(… ‚Willa wieda aussteigen!’…)

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Aus Gründen, die K. nicht durchschaut, aber gern durchschauen würde, ist gerade wieder die vornehmlich rückwärtig ausgeschiedene Fäkalie von zumeist pastöser Konsistenz am Dampfen.

K. gibt nicht auf zu glauben, dass er den Budenzauber durch seinen Verstand analysieren und, ha, aushebeln könnte, obwohl ihm klar ist, dass er damit seine geistigen Ressourcen überschätzen dürfte, allein, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Heute Nacht war ganz großes Kino, den Simulanten spielender Weise…

Gar jeder Gedanke von K. wurde kommentiert von der dauerhaft kommentierenden virtuellen Diensteinheit (DAUKOVIDI) der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ), was so weit ging, dass man sich lustig gemacht hat über K.’s Notizen in einer von ihm für derlei gar artig Allerley angelegten Textdatei, die, aua, mit Sicherheit niemand außer K. gelesen haben dürfte. ‚Jetzt willa wieda nach XYZ!‘, worauf ihn übrigens gestern jemand in einem Gespräch zwischen Tür und Angel gebracht hat.

K. musste über fünfzig Jahre alt werden, um wahrzunehmen, dass diese im wörtlichen oder übertragenen Sinn auf der Treppe geführten, vermeintlich spießigen Gespräche über das Wetter usw. auch immer erneutes sich Vergewissern von Kontakten, Arrangements, igitt, Bindungen sind.

Das heißt, K. hat wieder einmal nur den sachlichen Inhalt des Geschehens wahrgenommen und den Beziehungsaspekt wieder einmal völlig ausgeblendet. Deswegen hat er es zu nichts gebracht, ist nicht hoch gekommen usw., nicht wegen fehlender Fähigkeiten oder Charaktereigenschaften.

(… an dieser Stelle fällt K. regelmäßig, und allerdings wohl auch verständlicherweise, eine Frage von Erwin Strittmatter sen. ein, „Wo ist oben?“…)

Alles ist Psycho-Club fürwahr, und das ist auch voll logisch, Digga, weil Psycho-Club die den Menschen als Menschen ausmachende Ebene bezeichnet, denn eine Unterkunft suchen oder bauen, Nahrung organisieren, Nachkommen zeugen und groß ziehen und was dergleichen animalisch existentielle Exerzitien mehr sind, kann jedes Kaninchen, jeder Bär und jede südusbekische Strandhaubenspringnatter usw.

Während der letzten Notizen kam per Mental-Funk wieder etwas mit ‚Weilla Tagebuch schreibt!‘ Wie eben oben schon angemerkt, geht es budenzaubertechnisch gerade wieder voll zur Sache, und würde K. gern ermitteln, wer da wie und warum gerade jetzt zugange ist, und er würde zudem oder vor allem gern aus eigener geistiger Kraft aus dem seit 36 Jahren anhaltenden Spuk heraus kommen, siehe ebenfalls eben oben.

Das wäre übrigens zumindest auch Münchhausen, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, nicht oder nicht nur die angeblichen Lügengeschichten; die sind leider immer nur geradezu stupid authentische Berichte des unrockbaren K. an den großen imaginären Führungsoffizier (GIF)… Imaginär, bitte.

Übrigens kam dazu vorgestern auch bereits etwas, ‚Willa wieder aussteigen!‘

„Faszinierend!“, wie Mr. Spock völlig zu Recht angemerkt hätte.

K. fällt an solchen Stellen immer ein, dass Dr. R., der Teilzeit-Chassid, bereits 1985 angemerkt hat, dass manchmal schon ein Gedanke ein Symptom auslösen könne. Was K., ohne Ironie gesagt, immer wieder verblüfft, ist die Fähigkeit seines Gehirns, quasi hinter seinem Rücken zahlreiche Worte, Episoden, Eindrücke usw. zu speichern, von denen K. dann jahrzehntelang nicht weiß, dass sie gespeichert sind.

‚Wenn man einmal begriffen hat‘, so denkt K. dann in etwa, wie spannend das eigene Unbewusste ist, kommt man gar nicht mehr dazu zu projizieren; die Linken, die Rechten, die Flüchtlinge, das Finanzamt, die Bullen, der Lauterbach, usw. usw. usf.; die Reihe ist endlos fortsetzbar!‘

Dann hält K. zumeist ein wenig inne, weil er sich sehr liebt ob seiner Weisheit fürwahr, und er hebt an, verstohlen die Knutschflecken vom Spiegel zu wischen; wie mehrfach berichtet, würde sich K. gern heiraten, aber ihre Eltern sind dagegen. – „Kleiner Scherz zur Auflockerung!“, wie Lieutenant Colonel Sanftleben gesagt hätte.

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Was wäre geschehen, wenn jemand K. vor vierzig Jahren verklickert hätte, welche Wirkungen es hat, den Oberkörper nach vorn fallen zu lassen und dabei die Beine zu bewegen, was unweigerlich zur Ortsveränderung im lokalen Rahmen führt? *Jammer, jammer*. – Sie nennen es „Joggen“

Dennoch ist das beeindruckend, ohne Ironie, Sarkasmus usw. gesagt. Vor dem Laufen drückte K.’s Blut heute mit 159/96/64, danach mit 119/81/84. Der relativ hohe Puls bei der zweiten Messung ist darauf zurückzuführen, dass K. diese Messung bereits eine halbe Stunde nach dem Umkeuchen der Theresienwiese vorgenommen hat.

Übrigens ist das Oktoberfestgelände jetzt rundum eingezäunt; bis gestern konnte man noch die Hauptstraße entlang laufen, was K. auch bis gestern getan hat, um auf die Festplatten zu kommen, auf denen die Aufnahmen der 24/7 aufnehmenden Digicams gespeichert werden, was auch ganz ungut geklappt haben dürfte.

Lieber überwacht werden als gar nicht wahrgenommen, und das ist nicht nur als Löffelchen Zynismus gedacht; dazu aber später mehr, K. muss jetzt durch die Straßen schlendern, damit die Leute denken, er würde arbeiten gehen…

(… äh… – *hüstel*…)

PS: Übrigens macht K. gerade Adolf nach; er, K., versucht nun angestrengt zu explorieren, vermöge welcher abenteuerlicher mentaler Operationen man auf diesen Dreh gekommen ist… Postmoderne schööööön!!!

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