(… K. fehlt der Coach für’s Handtuch werfen…)

Quelle.

K. möchte sein Leben intensivieren, und das schon fast sein ganzes Leben lang, har har. Zum Beispiel an einem Tag einmal so lange schreiben, bis er wirklich nicht mehr kann oder die Tastatur zurück schlägt; das muss gehen, 10 000 Wörter an einem Tag, und bei 3000 war K. immerhin schon einmal.

Das ist natürlich l’art pour l’art, aber was sonst treibt K. denn hier in seinem Blog-Häuschen? Allerdings käme es dann, die Hoffnung stirbt zuletzt, wie das Volksmäulchen zu tuscheln pflegt, vielleicht doch zum Umschlagen von angesammelter Quantität in eine höhere Qualität, in Klammern Hegel, und K. käme vom Berichten zum Dichten, ha!

Nun ja… – Aber heute nicht, heute geht er wieder pennen; er muss im Schlaf drauf kommen, wohin er am Samstag flüchten kann, wenn das hier los geht

(… nicht konkret[istisch] nehmen, liebe völlig zu Recht zahlreiche Nichtleser, es ist K. als sozusagen Kunstfigur gemeint, nicht der K. im first life… Letzterer leert jeden Abend ’ne Kiste Whiskey und grölt dann schlüpfrige Wanderlieder…)

Aber irgendwann wird es K. noch einmal mit Schlafentzug probieren, denn der wirkt antidepressiv, und bekanntlich liebt K. die hochwertigen Smarties der Pharma-Industrie derart romantisch, dass er sie nicht anrührt; man muss 72 Stunden wach bleiben, damit dieser Wiederaufnahmedings im Gehirn unterbunden wird.

Etwa 60 Stunden hat es K. schon einmal geschafft, vor, ha, etwa 35 Jahren, und dann ist er im Sitzen eingeschlafen, mit Kopfhörern auf den, Überraschung, Ohren, und er hatte sich mit einem Grönemeyer-Album in voller Lautstärke beschallt, was entschieden gegen K. spricht, nicht gegen Grönemeyer.

Und immer wieder ist K. überrascht davon, dass er freiwillig etwas, igitt, Positives über sich sagen könnte, aber er behält das natürlich für sich, indem er wahrheitsgemäß angeben würde, und damit angeben würde, dass er nach diesem Leben eigentlich recht sehr verbittert sein könnte, es aber nicht ist. Okay, ab und zu grillt er halt Witwen, die Schenkel schön kross, aber deren Rückstände hat er immer ökologisch einwandfrei entsorgt, wir berichteten mehrfach geschmäcklerisch.

* Natürlich heißt Leben sich Trennen, von der Nabelschnur bis zum lauernden Kauern dieses knochigen Gesellen mit dem historischen Handerntegerät für Getreide und Gras am letzten Lotterbett, und eben geht wieder etwas zu Ende; K. weiß nur nicht, was, denn er findet nur schwer Zugang zu seinen tiefen Gefühlen, furchtbar! Fest steht, dass K. endlich etwas tun sollte, um aus diesem sedierenden Wartesaal-Modus in allen Lebensbereichen heraus zu kommen, aber erst einmal – geht er pennen. Und übrigens voll die Freudvolle Fehlleistung wieder, „Schlagentzug“ statt „Schlafentzug“; auch der Humor kommt nicht zu kurz, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt.

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