(… über das Füllen von Unterhosen mit Darminhalt…)

Ein fehlendes Komma ist der Trend… (Quelle)*

***

„I. M.“ kennt K. viermal. Einmal als Abkürzung von „Inoffizieller Mitarbeiter“, dann als Initialen des Namens der Jugendfreundin aus der Prignitzer Prärie, die 1986 den Wendepunkt in K.’s Leben initiiert hat, wenn sie es denn war und nicht tatsächlich dran gedreht wurde; K. wird es wahrscheinlich nie erfahren, heule heule.

Zudem kennt K. „I. M.“ nunmehr als Initialen der grandiosen Vokalkommunikatorin Ingrid Michaelson und schließlich als Titel des Buches von Connie Palmen, aus dem K. am Anfang seiner Lebensreportagen bezeichnenderweise zitiert, ohne das Zitat in sein Buch übernommen zu haben.** Diese Nabelbohrprotokolle mit Aussicht sind dort noch aufgelistet, K. hat nur die Liste im Quelltext auskommentiert, damit wenigstens hin und wieder jemand seine Bücher kauft, tandaradei!

Der Titel von Palmens Buch wurde wiederum gebildet aus den Initialen des Mannes, mit dem sie eine besonders bittersüße Version von Eros und Thanatos erlebt hat, weswegen es auch oder erst recht eine menschliche und nicht nur eine literarische Leistung sein dürfte, dass sie darüber dieses Buch zu schreiben vermochte.

Es ergeben sich hier, und das muss jetzt kommen, denn K. kann nicht kommunizieren ohne sein Löffelchen Sarkasmus, schier spielerisch Kombinationsmöglichkeiten, die zumindest anzudeuten K. nicht vermeiden zu können scheint. War I. M. aus der Prignitzer Prärie IM? Oder hat sie K. für einen gehalten, zumal er als, Zitat K., „Halbwachmann“, in seinem Glashaus dauernd in seine Kladden textiert hat?

Das soll, man glaubt es kaum, fürs Erste genügen! – Was aber will K. nun mit der, siehe Überschrift Headline, Scheiße sagen? – Wir bitten die Ausdrucksweise zu entschuldigen, K. kommt aus dem Osten und die hatten dort zu wenig Buchstaben; wir berichteten mehrfach.

Nun, der erwähnte Roman von Connie Palmen, „I. M.“, beginnt mit folgendem Absatz…

Er schließt in der Reestraat gerade die Haustür ab, als ich, von der Prinsengracht kommend, um die Ecke biege. Wir bleiben beide wie angewurzelt stehen und sehen einander an, ohne etwas zu sagen. Er wollte zu mir und ich zu ihm, das wissen wir. Ohne jede Vorwarnung dehnt sich mein Schließmuskel, und ich mache mir in die Hose. Mir gegenüber spreizt er die Beine, fasst sich an den Hintern und ruft verdutzt aus, er habe sich in die Hose gekackt.
 
(Connie Palmen, „I. M.“, Diogenes 2001, Seite 9.)

Selbstverständlich ist K. neidisch und eifersüchtig, weil er erstens gern eine derartige in jeder Hinsicht heftige Liebesgeschichte erleben würde, was er jedoch als, O-Ton vox populi, „bindungsloser Psychopath“ nicht kann, weil er zweitens im Unbewussten gern einen derartigen Bestseller vorlegen möchte, und weil er schließlich drittens sehr gern öffentlich in die Hose scheißen würde.

(… äh… – ja… is‘ sehr wahrscheinlich sehr schön warm an der Rosette, aber K. will das jetzt nicht auswalzen… die letzten Tabus dieser unserer dynamischen Postmoderne, wie aufregend…)

(… man sagt „vorlegen“, denn das ist intellektuell und vor allem literarisch sowie – überhaupt…)

Wiederum ist K. nicht in der Lage, seinen Neid und seine Eifersucht wahrzunehmen, weil diese Gefühle in seiner Kindheit, insbesondere während seiner Prägungsphase, unter Androhung oder gar Ausführung von oft gar körperlichen Strafen verboten wurden.

Alles klar! Damit hätte K. in bewährter Weise die seiner Erfahrung nach zu erwartenden Versuche vorweg genommen, tiefschürfend sein Unbewusstes auszuloten, und kann sich nun an einer Übung versuchen, die man mit einigem guten Willen als „zum Thema kommen“ bezeichnen könnte.

Was K. immer wieder stutzen machte, weswegen unter anderem er immer wieder an Palmens Buch denken musste, sind die sozusagen Rahmenbedingungen, unter denen er zur Lektüre dieses Buches gekommen ist oder vielmehr zu ihr gedrängt wurde.

Im Haus der ewigen Kindheit war eine Praktikantin nicht nur nach K.’s Wahrnehmung sehr freundlich-produktiv zugange, die zudem nicht nur aus Ostarrichi kam, sondern nachher auch ihre erste Praxis um die Ecke vom Freudhaus hatte, was ja was hat, nicht wahr.

Nein, da ist nichts abgegangen, ausagierender Weise knutschendermaßen usw. Diese damalige Praktikantin und der ewige Lehrling K. haben sich gar manierlich gesiezt und sich nicht einmal angefasst; es gibt ja da Dinge, Frau und Mann ziehen sich aus usw., steht alles im Internet.

Dieses fröhlich fesch-frische Fräulein aber hat K. einige konstruktive Impulse gegeben; ohne sie hätte er sich nicht, wie poetisch, ins Netz fallen lassen, angefangen zu bloggen und gar Websites zu basteln usw.

Unter anderem hat sie K. auf Palmens Roman hingewiesen und zwar mit der Erklärung, auch einige Mitglieder des Sektors des Freudeskreises Anna Lyse, in dem sie eben zu hospitieren die Ehre und das Vergnügen hätte, wären von diesem Buch sehr angetan.

‚Ha!‘, dachte es in K.; falls man ‚Ha!‘ denken kann, aber das ist alles angewandte Poesie, *hüstel*.

Ein Kerngedanke des besagten Sektors des Freudeskreises Anna Lyse besteht, sinngemäß, in der allerdings vielfach bestätigten Annahme, dass psychotische und Frühstörungen unter anderem geprägt wären von sich nicht lösen Können aus einer oder gar vom verzweifelten Streben nach überhaupt einmal erleben Können einer symbiotisch engen Beziehung, wie sie in frühester Kindheit erlebt werden muss, um weitere Entwicklungsschritte zu ermöglichen.

Sinngemäß, wie gesagt; K. kommt aus dem Osten und die hatten dort zu wenig Buchstaben, wir berichteten mehrfach.

Zudem fällt K. an dieser Stelle neuerlich ein und auf, dass keine Menschin und kein Mensch ein Haus bauen würden, wenn die Kellerwände Risse hätten und die Bodenplatte schief wäre, während in der postnatalen Humanontogenese dergleichen, bildlich gesprochen und geschrieben, als selbstverständlich gesehen zu werden scheint.

Einer seiner Gedanken aber, die K. nicht immer, aber immer öfter als des Bemerkens durchaus wert empfindet, ist der, dass es ein Grundbedürfnis des Menschen auf einer geistigen Ebene sein könnte, die Wirklichkeit auch und gerade erleben zu wollen in den Bereichen, die infolge eigener Herkunft, Prägung, Sozialisation, Bildung usw. nicht ohne Weiteres zugänglich sind.

Der Zugang zu dergestalt ausgeschlossenen Wirklichkeiten scheint dann regelhaft das Gefühl wirklicher Befreiung hervorzurufen; zudem scheint die Ermöglichung dieses Zugangs auf einer symbolischen Ebene eine Aufgabe von Kunst und insbesondere Literatur zu sein, als Heilung im ursprünglichen Wortsinn von heil machen, ganz machen.

Ausgerechnet im besagten Sektor des Freudeskreises Anna Lyse aber, in dessen Fokus der therapeutischen Arbeit unter anderem die Überwindung derartiger Symbiosen stand, waren sogar führende Vertreter überaus angetan von einer ausdrücklich authentischen Geschichte, die als heftiges Ausagieren einer krass symbiotischen Bindung wahrzunehmen schon nach diesem ausdrucksvollen Einstieg niemandem schwerfallen dürfte. Wiederum sinngemäß, siehe eben oben. Ein starkes Beispiel für dieses ganz Machen, siehe eben oben.

Bla.

(… putzt angestrengt Knutschflecken vom Spiegel… was ist K. heute wieder zehnmalschlau und elfmalpfiffig… sollte er sich endlich an der Uni einschreiben… nee nee, er geht wieder Teller zustellen oder Zeitungen waschen… unrockbar, der Typ… furchtbar…)

In diesem Sinne – guten Stuhlgang!

** Der sich in Beiträgen wie dem hier vorgelegten manifestierende Größenwahn des K. ist persönlichkeits- sowohl als auch störungsspezifisch, kann jedoch, da in diesem Kontext gegen niemanden verstoßend und kein Gesetz behindernd, bedenkenlos vernachlässigt werden. – Ihre freundliches galaktisches Qualitätsprüfungsmanagement (GALAQUAMANA) der Vereinigung der Therapeuten der Lokalen Gruppe (VETHELOGRU).
** Es ist der innige Wunsch des K., mit Frau Michaelson nach Tasmanien durchzubrennen, „In der Tat!“, wie Teal’c immer sagt; K. fühlt sich neuerlich in der Tiefe wahrgenommen, ach…

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