(… also doch „imaginäre Freunde“…)

K. hatte immer gedacht, er hätte keine solchen imaginären Freunde; er hat sich gar erhaben gefühlt über dergleichen und sich drüber lustig gemacht.

K. sucht eine Gruppe, die es nicht gibt? Etwas wie die „wahre Erdkrume“ im „Martin Eden“ oder dergleichen?

Herr K., wenn Sie die einige Schritte entfernte Kreuzung diagonal überqueren, stehen sie vor einem Gebäude, in dem sich ein, Eigenbezeichnung, „freies philosophisches Zentrum“ befindet; warum erscheinen sie dort nicht leibhaftig, wenn Sie, wie Sie selbst erklärt haben, philosophische Gedankengänge nicht auszumerzen vermochten durch im Vollzug vermeintlicher Bestrafung Ihrer Eltern jahrelang vollzogenes herunter Schrubben von Lebenszeit als Hilfsarbeiter? Nur als ein Beispiel! Und kommen Sie jetzt nicht mit der angeblich fehlenden Kohle oder dem „Argument“, das wären dort alles junge Leute!

K. ist sich durchaus darüber im Klaren, dass er sich mit solchen Quasi-Dialogen wie dem eben angedeuteten unglaubwürdig macht, was seine Symptomatik bzw. „Symptomatik“ betrifft.

Allein, diese Symptome bzw. „Symptome“ sind etwas Anderes als inneres Sprechen oder Mitsprechen beim Lesen oder derartige launige schriftliche Selbstgespräche. Das ist schwer zu vermitteln, wie K. eingesehen hat; ebenso wie die Tatsache, dass er sich an den Budenzauber gewöhnt hat wie man sich beispielsweise an ein Glasauge oder ein Holzbein gewöhnt; es ist nicht normal, es ist nicht natürlich, aber es ist halt so und basta. Man verwendet hier das Wort egosynton, was K. hinzufügen muss, weil er doch sooo gern interlecktuell wäre…

(… wie wiederholt angemerkt, wiederholt man sich im Alter, *sabber*, *schlurf*…)

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