(… K. hat ausgiebig geduscht, um die Regierung fertig zu machen…)

Wie gesagt – Auftauchen bringt nix, *heul*… Quelle.*

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Korrekt, „kleiner Scherz zur Auflockerung!“, wie Ltn. Col. Sanftleben gesagt hätte, wie K. erst höchstens zwanzig Mal erwähnt hat.

Allein, K. muss aus Gründen, über die er gar nicht nachdenken will, dauernd an eine Episode denken, bzw. an einige Episoden, die er erlebt hat bei seinen ebenso zahlreichen wie eigentlich erfolglosen Versuchen, sich als nützliches Mitglied der Gesellschaft in den Prozess der Steigerung des Bruttosozialprodukts einzugliedern.

(… darf man eigentlich noch „eingliedern“ sagen, oder ist das machistisch-sexistisch… egal, Gott ist tot; es lebe die Göttin…)

An einigen Wochenenden hat K. mit einem ehemaligen Mitbewohner einer WG im ältesten Plattenbauviertel Deutschlands, nein, das ist nicht Marzahn oder so, hähä, stundenweise eine Tätigkeit ausgeführt, die banaler nicht sein könnte, weswegen K.’s dortige Erlebnisse wieder einmal über seine höchst wichtige Person hinaus von Bedeutung, wenn nicht gar typisch sein könnten.

Einer der für dieses Quartier zuständigen Hausmeister hatte besagten ehemaligen Mitbewohner und K. allein aus dem Grund minijobben lassen, weil in diesem Quartier in allen Müllhäuschen große und gut lesbare Schilder angebracht waren, mit denen darum gebeten wurde, hier keinen Sperrmüll zu lagern, trotzdem an jedem Wochenende unter jedem Schild, wenn es denn überhaupt noch sichtbar war, Berge von Sperrmüll lagerten…

Man ahnt, was jetzt kommt; jetzt geht das wieder los! Genau – Psycho-Club usw.!

Wie soll man diesen Ablegern unter den Leuten nun klar machen, und ist K. wieder einmal froh, kein Leut zu sein, dass sie hier wieder einmal im Unbewussten voll den Autoritätsknall ausagieren?

Rein rhetorische Frage, wie, *hüstel*, nun schon zur Tradition geworden.

(… dem einen oder anderen seiner völlig zu Recht zahlreichen Nichtleser dürfte klar werden, dass K. nicht Schwierigkeiten mit seiner Integration als dynamischer postmoderner Werktätiger hat, weil er faul oder arbeitsscheu wäre… zudem muss K. an dieser Stelle nochmals erklären, dass ihm ein Soziologiestudium nicht möglich ist, weil er über keine Fahrerlaubnis verfügt und daher keinen Taxischein erwerben kann… har… har… har…)

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K. möchte hier weg, aber er möchte hier bleiben…

Befugte Kräftinnen und Kräfte haben gewagt, K. zu fragen, ob er einen Bereich seines Lebens hätte, in dem er nicht von Ambivalenz gebeutelt wäre, und K. hat geantwortet, da wäre er ambivalent.

(… har… har… har…)

K. hat eine Wohnung besichtigt, er wurde wieder benannt, wie der Vorgang offiziell, aua, benannt ist, bei dem jemand in M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren, nach entsprechender Antragstellung eine Wohnung vorgeschlagen, noch nicht zugewiesen wird; es sind jeweils immer fünf Bewerber, die zur Besichtigung eingeladen werden.

K. gefällt die Wohnung, was er jedoch für sich behält, Dachgeschoss, ziemlich separat usw., aber er glaubt, dass alle Zeichen der semiotischen Guerilla darauf hindeuten, dass er sie nicht bekommt.

Wie bereits erwähnt, hat Umberto Eco, der sozusagen Erfinder des Begriffs „semiotische Guerilla“, diesen Begriff in anderem Sinne gemeint als dem, in dem K. ihn hier verwendet, aber, wie gleichfalls bereits erwähnt, leben wir im Zeitalter der Coverversionen, und K. genießt es, derartige fluffige Neonyme zu leasen, zumal ihm bekannt ist, dass immerhin Brecht stolz darauf war, im Geistigen zu klauen wie ein Rabe.

(… „semitische Guerilla“ha… Freud Euch des Lebens eher nicht… da haben wir es doch wieder, Herr K., nicht wahr… ertappt, Digga, hähä… im Auge behalten, den Mann…)

(… eben kam per Mentalfunk wieder etwas mit ‚Tagebuch schreibt‘… K. ist echt gespannt, wie dieser ganze Quatsch mit dem Budenzauber ausgehen wird…)

Übrigens hat sich K. vor einiger Zeit auch wieder einmal für eine Wohnung in seiner Heimatstadt beworben; die fanatische Bosheit des Spießers nach Dr. Marx, man kennt das und schätzt es nicht.

Dort scheint sich jedoch der Trend durchgesetzt zu haben, gar nicht mehr zu antworten; armer Irrer usw. Egal, K. wird seinen, igitt, Lebensabend dort verbringen; es dauert halt noch ’n paar Jahre, bla.

Noch was? – Fuck!

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Nein, K. macht kein Kabarett; wie oft soll er denn das nun noch wiederholen, liebste Budenzauberer? Kuckuck?!

K. hat mehrfach darauf hingewiesen, dass an allen Spielstätten das Fach der komischen Alten besetzt ist.

(… har… har… har… Witz, komm raus, Du bist umzingelt…)

Das war heute übrigens wieder voll krass; an allen Ecken und Enden kam ‚Huhu!‘ und ‚Kuckuck!‘ per Mentalfunk. Ja ja, K. spielt den Schizo. Schön wärs, wenn er spielen könnte

***

„Höhöhö! Tuta wieda so, als obba abeiten war, höhöhö!“ K. ist sich fast sicher, dass das nicht gesponnen war, d. h., dass er keine Hallus oder Pseudo-Hallus hatte; meist, nicht immer, kann K. das, *hüstel*, verifizieren, was, wie schon erwähnt, einer der Unterscheidungsmerkmale von Schizotypen und Schizophrenen darstellt, bla.

Die sind so doof, das ist der Oberhammer! Die bilden sich tatsächlich ein (eben kam per Mental-Funk: ‚Er will wieder Pflegefall werden!‘), dass K. im Weichbild von M herum radelt, damit irgendwelche Leute denken, er würde arbeiten gehen.

Hammer, wie gesagt, um wieder einmal volkstümliche Ausdrucksweise vorzutäuschen! Wohlstandsverblödete Durchschnittsneurotiker, die nichts dafür können, aber es nervt trotzdem, halten ihre Filterblasen, die zudem nicht ihr Verdienst sind, vielmehr sie einfach Glück hatten mit den zahlreichen Faktoren, die günstig sein müssen, um in dieser unserer dynamischen Postmoderne reüssieren zu können, für die Welt an sich…

K. nennt das manchmal „Fool-On-The-Hill-Syndrom“ nach John Lennon; Etliche sind, die nicht merken, dass sie die Narren sind, nicht der Typ auf den Diehloer Bergen dem Hügel, yeah yeah yeah…

(… boah ejh, denen hat es K. wieder gegeben… stundenlang werden sie in ihre Geschirrtücher der, aua, gut betuchten Mittelschicht schluchzen fürwahr… garstige Hobbitse, gar Hobbitse…)

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Wenn aber das, dieser Budenzauber, die Wende ist und K. demnach tatsächlich die Wende verpennt hat, warum wollen oder können dann insbesondere zahlreiche sich einer hochwertigen einschlägigen Sozialisation unterzogen habende Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse nicht schnallen, dass K. nicht spinnt, simuliert, psychotisch ist, pseudologia phantastica unterliegt usw.?

Rein rhetorische Fragen, nun schon zur Tradition geworden, *hüstel*…

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Übrigens macht K., wie man, aua, hört, gerade wieder Adolf nach und ist, wie originell, wieder einmal schwul.

K. versucht nun zu explorieren, vermöge welcher abenteuerlicher Mentalfahrten die derartige Inhalte rückmeldenden Rückmelder zu diesen Wahrnehmungen gelangt sein könnten…

PS: Wir bitten um Verständnis, dass K. sich nun wieder in seine Depression zurück zieht.

* „Sie haben ein Recht darauf, Ihre Fühler heraus zu strecken!“ sagte Dipl.-Psych. M. in den heilend hallenden Hallen des heiligen Joseph in Big B Weißensee; jedoch zu einem Mitklienten K.’s, nicht zu K., auf den diese Rückmeldung viel mehr zutraf. Ja ja, das ist wieder dieser Wettbewerb, „Wem geht es am dreckigsten?“ usw., bla.

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