchaus zu schätzen.

    In diesem Sinne – wie üblich. Nur das Beste.

    Die FF

    • Herr Koske sagt:

      … is‘ mir schleiermäßig, warum ich den Kommentar jetzt freischalten musste – wahrscheinlich wieder ’ne „Prüfung“…

      (… ja… na ja… – ich muss feststellen, dass ich mit positiven Rückmeldungen schon viel besser umgehen kann; genau, *hüstel*…)

      Möge das Große Energiefeld mit Dir sein!

      • Herr Koske sagt:

        (… Du warst nicht eingeloggt bei WordPress…)

        • Jessie sagt:

          Ob ich eingeloggt war, weiß ich nimmer. Vermutlich aber schon. Allerdings hab ich beim ersten Kommi keine Mailaddi angegeben, dachte, der Link zu meiner Website genügt.
          Was auch immer es war, ich hätte es von wordpress höflich gefunden, mich auf irgendein Manko hinzuweisen, statt den Kommentar kommentarlos absenden und unsichtbar werden zu lassen.
          Wenn du ihn freischalten musstest, weil ich nicht eingeloggt war, falls denn, dann hätte ich (war zumindest bislang in diesem Format so) einen Hinweis bekommen, dass er erst angezeigt wird, wenn du ihn freischaltest. Der kam aber auch nicht.
          Wurscht. Toll finde ich, dass er jetzt trotzdem da steht, ich quasi zweimal deiner Kunst huldigen durfte, was dich hoffentlich nicht unter Druck setzt(e).
          Wonnigen Sonntag, gewünscht von der FF (als Test, ob womöglich FF falsche Assoziationen beim System auslöste, während ich doch nur die Flussfrau abkürzen wollte und will). 🙂

          • Herr Koske sagt:

            Frau Flussfrau – Du scheinst heute erfreulich gewillt sowohl als auch in der Lage, mit dem lebenden Fossil K. zu kommunizieren, was dieses sogar erträgt, ha…

            Nach diesem quasi üblichen Geblödel hier noch der Hinweis, dass K. glaubt, dass nicht nur er von blog.de verwöhnt ist, was gerade derartige technische Finessen angeht, sondern auch, dass er nicht der Einzige ist, der dort recht sehr gerne zugange bzw. zuschrifte war…

            (… tandaradei…)

  2. Jessie sagt:

    Untröstlich bin. Mein voriger Kommentar wurde offenbar verschluckt, dabei war er freundlich, von gebührlicher Länge und sogar ein wenig aufmunternd.

    Jetzt die Kurzfassung:
    Entzückender Batman, inspirierender Text und aufrichtige Bewunderung meinerseits für die Vehemenz der Auseinandersetzung mit deiner eigenen Persönlichkeit, ob geträumt, getanzt oder wortgewandt analysiert.

    Weiter so.

    Mit wie üblich besten Wünschen,
    die FF.

    • Herr Koske sagt:

      Danke für die Ermunterung! Allein, K. muss darauf hinweisen, dass er schon wieder angibt, denn er kennt von Batman nur den Namen; würde man „Bildungslücken“ wörtlich nehmen, müsste K. sein, *hüstel*, Alter im Gipsbett verbringen…

      Sonniges Wochenende ohne coviderliche Symptome wünscht der oben bereits genannte und hier endesunterzeichnende

      Herr K.

      • Anonymous sagt:

        Du kennst Batman nicht, das kann ich nicht glauben. Womöglich warst in deinem früheren Leben du sogar dessen Onkel. Oder so. Er wird ohnehin überbewertet, als Batman. Als Fledermaus hat er schon die eine oder andere realitätsfreundliche Wirkung, wenn er sich nicht gerade in meiner Mähne verheddert. Helden sind dann für mich jene, die mir das Dingens rausfuddeln aus den Haaren. Oder Spinnen artgerecht entsorgen, ohne sie zu meucheln oder mich ins Unterfangen einzubinden. Und auf jeden Fall sind es solche, die für ihre echten Heldentaten keine olle Verkleidung benötigen. Aber ich bin ja auch schon aus dem Märchenalter raus …

        • Herr Koske sagt:

          Man kann nur aus dem Märchenalter raus, wenn man überhaupt Märchen hatte… – Boah, ist das wieder ein weiser Spruch, K. muss innehalten (nicht zu früh freuen, nicht lange!)

          Ist aber was dran; diese gewissermaßen Lücken „bleiben irgendwie“ (das klingt hoffentlich nicht schon wieder nach Jammern); vielleicht auch deshalb meine chronische Sehnsucht nach dem Spinnen, Dichten, Phantasieren beim Schreiben, bla…

          Ich kenne Mr. Überflatter wirklich nur vom Hörensagen, muss mir aber erlauben, ohne Ostalgie anzumerken, dass die Ost-Comics, die „Mosaik“-Hefte, heute zu Recht Kult sind (übrigens auch in den USA, was ja „was sagt“).

          Comics sind die Bildungslücke bei mir, ohne Faxen gesagt, die sind ja ein sozusagen Kulturraum sondergleichen. Im nächsten Leben, *hüstel*, studiere ich vielleicht hier, tandaradei!

  3. Jessie sagt:

    Neuer Versuch, diesmal als Kopie (ich hatte kein Feld ausgefüllt, weil nirgends ein Sternchen war):

    „Du kennst Batman nicht, das kann ich nicht glauben. Womöglich warst in deinem früheren Leben du sogar dessen Onkel. Oder so. Er wird ohnehin überbewertet, als Batman. Als Fledermaus hat er schon die eine oder andere realitätsfreundliche Wirkung, wenn er sich nicht gerade in meiner Mähne verheddert. Helden sind dann für mich jene, die mir das Dingens rausfuddeln aus den Haaren. Oder Spinnen artgerecht entsorgen, ohne sie zu meucheln oder mich ins Unterfangen einzubinden. Und auf jeden Fall sind es solche, die für ihre echten Heldentaten keine olle Verkleidung benötigen. Aber ich bin ja auch schon aus dem Märchenalter raus …“

    • Blog-Herr Koske sagt:

      … nee, Kommentar is‘ jetzt angekommen, weil Du schon einmal kommentiert hast (das ist die beste Einstellung in der, yeah, Engine, boah, die ich gefunden habe)…

      • Herr Koske sagt:

        (… da steckt ein Geheimdienst dahinter… „Blog-Herr Koske“ – wat’n ditte…)

        (… dies war ein unbeholfener Versuch des K., einen Humor zu machen; wir bitten um diskrete Anteilnahme…)

        (… da K., wie erst höchstens 20 Mal angemerkt, sich bemüht, ein wenigstens ethisch hochwertiger Schreiber zu sein, hier der Hinweis, dass „einen Humor machen“ eine Formulierung des im mehrfachen Sinne ausgezeichneten Autoren Feuerbach ist; wir bitten um geflissentliche Zurkenntnisnahme…)

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