(… „Schwester, ich hab‘ Monarchie!“…)

Die Ursprungsdatei des Bildes ist gemeinfrei.

K.’s Narrzissmus, und der vermeintliche Tippfehler ist Absicht, zwingt ihn an dieser Stelle dazu, denn es handelt sich beim dinosäuerlich-dialogischen Hintergrund des Kommicks im letzten prekären Posting des K. um ein Foto des Penthouses der Hohenzollern, ein Textchen in sein Blog-Haus zu importieren, das er in einem anderem Blog als Kommentar hinterlassen hat.

Erstens nämlich ist K. damit zwar auf groteske Weise, aber immerhin im Mainstream, *plätscher*, denn wer etwas auf sich hält, schreibt gerade ein Buch oder wenigstens ein längeres Essay über den massiven Narzissmus in dieser unserer dynamischen Postmoderne*, und zweitens hat K. den Gedanken, dass seine Gedanken doch nicht so übel sein könnten, wie er häufig denkt. – Das wird man ja wohl noch denken dürfen

Die Abberufung der Queen in den ewigen Thronsaal hat, ohne Irokasmus schriftlich gesprochen, selbst die tiefunwohlgeborene Universalmarginalperson K. nicht unberührt gelassen, und niemand ist darüber mehr überrascht als allertiefstdieselbe.

K. ist allerdings in der Lage und bereit, dieses Empfinden auch auf regressiv-infantil-magisches Denken zurückzuführen, das womöglich nicht nur K. zu dem unbewussten Glauben verleitet hat, die Queen wäre schließlich schon immer da und würde immer bleiben, denn irgendetwas oder irgendwer müsse doch für immer bleiben in dieser unserer Epoche der Auf-, Aus-, Ab- und Zusammenbrüche, *courths gemahlert schluchz*…

Es ist jedoch, so glaubt K. denken zu dürfen, mit dieser hohen Personin nicht nur die Superfrau der letzten etwa hundert Jahre gegangen, sondern auch eine weitere, ha, wie trefflich, weil treffend majestätlich schriftlich gesprochen, Kronzeugin einer Welt von vorher, vor dem Fallen des Vorhangs nach Thomas Mann**, vor den entsetzlichen Rissen und Brüchen im Weltlauf und im Lebenslauf von Ottilie Normalverbraucherin.

Nun befürchtet K., dass es bald keine Personifizierungen der Epochenverschleppung nach von Rezzori mehr geben wird, die Einem noch einen Hauch dieses Atmosphärischen vermitteln könnten, der ahnen lassen durfte, dass es auch noch etwas Anderes gegeben hat als diese fucking dynamische Postmoderne, voll schwul, Digga, kriegst ’ne Rastung…

Elisabeth hat sich als bereits Superprinzessin zur Lastwagenfahrerin und Mechanikerin ausbilden lassen; aber nicht nur deshalb, denn das war „nur“ ein besonders prägnantes Beispiel für die menschliche Höhe der hohen Frau, gibt es, wie K. glaubt, gar nicht genug Hüte, um so oft den Hut zu ziehen, wie es sehr wahrscheinlich nicht nur ihm angebracht scheint.

(… oder so ähnlich…)

(… Prinz Philip zu seiner Frau, der Queen, nach ihrer Krönung: „Wo hast du den Hut her?“ [Quelle]…)

(… das ist schon wieder sehr durchsichtig, nicht wahr… Ihro Gnaden Graph O. Dino von Ossi-Kossien geruhten, sich zur Plebs herab zu lassen, um Teller zuzustellen, Zeitungen zu waschen, Schlüssel zu verlöten und Doppeladern auszugeben usw…. sooo leicht zu durchschauen… Müssen Sie sich immer selbst runter machen, Herr K.?“… ja, muss er, das fördert bei ihm Durchblutung, Haarwuchs und Gallensaftfluss usw….)

(… K. ist sich dennoch sicher, dass er nicht der einzige Heimwerkgrübler ist, der den Gedanken hat, dass es manchem Gemeinwesen gut tun würde, eine derartige Integrationsfigur auf Metas Ebene zu besitzen… bla…)

***

Nein, K. ist kein Uniform- oder Schwesterntrachtfetischist, obwohl er erleben durfte, dass zwar ganz kurze, aber dennoch irgendwie was ganz Tiefes aufwühlende Kontakte zu, als Beispiel, *hüstel*, rothaarigen Krankenschwestern möglich sind.

Ja, K. hat exploriert, reflektiert und verbalisiert, Alter, tut das weh auf der Zunge, dass derartiges Verschwinden von Mutter- und Übermutterfiguren ihm immer wieder und sogar noch mit 60+ ein bisschen Abschied von seiner Mutter ermöglicht, der in der Realität nicht stattgefunden hat, in der sie tatsächlich einfach verschwunden ist bzw. wurde und niemandem aufgefallen schien, wie makaber es war, dass ein Neunjähriger überhaupt keine emotionale Reaktion auf diesen abrupten Kontaktabbruch gezeigt hat.

(… ja ja, K. und die Kontaktabbrüche… ja ja… wenn er sie selbst praktiziert, können das Andere nicht mehr tun… der Mann ist sooo leicht zu durchschauen, sogar von sich selbst…)

Allein, es handelte sich um Überbleibsel der alten Gesellschaft, die unsere Menschen im Zuge unserer gesetzmäßigen Entwicklung überwinden werden würden, und wenn sie nicht gestorben sind, überwinden sie immer noch.

So weit wieder ein kleiner Klugschiss to go und in diesem Sinne – weiter voran auf bewährtem Kurs

***

Der is‘ nur bei sich selbst, der is‘ nur bei sich selbst…

Wie erst etwa ein halbes Dutzend Male angedeutet, könnte das daran liegen, dass in K.’s Lebens-Slalom- und Hindernislauf in entscheidenden Augenblicken, und das sind erfahrungsgemäß nicht die gewissermaßen offiziellen Höhepunkte, tatsächlich keiner weiter da war… „Heule, heule, heule/Opa hat ’ne Beule!“

„Der Klient muss es lernen, in der Gruppe den Schmerz zuzulassen, um auf diese Weise neu integriert zu werden ins Hier und Jetzt.“ Das könnte Dr. Anna Lyse an dieser Stelle rückmelden; K. macht das gleich wieder selbst, das spart Energie, und plant er denn in der Tat, den Begriff „Mentalökologie“ rechtlich schützen zu lassen.

Der Klient wird Euch was husten, und hier zeigt sich in Zeiten von Corona K.’s latentes Rebellionspotential; er war schon immer im Widerstand, ha, schon wieder, *hüstel*

(… die Hinzuziehung der Gemeindeschwester scheint auch an dieser Stelle nicht zwingend notwendig; der Klient ist gut steuerbar und zuweilen helfen milde Kräuteraufgüsse, oral oder anal verabfolgt…)

** Hier ist der K. offensichtlich wieder einmal neidisch und eifersüchtig und hat wieder einmal gar keinen Zugang zu seinen Gefühlen, furchtbar, der Mensch…
** Gewiss hat Elizabeth, II., Grass gesagt, das Licht dieser Welt in Gestalt einiger prachtvoller, ha, Kronleuchter nach dem Fallen des Vorhangs erblickt, aber erstens war das Mikromilieu, in das sie hinein geboren wurde, davon kaum beeinträchtigt, im Gegenteil wohl nirgends umfassender, siehe eben oben, Epochenverschleppung stattgefunden hat, und zweitens war der Großbrite schon immer ein Großkonservator des auch oder gerade im konstruktiven Sinne Konservativen. – Wenn jemand verstehen möchte, was K. eventuell gemeint haben könnte…

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