KI-Dialog 13 (… unrockbar, wie gesagt*…)

K: HERKOS IMAUFLU (Herr Koske, immer auf der Flucht)
II: IMI META (Imaginäre Instanz auf einer Metaebene)

I: Wie ich höre, formt sich etwas in Ihnen?

K: „Hört! Hört!“

I: Sie müssen jetzt nicht erwähnen, dass auch der Humor nicht zu kurz kommt; das haben Sie bereits ein Dutzend Male getan…

K: Wie bereits ein Dutzend Mal getan, erwähne ich, dass ich es urst cool finde, wahrgenommen zu werden. – Eben kam übrigens per Mental-Funk: ‚Jetzt willa wieda Drehbuchautor werden!“ – Und ewig murmeln Bataillone von Murmeltieren, bla.

I: Sie haben es immer noch nicht aufgegeben, daran zu glauben, dass jemand Ihre Niederschriften liest und Ihnen aus dem Budenzauber heraus hilft? – Oder wie sagen Sie immer? „Niedertippen“ oder so ähnlich?

K: Die Hoffnung stirbt zuletzt… – Ja, das habe ich ein Dutzend Mal erwähnt, ich weiß. Aber ich frage mich gerade wieder, ob ich vielleicht auch nicht wirklich sichtbar geworden bin mit dem, was ich über den Budenzauber mitzuteilen versucht habe.

I: Sie befürchten neuerlich, für ein hysterisches Lügenmaul gehalten zu werden? Pseudologia phantastica usw.?

K: Wie Sie wieder die therapeutische Variable „Verbalisierung emotionalen Inhalts“ realisieren! Mega, Alter! Aber man sagt nicht mehr „hysterisch“, man sagt „histrionisch“; es geht Einem auch gleich viel besser. Wahrscheinlich ist diese Umbenennung vorgenommen worden, um den pejorativen Charakter des Wortes „hysterisch“ zu umgehen. Kaum jemand scheint zu wissen, dass mit dem Wort eine Charakterstruktur charakterisiert werden soll. – Was bin ich heute wieder ein Tautologiker! – Ob das nun geklappt hat? Ich weiß ja nicht…

I: Wie Sie wieder nicht ganz kunstlos um das Thema herum mäandern! – Sie wollten etwas über Ihr Leiden an der Welt als Unverstandener sagen, betreffs Ihrer Mitteilungen betreffs Budenzauber…

K: Wenn hier wer denkt, ich hätte den Anschluss an meine Wort-Girlanden verloren, so irrt sich der. – Vor schon wieder einigen Monden hatte ich ein Gespräch mit der ehemaligen Vorsitzenden des Trägervereins der WGs, in denen ich leibhaftig erschienen bin, und dabei habe ich mein heftiges magisches Denken festgestellt. Ich habe mir nur eingebildet, dass alle wüssten, was bei mir wohnungsmäßig abgegangen ist. Ich hatte jedoch nur irgendwas brabbelnd angedeutet, was keiner ernst genommen hat oder gar keiner mitbekommen.

I: Und Sie befürchten, dass es mit dem Budenzauber ähnlich sein könnte?

K: Sie haben den Test bestanden! – Eben kam wieder eine dieser Rückmeldungen! Ich greife zwischendurch nach einem der Bücher, die neben mir liegen, schlage es wahllos auf, und mein Blick fällt auf das Wort „Durchschnitt“. Das hat sich auf den „Drehbuchautor“ bezogen, jedenfalls auf meinen Textouris-Tic. Derartige Winke mit dem Zaunpfahl, oder besser gesagt, mit der Maschendrahtrolle, habe ich jedoch unzählige Male erlebt. – Wem soll ich das nun zu verklickern versuchen?

I: Es kränkt Sie und macht Sie wütend, dass Sie vergeblich versucht haben, Psychologen und Ärzten Ihre Wahrnehmung zu verdeutlichen?

K: Meine Güte, Sie sind ja heute in Hochform! Vielleicht sollten Sie doch erwägen, Kinder- und Jugendlichen-Therapeut zu werden; Sie können ja an mir üben! Jahar – kleiner Scherz zur Auflockerung wieder…

I: Was haben Sie denn erwartet von den Mitgliedern des Freudeskreises Anna Lyse, wie Sie immer sagen?

K: Immer aufs Schlimme! Selbst, wenn Sie mir folgen könnten und wollten und mir helfen wollen würden – wie soll das gehen? Zudem müssten besagte Freudeskreisfreunde ja ihren Job in Frage stellen, wenn sie zugeben würden, dass da welche in vivo therapieren, nicht in vitro, in geschützten Milieus wie Kliniken, Fachstationen, WGs, Instituten usw. – ‚Er sieht nicht ein, dass er völlig unbegabt ist…‘

I: Kam eben per Mentalfunk?

K: Korrekt! Aus für mich nicht ersichtlichen Gründen ist heute wieder volles Programm, aber leider bin ich nicht Programmdirektor. Was aber wäre, so frage ich mich in letzter Zeit des Öfteren, wenn diese extrasensuellen Exerzitien eigentlich das Schöpferische in mir aktivieren sollen? – Das wäre der Gipfel der Donquichotterien des ewigen Jugendfreundes von der traurigen Gestalt…

I: Und, war noch was?

K: Habe ich alles vergessen…

I: … und das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern Sie waren schon immer so…

K: In der Tat, wie Teal’c immer sagt! – Ich hänge dermaßen in Routinen fest, dass ich vielleicht doch noch Programmieren lernen sollte. – Witz, komm raus; Du bist umzingelt…

I: Das kann man so stehen lassen vor dem Herunterfahren!

K: Korrekt! Ich bedanke mich bei den völlig zu Recht zahlreich Abwesenden für Ihre mangelnde Aufmerksamkeit, wünsche weiterhin konstruktive Verwirrung und werde nun hier abbrec

* Diese An-, Aus- und Durchsage bezieht sich nicht darauf, dass K. nicht auf die Wiesn gehen zu können überzeugt zu sein scheint, weil sein Dirndl in der Werkstatt ist; es klappert beim Maßkrug Heben hinten links unten, was aber nicht politisch gemeint ist.

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