(… der Slip als Ausdruck des Unbewussten…)

© Die Ursprungsdatei des Bildes ist gemeinfrei.

Es war ja nicht alles schlecht, echt, und schon wieder reimt sich etwas, was eigentlich eine Ungereimtheit darstellt, was K. nur erwähnt, um neuerlich zu belegen, dass seine Wahrnehmung jedenfalls hin und wieder adäquat scheint.

In seinem Job als Halbwachmann um 1986 herum gab es zumindest einen Bürger, der K. ganz offensichtlich nicht für Einen von der Firma gehalten hat, wobei K., was jeden überraschen muss, erst sehr viel später klar wurde, dass er von vielen Kollegen für Einer von den Langohren gehalten wurde.

Dieser Mann hat K. ohnehin fasziniert, denn er strahlte Optimismus und Lebensfreude schon durch seine körperliche Erscheinung aus, weswegen K. sich fast gefreut hat, wenn der Mann an seinen, K.’s, Glaskasten heran getreten ist, um wieder eine launige Bemerkung zu machen etwa des Inhalts, er ginge jetzt zu Carl und Anna. K. wurde allerdings, was überraschen muss, erst sehr viel später klar, dass damit die nicht maßgeschneiderte Kleidung herstellende und vertreibende Firma C&A gemeint war, gnihi.

Heute musste K. wieder an diesen Herren denken, weil er bei C&A war; er hatte eine Geschenk-Karte mit noch ca. 18 Euro drauf und hatte sich gedacht, denn er pflegt gelegentlich zu denken und ist es denn ein Gräuel fürwahr, dass er sich, wie es seine Art ist, einige zart pinke Dessous kaufen könnte, *hüstel*.

Gesagt, getan; denn K. ist ein Mann der Tat, *schon wieder hüstel*, und siehe, es war alles wie immer. Und – ein typischer Charakter in Aktion in typischer Situation

K. hatte Schuldgefühle, weil er „gegen Gesetze verstoßen“ hatte; „Gesetze“ wie zum Beispiel: „Du sollst nicht aus der Spur kommen!“, „Du sollst nicht spontan handeln!“, „Du sollst keine Freude daran haben, Dir was zu gönnen!“

Diese Schuldgefühle hat K., natürlich, ausgestrahlt, und sie sind, natürlich, „umgedeutet“ worden, wie K. das schon des Öfteren erlebt hat, und zwar, was mindestens interessant erscheinen könnte über die höchst wichtige Person des K. hinaus, sowohl im Osten wie im Westen.

Nachdem K. eine Weile durch die Verkaufshalle geschlendert ist, falls man dieses mühsam abgebremste hochgespannte Federn des naturgemäß bis ins Körperliche zwanghaften K. als „Schlendern“ bezeichnen kann, kam eine Durchsage, die K. aufmerken ließ, weil sie, nun ja, recht histrionisch klang, etwas getrieben oder dergleichen. Jemand sollte irgendwo hin kommen; man gibt das dann immer mit Nummern durch, man kennt das als marktwirtschaftlich voll fitter Verbraucher, Alter.

K. war sicher, dass er nicht gesponnen hat, weil er wahrnehmen konnte, dass der Mitarbeiter, der dann erschienen ist, mühsam, aber vergeblich versucht hat, sein Grinsen zu unterdrücken, als er des verdächtigen K. gewahr wurde, worauf er, der Mitarbeiter, wieder ganz unauffällig davon, ha, geschlendert ist. Er hat sogar vor seinem Beidrehen freundlich gegrüßt, worauf K., immerhin, verblüfft zurück gegrüßt hat in einem Ton, von dem er glaubte, sicher sein zu können, dass er gleichfalls freundlich gewesen wäre.

Im Auge behalten, den K., plant den Umsturz! Will im Berliner Wrangel-Kiez für die CSU kandidieren! Sieht sich, im Unbewussten, als Eurokanzlerin! Usw.

(… der wieder mit seinem Psychogedöns, höhöhöhö… siehta sich wieda als Züchoteerahpeut, höhöhöhö… so was gehört doch in die Einrichtung, höhöhöhö…)

So weit wieder der Klugschiss to go zum Tage aus der Unterschicht! Häff fann usw.!

PS: Gerade, weil das beschriebene Beispiel für das Wirken des, igitt, Unbewussten, so banal, harmlos, marginal usw. ist, wird umso deutlicher, meint der, *hüstel*, schizotyp Borderlinierte mit zwanghaften, histrionischen und depressiven Anteilen K., wie sehr dieses, igitt, Unbewusste das alltägliche Leben von Ottilie Normalverbraucherin bestimmt… – Nun denn, meine Kindlein, gehet hin und frevelt fürderhin nicht länger! Oder so ähnlich. Nein, die Hinzuziehung einer Fachschwester, rothaarig angenehm, scheint vorerst nicht vonnöten!

Dieser Beitrag wurde unter Anna Lyse, Humoorbad veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.