(… weitere Annäherungsversuche des Asymptoten K….)

(… das Leben ist hart, aber war nich‘ alles schlecht, ja ja… das wird man ja wohl noch sagen dürfen…)

Wichtig ist, ja, auch das, was vorn rauskommt, aber noch mehr das, was in den Sekunden nach dem Aufwachen gesendet wird. Das hat K. schon unzählige Male erlebt, aber noch nicht wirklich berichtet, was sogar ihm selbst seltsam erscheint.

Heute kam: ‚Das Weblog ist eine Unverschämtheit‘ sowie: ‚Will‘ nich‘ arbeiten, weilla ’n Weblog hat!‘

Heute Nachmittag aber hat K. wieder einen Termin mit seinem Sozpäd, der in für K. bewundernswerter Weise K.’s Textkaskaden zu absorbieren vermag, wobei K.’s Schuldgefühle nicht geringer werden dadurch, dass er, K., sich sagt, dass er, der Sozpäd, schließlich voll die dicke Kohle bekommt für derartige psychische Höchstleistungen. Es dürfte allgemein bekannt sein, dass in sozialen Berufen Werktätige wie beispielsweise Krankenschwestern, Altenpfleger und Sozpäds angemessener und fairer Weise zu den Bestverdienenden der Mittelschicht gehören, *kraftvollst hüstel*.

Dann wird K. wieder über die derzeit laufenden Maßnahmen reden, am Mittwoch hat K. den nächsten Termin, ihn in den Prozess der Steigerung des Bruttosozialproduktes zu reintegrieren, und nicht als Zeitungswäscher oder Tellerzusteller, und alles wird gut sein, weil rational und durchdacht; bis zum nächsten Mentalfunkspruch, siehe eben oben, bla.

Zwei Welten, und es scheint nicht wirklich Verständigung zwischen ihnen möglich, nochmal bla…

Heute morgen waren K.’s Erlebnisse hundert Pro real, und nachdem dieses Empfinden trotz Budenzaubers wie Mentalfunk jetzt deutlich nachgelassen hat, wird es dann bei dem heutigen Termin des K. fast weg sein; d. h., K. wird es für „nur Einbildung“ usw. halten, bis zum nächsten Mal.

Es scheint nicht möglich zu vermitteln, und K. wiederholt das bewusst und absichtsvoll, heule heule, dass K. nicht spinnt, simuliert, psychotisch ist und dgl.

Ja, K. hat noch eine Telefonnummer eines Psychiaters, aber auch diesbezüglich ist K., milde formuliert, ambivalent, weil er manchmal mehrfach täglich schwankt zwischen „Auffassungen“ wie: „Ich versuche es nochmal mit ‚Psycho‘ und vor allem mit lecker Smarties!‘ und: ‚Was soll der Quatsch, ich bin 36 Jahre ohne die hochwertigen Produkte der pharmazeutischen Industrie ausgekommen und außerdem ist das alles künstlich ausgelöst und in Gang gehalten und keine psychotische Symptomatik oder dergleichen!‘

„Was tun?“, wie schon Dr. Uljanow gefragt hat, sich seinerseits auf Tschernyschewski beziehend, wie erst höchstens ein Dutzend Male erwähnt…

K. hat allerdings bereits gepostet, dass solche „Morgensendungen“ ihn an diese Geschichte von der Wiederaufnahme von Serotonin an Synapsen oder Präsynapsen erinnert, die letztlich zur Depression führen würden, weswegen die entsprechenden Medikamente auch Wiederaufnahmehemmer genannt werden.

Also doch depressive Halluzinagogik, nicht solche des schizoformen Spektrums? – Auf die von ihm kreierte Bezeichnung „schizoformes Spektrum“ ist K. ein bisschen stolz, aber das behält er für sich.

Es ist tatsächlich nach dem Aufwachen erst mal Ruhe, und erst wenige Augenblicke später werden die ersten Mentalfunksprüche gesendet, was auf eine Art „Schnappmechanismus“ wie dem eben angedeuteten hirnbiochemischen Ablauf hindeuten könnte.

K. muss allerdings zugeben, dass er die Idee mit dem Spektrum von Ammon geleast hat, denn wir leben schließlich im Zeitalter der Coverversionen oder in der „Secondhand-Zeit“ nach Alexijewitsch. K. sieht sich jedoch mitnichten als Nachfolger von Ammon, auch nicht im Unbewussten.

Nein, das ist kein zynisches Witzchen! K. fallen auf Anhieb mehrere Mitgliederinnen dieses Sektors des Freudeskreises Anna Lyse ein, die nicht nur derartige Rückmeldungen bzw. „Rückmeldungen“ tätigen würden, sondern wieder einmal überzeugt wären, K.’s Unbewusstes tief schürfend ausgelotet zu haben bzw. tief lotend aus geschürft, und dabei nicht bemerken würden, dass sie, nun ja, ein bisschen daneben sind.

„Sie sind nicht sichtbar geworden!“, hieße es nun an dieser Stelle. „Die Partei hat immer recht!“, und das ist keine Projektion von DaDaeR auf diesen Sektor des Freudeskreises Anna Lyse, sondern in gewissem Maße eine Wiederholung auf anderer Ebene.

(… aber dazu ein anderes Mal ausführlich… hähä… garstige Hobbitse, garstige Hobbitse…)

***

K. fragt sich eben wieder, ob das, was er hier tätigt, eigentlich noch freie Assoziation ist oder bereits Gedankenflucht.

Allerdings ist diese Frage nicht ganz ernst gemeint, vielmehr der alte weiße Mann wieder einmal „einen Humor machen“ wollte, wie Siggi, die KI im Smartphone, gesagt hätte, siehe Feuerbach & Thariot, muaha.

Was geht, Digga, mach locker? – Nun, heute wurde K. sehr Seltsames geträumt, nämlich mit deutlich positiver Anmutung, wie dieses diffizile Atmosphärische in der Werbung Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation genannt wird, deswegen sehr seltsam.

Könnte es sein, dass K. doch noch etwas wie einen Durchbruch erlebt? Das wird dann aber sicher noch mindestens einige Monate dauern, denn sein Lebenslauf ist eigentlich eine Asymptote, wir berichteten mehrfach.

Außerdem kann K. die Frage nicht verdrängen, ob der Budenzauber zumindest im Bereich der ewigen Traumprüfungen vielleicht eine Art Selbstheilungsprozess wäre, selbst organisierend ablaufend in K.’s oller ominöser Ossi-Omme (OLLOMOSSOM). – Das wäre der Oberhammer, wäre es nicht, um wieder einmal schier spielerisch eine spezielle Form des englischen Fragesatzes zu üben, nicht wahr?!

Es klappte mal was, wenn auch nur in Ansätzen, oh Wunder; K. wurde im Traum, har har, wie angekündigt, planmäßig ganz spontan.

Eine der Phantasien, die der immer wieder, allerdings nicht ohne Grund über Phantasielosigkeit klagende K. seit Langem mit sich herum trägt, ist die, dass er an einer Ampel, also der an einer Straße, sorry, auf Grün wartet, während neben ihm eine Art Doppelgänger von Teal’c sich positioniert. K. zeigt dann, und ist er nicht wieder in zugegeben kläglicher Nachfolge von Heinz Erhardt ein kleiner Schelm, auf die Glatze des Hünen und stößt wie Gollum kichernd hervor: „Skinhead!“

(… ja, das ist zumindest latent rassistisch… verständigen Sie gegebenenfalls kraftvolle Fachkräfte… *schüttel*, *würg*, *rülps*…)

Darauf fällt der angesprochene farbige Mitbürger mit Migrationshintergrund in einen Lachflash und nimmt K. scherzhaft in den Schwitzkasten, und sie scheiden in einer Atmosphäre der gegenseitigen Wertschätzung, oder wie dergleichen in den Organen der DaDaeR in etwa formuliert worden wäre.

(… ja, K. ist ein charakterbescheißendes Nestschwein, wir berichteten…)

Was ist K. aufgeschlossen, kontaktfreudig- wie fähig und spontan! – K. ist sich durchaus bewusst, dass sein ihn seit Jahrzehnten plagender Schreibblock wesentlich damit zu tun hat, dass er seine, siehe bzw. lies Beispiel, durchaus vorhandenen Phantasien nicht ernst nimmt, leugnet, ins Lächerliche zieht, runter macht, bis zur Unkenntlichkeit entstellt usw.

K. will jetzt gar nicht, man glaubt das kaum, darauf eingehen, wie diese subtile Art von Automasochismus lebensgeschichtlich entstanden ist, denn er möchte das hier gepostete Posting heute noch abschließen.

Heute im Traum hat so was fast gefunzt, ha! Ein farbiger Mitbürger mit Migrationshintergrund steht wartend vor einem großen Gebäude, es könnte dieses gewesen sein, was K. schon im Traum aufmerken ließ, und K. spricht zu seiner eigenen Überraschung den Wartenden ganz easy an, Alter, indem er eine Zeile aus einem „Silly“-Song zitiert wie eine vereinbarte Parole (???) K. hatte allerdings bereits nach dem Erwachen vergessen bzw., igitt, verdrängt, um welche Zeile es sich handelte.

Zuerst hat es den Anschein, als wäre der Angesprochene ein bisschen unwirsch, d. h., K. befürchtet, Eine vor den Latz zu bekommen. Dann aber grinst der Mann und sagt, ebenfalls im Ton eines vereinbarten Kennworts: „S.O.S.“, was der Titel des „Silly“-Songs ist, aus dem K. zitiert hat.

Diese Traumsequenz ist insofern sozusagen klassisch-analytisch regelrecht, als sie in gewissem Maße Wunscherfüllung darstellt, was auf die zahlreichen Traumprüfungen des K. selten zutrifft.

Es geschieht alles wie von selbst, ohne die üblichen Pubertätspickel auf K.’s Hirnhaut, fast ohne Krampf und Zwang…

Allerdings nur für ein paar Augenblicke; wie könnte es anders sein. Der Mann und K. gehen durch eine Magistrale einer nächtlich erleuchteten Großstadt, und es könnte sich um die Karl-Liebknecht-Straße am Alex handeln; K.’s Unbewusstes will zurück nach Big B, heule heule. Auch das geschieht recht locker, aber K. weiß dann im wörtlichen und im übertragenen Sinn nicht weiter, und aus der Traum, heule heule.

(… eben kam, wie zur „Ergänzung“, per Mentalfunk: ‚Das wars!‘… wenn dieser Budenzauber nun doch den völlig blockierten Antrieb zum Dichten, Spinnen, Erzählen im belletristischen Sinn usw. des K. reanimieren soll… das wäre „in der Tat“, um neuerlich, und passend zur Traumstory, Teal’c zu zitieren, ein Höhepunkt der Donquichotterie des Jugendfreundes von der traurigen Gestalt K…)

Diese Szenen haben nichts Erotisches, wie K. hinzufügen sich beeilt vor allem deshalb, weil ihm danach etwas Ähnliches gelingt, was spontanen Kontakt angeht, und zwar mit einem etwa 16jährigen Mädchen.

Das, Mensch, Opa, forsch-freche Frollein ist eines dieser lebenden Gesamtkunstwerke; ein Gothic-Girl mit kunstvoll zerfetzten Klamotten, schreiend bunt gefärbten Haaren und einigen Kilo Metallschmuck, der allerdings erotische Annäherungen ohnehin verunmöglichen würde, weil Mann schon beim Versuch eines, hach, zarten Küsschens auf eine Wange der, hach, Dunkelelfe, aufgespießt werden würde.

Es geht überhaupt nicht um Erotik oder gar Sex, sondern um Kontakt sowie das im doppelten Sinn traumhafte Empfinden des K., nach Absonderung seiner Wort-Kaskaden, unglaublich, verstanden worden zu sein. Dennoch hat K., als er auch mit dem Mädchen zumindest einige Dutzend Meter durch eine nächtliche Stadt läuft, die Befürchtung, man könnte ihn für leicht pädo halten; K. ist halt auch oder gerade im Traum ein blöder Spießer…

(… fester… fester… ah, jaaa… äh… – sorry…)

***

Hier aber noch der Titel von „Silly“, aus dem K. im Traum eine Zeile wie ein Kennwort zitiert und die er allerdings vergessen hat. Eine Anregung zum Umsturz, nicht wahr; eine heftige Projektion einer seelischen Schräglage an einer Grenz- und Schwellensituation der postnatalen* Humanontogenese, *hüstel*…

(… „Sehr geehrte Frau Danz! Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass sich nicht allzu viel geändert zu haben scheint!“… gez. [Unleserlich], Staatssekretär für therapeutische Kultur…)

(… der Typ hat sie echt nicht alle, oder, höhöhö… aber er tut ja nie niemandem nix, meistens… er hämmert halt seine ihn zerebral entlastenden Texte in die Tasten… allerdings wähnt er sich wohl tatsächlich 1912 im Café „Central“ Herrengasse, Ecke Strauchgasse… sooo süüüß… aber vorsichtshalber im Auge behalten… dieser Bronstein hängt da auch immer ab…)

* K. nimmt durchaus wahr, dass pstnatal“ allerdings auch etwas, aua, Freudvolles hat fürwahr.

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