(… kostenfreie und jedermann zugängliche Methode der Kontrazeption…)*

Die Ursprungsdatei des Bildes ist gemeinfrei.

***

Heute ist der 110. Geburtstag Erich Honeckers, über den K. immer wieder nachzudenken sich angeregt fühlt, weil E. H. erstens einen Tag vor ihm, K., Geburtstag hatte, zweitens, weil am selben Tag zum Beispiel Sandra Maischberger, Claudia Schiffer und Tim Burton, Grass gesagt, das Licht der Welt in Gestalt jeweils moderner Leuchtmittel erblickt haben, und drittens, weil K., wie mehrfach heraus gearbeitet wurde, die Wende verpennt hat. Und außerdem – überhaupt…

Honecker hat viele Jahre seines Lebens, und vor allem seiner späten Jugend, hinter Gittern verbracht, und er scheint nie wirklich Gelegenheit gehabt zu haben, diese Erlebnisse zu verarbeiten auch „nur“ dadurch, dass er darüber hätte reden können; im Gegenteil sind, wie man heute weiß, etliche Episoden seines Lebens, milde formuliert, umgeschrieben worden.

K. glaubt, dass es nicht unzulässiges Psychologisieren darstellt, wenn er fragt, und immerhin vorsichtshalber zunächst einmal sich selbst, wie ein Soziotop beschaffen sein könnte, das von einem solchen Mann geleitet werden würde.

K. befürchtet, dass diese Großgruppe deutlich zwanghafte Züge haben könnte, zur Erstarrung neigen würde, weil zum Abarbeiten von Routinen unter Vermeidung echter Bewegung, wie es für Traumatisierte typisch ist, und dass sie eventuell nach einiger Zeit deutliche Züge von Abschottung aufweisen müsste.

Hm. – Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, „Hm.“, oder nich‘, oder was?!

(… höhöhö, der wieder mit seinem Psychogedöns, höhöhö… sieht sich Tatsache als Züchoteerahpeut, hähähähä… willa wieder die Welt retten… verständigen Sie besser niemanden…)

(… neuerlich projiziert der K…. und wiederum scheint er es nicht zu bemerken oder nicht wahrhaben zu wollen… furchtbar, das Mensch… im Auge behalten…)

Es hatte zunächst nichts mit E. H. zu tun, dass K. in den letzten Monaten aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln gedrehte Videos über die DDR angesehen hat, aber er, K., ist dann auch an die Geschichte gekommen, wie Honecker sich als mit einer anderen Frau Verheirateter heftig in die damalige Margot Feist verliebt hat.

Da hatte K. wieder einmal, was überraschen muss, weil er über seine Unfähigkeit zum Dichten zu klagen nicht müde zu werden scheint, einige Phantasien.

K. hat sich etwa vorgestellt, dass im Zentralorgan „Neues Deutschland“ ein Leitartikel erschienen wäre, mit dem man diese ewig und immer wieder und nun auch im Sozialismus sich wiederholende Dreiecksgeschichte hinreichend ausführlich dargelegt hätte, um dann mit der Frage zu schließen, wie die BürgerInnen und GenossInnen des neuen Deutschland diesen prickelnd prekären Sachverhalt einschätzen würden…

Das wäre ’ne Zeitung ’n Printmedium gewesen, oder?

Honecker hat gekämpft um Margot, was K. ganz tief drin anerkennend zur Kenntnis zu nehmen nicht umhin kann, da er über Überbleibsel der alten Gesellschaft verfügt, die gesetzmäßig überwunden werden sollten, wie beispielsweise eine gewisse verdächtig bürgerlich-altbackene Ritterlichkeit, Freundschaft!

(… richtig, K. musste das auffallen, weil er zugeben musste, um die von ihm nicht zu Unrecht Angebeteten aus Resignation und Faulheit nie wirklich gekämpft zu haben…)

Allerdings muss hier angemerkt werden, und wird auch angemerkt, dass K. nie das Bedürfnis verspürt hat, auch nicht im Unbewussten, zu generalsekretieren und was dergleichen gemeinschaftsstiftende Vorsitzungen mehr sind, was zugegebenermaßen nicht typisch war für unsere Menschen.

So was wie diese führende Liebesgeschichte kam nicht vor, wurde nicht behandelt usw.

Warum nicht? Dergleichen hätte richtig spannend und lebendig werden können, tandaradei!

(… weiter im Auge behalten, den K., plant den Umsturz…)

(… warum schreiben Sie nicht eine Alternativweltgeschichte, Herr K…. Sie wissen doch, auch aus eigener Lektüre entsprechender Romane, dass diese „Ausformung des Science-Fiction-Genres“ gerade schwer angesagt scheint… weil Sie ein fauler Sack sind, nicht wahr… ja, und die Wahrheit vertragen Sie auch nicht, das ist gleichfalls unwohlbekannt… wie gesagt – Abteilung für fossile Schachtelhalme des nächsten Tierheims… da können Sie mampfen und Ihren Klugschiss verdampfen, nich‘, hähä…)

PS: Was aber könnte es zu bedeuten haben, dass in der unteren Dingszeile des PCs des K. neuerdings Aktienkurse angezeigt werden? – Wir bleiben nicht dran und berichten sehr wahrscheinlich auch nicht…

* K. hätte ohne Weiteres „Empfängnisverhütung“ schreiben können, aber das war ihm wieder nicht interlecktuell genug…

Dieser Beitrag wurde unter Fühlosofie, Poli-Tic veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.