(… traumhaft hoher Besuch, allein – „es verläuft sich alles“…)

Herr K. im Gespräch (Abbildung ähnlich). Quelle.

***

Die Stammesälteste des Sektors des Freudeskreises Anna Lyse, in dem K. mehrfach für längere Zeit leibhaftig erschienen ist und zumindest um Symptombündelung bemüht zugange war, ist K. heute im Traum erschienen, und K. leugnet nicht, dass es etwas Hämisch-Gehässiges hat, wenn er jetzt einen Textbaustein aus besagtem Sektor zitiert mit der Frage: „Für wen steht Frau XYZ im Traum, Herr K.?“*

(… dem Klienten ist es nach wie vor nicht gelungen, sich in angemessener Weise aus dem therapeutischen Feld zu lösen… es kommt denn auch immer einmal wieder per Mental-Funk: ‚Lass los!‘… bla bla bla…)

Damit hätte K., ohne Ironie usw. gesagt, nie gerechnet, und jetzt wird’s hell! – Zu seiner Verblüffung ist K. letztens gefragt worden, und bezeichnenderweise hat er vergessen, von wem, ob er mit „hell“ die Lichtverhältnisse gemeint hat oder das großbritische sowohl als auch voll cool amerikanische Wort für „Hölle“. Das aber wieder nur am Rande und als „kleiner Scherz zur Auflockerung“, wie Oberstleutnant Sanftleben gesagt hätte, der nun zwar verdientermaßen, aber bedauerlicherweise im Ruhestand ist.

Frau Stammesälteste, die sich allerdings aus den Jagdgründen bereits weitestgehend zurückgezogen hat und deshalb auch nicht mehr Vorsteherin des Hauses der ewigen Kindheit ist, hat sich im Traum recht zickig gebärdet; wie eine 13jährige, der man am Zopf gezogen oder der man das Röckchen gelüpft hat.

(… an dieser Stelle sieht sich K. neuerlich veranlasst anzumerken, dass die Höschen von VEB Malimo schwer zu toppen sind, auch nicht von Calvin Klein usw…. aber auch diese Bemerkung erfolgt natürlich nur wieder am Rande, aua, aufblitzend…)

Was war das für ein Gebäude? Wieder ist dieser von K. schon hunderte Male in derartigen Träumen bzw. „Träumen“ erwähnte Effekt eingetreten, dass ihm ein Gebäude, ein Stadtquartier, eine Landschaft usw. schon im Traum bekannt vorkommen, er aber diese Gebäude usw. weder im Traum noch im Wachzustand zu identifizieren vermag; es wirkt sozusagen eine emotionale Verbundenheit unabhängig vom konkreten Erscheinungsbild.

Wieder könnte es sich um das erst letztens erwähnte Schulhaus gehandelt haben, allerdings dieses Mal gewissermaßen dessen Vorderseite von den Traumdesignern verwendet wurde; K. hat das Gebäude durch eine Vorhalle und Säulen hindurch verlassen. Hier dürfte das Theater seiner Heimatstadt träumerisch eingearbeitet worden sein, denn eine derartig große Vorhalle hat die Schule nicht, sehr wohl aber dieses Theater.

Egal! Zu seiner Verblüffung kommt K. die eben oben erwähnte Stammesälteste entgegen, und K. schafft es immerhin, durchaus freundlich: „Grüß Gott!“ zu sagen; man sagt das zur Begrüßung im Stammesgebiet der Bajuwaren, wobei K. als ungeheure Blasphemie hinzuzufügen nicht unterlassen will, dass der Typ nie zurück grüßt.

Darauf beginnt die hohe Frau zu schimpfen und zu wettern wie ein Rohrspatz, oder politisch korrekt gesagt, wie eine Rohrspätzin; was das solle, ob das alles wäre, was K. zu sagen hätte usw. Eine der hundertfach erlebten Traumsituationen, die K. jedoch zudem aus einigen montäglichen Begegnungen kennt; alle scheinen etwas von K. zu erwarten, das für alle selbstverständlich scheint, nur K. schnallt und packt es nicht.

Zudem dürften diese Situationen Re-Inszenierungen einer Schlüsselszene aus K.’s Prägungsphase** sein, in der sein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre gewissermaßen nach einem Drehbuch gehandelt und dessen Text aufgesagt hat, das nur er kannte, dabei aber irrsinnigerweise als selbstverständlich vorauszusetzen schien, dass auch K. den Text kennen würde.

Die Stammesälteste im Teilzeitruhestand lässt eher hinter oder zwischen den Worten durchblicken, dass K. natürlich wieder einmal nichts schnallen und nichts gebacken bekommen würde, und sie fügt sinngemäß hinzu, man könnte jetzt auf der Vortreppe dieses Hauses diese Begegnung noch ein paar Mal üben, worauf sie gewissermaßen Anlauf nimmt.

Da K. sofort bemerkt, dass dieser Vorschlag keineswegs nur ironisch gemeint ist, bemerkt er hastig und schnippisch sinngemäß, sie, die hohe Frau, wäre natürlich eine kreative Personin, während er in übler Ausprägung dem dummen Klischee vom in Ehren ergrauten und ergrimmten, dumpfen und stumpfen und tumben Buchhaltungsfeldwebel entspräche. Zu seiner Verblüffung scheint die Frau K. halbwegs zuzustimmen und zu seiner Erleichterung verschwindet sie dann im Gebäude.

Es erübrigt sich jeder Hinweis darauf, ob die dieser Situation eingefaltete Prüfung bestanden wurde, und ewig grüßen Bataillone von Murmeltieren.

(… dass K. Begriffe wie „Stammesälteste“ verwendet, ist natürlich, wie die vox populi bereits mehrfach heraus zu arbeiten wusste, auf das in Vollzug seiner histrionischen Strukturanteile völlig unbewusst vollzogene „Nachspielen“ von Filmen und Büchern zurückzuführen, hier „… Kuckucksnest“furchtbar… zwar gibt es hier einige, milde formuliert, Ungereimtheiten, denn z. B. wollte K. nach seinem Sturztrunk 2008 nicht raus aus der, höhöhöhö, Klapse, sondern rein ins, höhöhöhö, Irrenhaus, aber das kann alles befohlen werden… ja ja, auch der Humor kommt nicht zu kurz…)

Es folgen weitere Szenen, die ebenfalls überaus typisch nicht bestanden scheinen. Einmal sucht K. ein paar Schnürschuhe, wie er sie in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, gar nicht besitzt, und die er natürlich nicht wiederfindet. Diese Szene findet in einer weiteren Art Vorhalle statt, nicht der bereits vorher im Wortsinn durchlaufenen, die K. ebenfalls nicht zu identifizieren vermag, obwohl sie sich bekannt anfühlt.

Dann weist jemand K. auf eine in der linken oberen Ecke eines Kellerganges angebrachten schwarze Tafel von der Größe etwas eines Frühstücksbrettchens hin, auf der mit weißer Kreide wichtige Informationen geschrieben stehen. K. kommt nicht dazu auszusprechen, dass diese Stelle für eine derartige Info-Tafel äußerst ungünstig wäre, zumal einige Heizungs- oder Wasserrohre die Sicht versperren, weil jemand Anderes diesen Gedanken ausspricht, weswegen sich hier ein Hinweis auf das Bestehen der eingefalteten Prüfung erst recht erübrigen dürfte.

Diese Rohre könnten darauf hinweisen, dass es sich um den Kellergang im Haus der ewigen Kindheit handeln könnte, in dem sich zu Zeiten des leibhaftigen Erscheinens des K. die Räume der Milieugruppen befunden haben.

Um auch das noch einmal zu wiederholen, hat „Milieutherapie“ nichts mit zum Beispiel Bahnhofsmilieu zu tun, vielmehr nicht nur etwa eine therapeutische Sitzung heilsam wirken soll und oft auch wirkt, nur bei K. nicht, denn er ist ein Psychopath und in der Tiefe unerreicht, sondern die Gesamtheit des Klinikmilieus. Das heißt, dass auch beim plänkelnden Treppengespräch mit dem Hausmeistergehilfen Facility Management Technical Assistant oder der Küchenfrau Saturation Side Dish Maker in konstruktiver Weise etwas in Bewegung geraten kann beim Symptome Bündeln, worauf schon der Gründer der Einrichtung und dieses Sektors des Freudeskreises Anna Lyse ausdrücklich hingewiesen hat.

(… nein, K. findet die relative Notwendigkeit derartiger geflissentlicher Versuche der Klärung von Begriffen nicht mehr wirklich lustich, nachdem er den Eindruck gewinnen musste, dass es offenbar Leutinnen und Leute gibt, die überzeugt scheinen, dass ein Boardinghaus etwas wie ein Bordell sein könnte… zehn Jahre kostenlose Schulbildung und nur bunte Knete unter der Platte, wie Dipl.-Lehrer P. zu sagen pflegte, Deutsch und Sport; war nich‘ alles schlecht, ja ja… K. ist überhaupt der Meinung, dass die Schulpflicht abgeschafft werden sollte, aber dazu an anderer Stelle… weiter im Auge behalten, den Mann, plant den Umsturz…)

Schließlich eine Szene, die derart eindeutig nicht bestanden scheint, dass sie nicht weiter erörtert werden muss; K. verläuft sich wieder einmal auch im wörtlichen Sinne. Die sozusagen Kulisse dieser Szene ist offensichtlich ein Tagesrest, da sie in einer Ruinenlandschaft von „The Last Of Us“ spielt; K. hat sich gestern wieder einmal einen im Wortsinn Spiel-Film der remasterten Version des Games rein gezogen; voll schwul, Digga, kriegst ’ne Rastung.

(… K. gibt mitnichten auf, daran zu glauben, dass er noch vor seinem Eintritt ins Rentenalter eine Art Pubertät zumindest im Sinne von Frau Dr. Meta Phorisch zu vollenden in der Lage und bereit sein wird… äh… ja… *hüstel*…)

(… es besteht zudem kein Grund zur Beunruhigung, denn Ellie steht offenbar nicht auf Männer, wozu K. nur sagen kann: „Das verstehe ich sehr gut!“… äh… ja… *hüstel*…)

In allen diesen im mehrfachen Sinne traumhaften Szenen ist dieses Atmosphärische entscheidend, das sich in Worten nur sozusagen umkreisend umschreiben lässt; die Stimmung oder Anmutung, wie das Phänomen in der Werbung Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation genannt wird, ist unvergleichlich auch oder zuvörderst in der Weise, dass K. dergleichen in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, nur in wenigen Andeutungen und immer nur augenblicksweise erleben durfte.

Was geht da ab? Wer macht das? Wie macht er das? Wozu macht er das? Was soll das? Und gibt es ein Leben, in dem dergleichen im Leben erlebbar ist?

(… auch dies sind neuerlich rein rhetorische Fragen, wie sich K. hinzuzufügen beeilt…)

***

Warum schreibt K. das, was er hier schreibt? – Er wagt nicht zu sagen, er würde es tun, um überhaupt etwas zu tun zu haben, denn damit hätte er Thomas Mann sinngemäß zitiert, konkret aus dem „Bajazzo“, und K. sieht sich doch als Nachfolger von Thomas Mann, wie von der vox populi bereits mehrfach heraus gearbeitet wurde, wie K. bereits mehrfach erwähnt hat, weil man sich im Alter wiederholt, wie K. mehrfach wiederholt hat.

„Heraus gearbeitet“ aber wurde vom Au-Tor hervorgehoben, weil dieser zeigen wollte, dass seine Wahrnehmung zumindest zuweilen sehr wohl adäquat scheint, denn er hat durchaus wahrgenommen, dass diese Wendung DaDaeR-Sprech ist. Da K. sich immer wieder bemüht, ein wenigstens ethisch hochwertiger Schreiber zu sein, beeilt er sich auch hier hinzuzufügen, dass „DaDaeR“ eine Schöpfung von Mensching und Wenzel ist, ha!

***

Während des in die Tasten Tastens des hier geposteten Postings kamen, Überraschung, die sozusagen üblichen Rückmeldungen, wie etwa: ‚Geh‘ wieder arbeiten!‘ oder: ‚Schreib als Hobby!‘ oder: ‚Hat Tatsache die Wende verpennt!‘, d. h., der Stasi schreibt wieder seine Berichte, oder: ‚Dichtet doch nicht!‘, was, für Hallus sehr erstaunlich, völlig zutreffend ist.

Usw. usw. usf. – Und ewig murmeln Bataillone von Murmeltieren…

(… und wäre es denn in der Tat der Gipfel der Donquichotterie des ewigen Jugendfreundes von der traurigen Gestalt K., wenn der Budenzauber eigentlich anregen sollte, was K. eigentlich anzustreben immer wieder vorgibt… richtig dichten, spinnen, phantasieren, „lügen“ usw…. ach, ach, ach… schöner Schmerz von edler Tiefe…)

***

Dass K. ganz eventuell Phantasie hat und die „nur“ nicht gebührend ernst zu nehmen vermag, zeigen weitere während des tastatouristischen Erstellens dieses völlig überflüssigen Beitrags erfolgte Mentalfunksprüche.

Beispielsweise kam etwas mit ‚Sicherungen raus drehen‘. K. hat sofort, ha, siehe eben oben, phantasiert, dass das der Hausmeister gewesen wäre, der nämlich auch letztens die reale Rückmeldung gegeben hätte, K. würde mit dem Rad radeln, damit die Leute denken würden, er ginge arbeiten. Wie K. wiederholt angemerkt hat, hat das sein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre tatsächlich getan, worüber K. sich zugegebenermaßen immer noch amüsiert; insgeheim, versteht sich, denn bei K. ist sehr bekanntlich alles geheim.

(… man würde K., so die temporäre Manifestation seiner eigentlich nicht vorhandenen Phantasie, den Strom abdrehen durch Sicherungen raus drehen, so dass er nicht mehr in die Tasten dreschen könnte und sich ’n Job suchen müsste… das ist keineswegs nur Paranoia, man tickt in der Tat in dieser Art… und wer war überhaupt Kafka… Ooopa?!!! Dein Blasentee!“…)

Natürlich macht die Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) immer weiter mit der Erstellung ihrer Ander- und Gegenrealität, indem sie unablässig etwas mit ‚Bewerbungen schreiben‘ usw. sendet, während in der Realität ganz andere Maßnahmen dran sind, und dies mit Zustimmung und Unterstützung „offizieller“ Stellen und unerschrocken sozialpädagogisch wirkender und erstaunlicherweise nicht würgender Profis.

Bla.

Kurzum – nichts Neues bei Stino-Dino Ossi Kossi! – Häff fann usw.!!!

** Da K. gerade, wie erwähnt, Einen auf den Großen Lübecker Wortsetzmeister zu machen scheint, kommt er nicht umhin, dessen Formulierungen kläglich zu parodieren, indem er, immer K., nicht ohne Behagen erwähnt, dass er des Weiteren und allerdings wohl nicht Tieferen nicht umhin kommt festzustellen, dass „symptombündelnd“ nicht als Fehler angezeigt wird. K. unterlässt des Weiteren keineswegs hinzuzufügen, dass er ob dieser Wahrnehmung geneigt ist, ein Empfinden zuzulassen, das er mit „Stutzen“ freilich nur sehr vorläufig und provisorisch bezeichnet findet. Oder so ähnlich. Verständigen Sie bei Bedarf kraftvolle Fachkräfte!
** „Prägungshase“ ist „Höchst, höchst spaßhaft!“; Kesselmeyer, Buddenbrooks“, *hüstel*, wird aber ebenfalls nicht als Fehler angezeigt. „Darf es noch etwas sein?“„Ja, ich hätte gern noch zwei Schulterstücke von diesem Prägungshasen; ja, von dem neben den blau gefrorenen Hähnchen-Keulen!“ Das war jetzt natürlich symbolisch gesprochen, denn K. ernährt sich, und übrigens zu seinem eigenen Erstaunen, nach wie vor vegan, womit er überhaupt nicht angeben will, vielmehr er mehrfach darauf hingewiesen hat, dass vegetarische und vegane Ernährung gewissermaßen ein Durchgangsstadium wäre, denn angesagt wäre synthetische Nahrung, bla.

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