(… K. lernt nicht nichts mehr dazu…)

Nun schon zur Tradition geworden korreliert das
Bildchen nur bedingt mit dem Textchen. Quelle.*

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Vielmehr hat K. schon einmal Dinge gewusst und ist hinter dieses Wissen sozusagen wieder zurückgegangen, und er hat es gar nicht bemerkt…

Naturgemäß fallen K. in diesem Kontext immer wieder Episoden aus seinem Leben ein, weil er immer wieder unwirsch feststellen muss, dass er mit seinen Lebensreportagen überhaupt nicht fertig ist, und mittlerweile ist es ihm Wurscht, ob die jemand kauft, und eventuell dann liest. K. will einfach nur das Buch derart rund haben, dass er zufrieden ist, weil er das Gefühl hat, das Beste draus gemacht zu haben, bla.

Eine Episode aus seinem persönlichen Plusquamperfekt ist die des Fremdgehens seiner ersten Freundin. Sie hatte wohl einem Knaben beigelegen, Mann und Frau ziehen sich aus usw., steht alles im Internet, mit dem sie während der Schulzeit über Jahre hinweg eine quälende Nicht-Beziehung und Nicht-Nicht-Beziehung dahin geschleppt hatte.

K. hat etwas gedacht wie, denn er pflegt gelegentlich zu denken und ist es denn ein Gräuel fürwahr: ‚Das verstehe ich sehr gut!‘ Ja, K. hatte gar des Weiteren den Gedanken, dass dieser abschließende Fremd-Fick seiner Freundin (FREFISEIFREU) für ihn sogar gut wäre, weil damit eine zäh hinterher gezerrte und ewig unerledigte alte Geschichte abgeschlossen wäre und die Jugendfreundin damit eigentlich von etwas befreit, das sie unterschwellig behindert haben könnte, sich der überaus wichtigen und überragend genialischen Person des K. im Geiste und im Bette zuzuwenden. – Oder so ähnlich.

So weit quasi die Theorie

Praktisch aber fühlte K. sich selbstverständlich verpflichtet, denn man macht das so, das weiß man auch aus den Medien, abgebrauchten Klischees zu folgen und den empörten Lover zu geben, brüllendermaßen und Türen knallender sowie Kleininventar umgruppierender Weise.

Andererseits – wo lernt man denn angemessenen Umgang in Beziehungskisten??? In der Schule? Ha! Bzw.: har har har! Dann würde man ja dort tatsächlich fürs Leben lernen; das geht ja überhaupt nich‘, Mann.

Allein, bei diesem Thema des himmlischen wie höllischen Miteinanders, Aufeinanders und Ineinanders muss K. konstatieren, dass er sozusagen noch viel umfassender hinter bereits erreichte Einsichten und Erkenntnisse zurück gegangen ist. Er hat darüber schon einmal in seinem Bloghäuschen etwas schriftlich gemurmelt, aber man wiederholt sich im Alter, wie K. bereits wiederholt anzumerken wusste.

Was K. bei seinem letzten Therapieversuch am meisten geärgert hat, war dieses permanente beworfen Werden mit Textbausteinen, das ihm zudem aus der DaDaeR bekannt vorkam, das war keine Projektion.

Vor allem hat K., und nicht nur er, minimal 50 Mal etwas von destruktiven symbiotischen Beziehungen zu hören bekommen, früh, mittags und abends; im Haus der ewigen Kindheit, in der Ambulanz, im Institut, in Tee-Weh-Gehs und in therapeutischen Praxen, und nochmal und nochmal und nochmal.

Einmal wurde er im Haus der ewigen Kindheit nicht mit „Hallo!“ oder „Grüß Gott!“ usw. begrüßt, sondern mit einem geradezu stürmisch geschmetterten: „Na, wie geht’s denn Ihrer Symbiose?“, was K. völlig sprachlos zurück gelassen hat, weil er nicht recht wusste, ob er erst, mit Verlaub, im Strahl kotzen sollte oder dem Typen Eine aufs Zifferblatt drücken oder umgekehrt.

(… ja, Herr K. ist gewaltbereit – weiter im Auge behalten…)

Besonders eine Führungskraft des Freudeskreises Anna Lyse hat K. immer wieder, mit Verlaub, in die Eier getreten, im Sinne von Kollegin Meta Phorisch, versteht sich, um dann irgendwann zu erklären, die Männer in der WG XYZ hätten keine Eier. Letzteres hat der Mann wörtlich, allerdings nicht direkt zu den Gemeinten gesagt, aber einer seiner Klienten hat den therapeutischen Papa nachgeplappert, was K. sofort bemerkt hat, denn er war nicht blöd, sondern resigniert, was nämlich ein Unterschied ist, aharhar.

War dergleichen Therapie oder vielleicht nicht doch eher das Gegenteil im Sinne von „mehr desselben“ nach Watzlawick et. al.? Hätte nicht jemand wie K., der über seine ersten zehn Lebensjahre hinweg eine Art Muttervergiftung erlebt hat, bei jedem Schritt zur Frau hin ermuntert werden müssen?

(… „Merkt nich‘, dissa schwul is‘; merkt nich, dissa schwul is‘, hähähä!“…)

Erste Schritte wohlgemerkt, nicht fröhlich forsch vögeln, denn das war bereits Schritt Nummer 20 oder so. Dennoch war das nachholende Ich-Entwicklung; etwa nachts aus dem Fenster klettern und im Mondschein, hach, am Brunnen hinter dem Tore auf der Bank knutschen und fummeln. – Auch die nicht von VEB Malimo gefertigten Höschen ermöglichten erregende Eingriffe fürwahr…

Ein ganz kleines bisschen Jugend, die er aus Gründen nicht hatte, konnte K. nachholen, basta! – Nun jedoch ist er ein brabbelnder alter Dino und muss ins Tierheim; das ist halt der Lauf der Dinge hienieden.

So viele Fragen… – Aber dazu ganz vielleicht, wenn nicht wieder die Resignation K. vollends übermannt, in angemessener Weise am angemessenen Ort, herbe Dame Welt!

(… garstige Hobbitse, garstige Hobbitse…)

Nie aber wurde jedoch auch nur andeutungsweise dargelegt, wie denn nun eine konstruktive, stabile, produktive, gesunde, auf Dauer im Geiste und in Körperöffnungen befriedigende usw. Partnerschaft beschaffen sein müsste oder jedenfalls könnte.

K. muss jedoch zugeben, dass er die Frage gar nicht laut gestellt hat, und zwar deshalb nicht, weil er im Unbewussten sicher war, dass er sowieso keine Antwort bekommen würde. Möglicherweise war er mit der Frage gar am falschen Ort, weil sie nicht in eine therapeutische, sondern in eine philosophische Praxis gehört hätte. – Ja, dergleichen gibt es, und es gibt schier alles, denn man absolviert die dynamische Postmoderne, jippie!

Aber hat K. so was nicht schon einmal gewusst??? In seiner körperlichen Jugend hat er zum Beispiel ein Buch über Marie und Pierre Curie gleich mehrfach hintereinander gelesen, und da ist ihm, was er aber nicht wahrhaben wollte, weil nicht wahrhaben konnte, ein Seifensieder aufgegangen, um neuerlich volkstümliche Ausdrucksweise vorzutäuschen.

Eine gemeinsame Aufgabe, an der man immer weiter wachsen kann, ein gemeinsames Projekt, das über das eigene kleine Leben hinaus geht, und im Idealfall, wie bei den Curies, bis zu für die gesamte Menschheit relevanten Ergebnissen. – Ist es das? Das könnte es sein, zefix!

Bla.

Der Junge ist so was von überspannt, der braucht dringend – veganes Cordon bleu, gnihi! Das gibt es zum Glück wieder bei LIDL, es schien eine Weile aus dem Sortiment genommen, aber das natürlich nur am Rande, schmatzender Weise.

„Halbes Jahr Gleisbau, denn is‘ Schluss mit Nohbillpreis!“, was, Nossinnunnossn?!!!

(… unsere Jungs, Arbeiter-Jungs… immer dynamisch zupackend… hähä…)

(… garstige Hobbitse, garstige Hobbitse…)

(… ja, Herr K. ist ‚völlig unschöpferisch‘… das kam eben per Mentalfunk… danke, danke… heule, heule… dann wird K. halt noch auf seine alten Tage Programmierer, pah… wird er wahrscheinlich nicht, weil wahrscheinlich die entsprechende Traumprüfung bereits gesendet wurde und K. sie, was jedermann überraschen muss, ja, auch jederfrau, liebste Feministinnen, kämpft man schön, sehr wahrscheinlich nicht bestanden hat…)

***

Wieder rollt K. Nabelbohrkerne geradezu zwanghaft durch sein Bloghäuschen?

Nee. Immer wieder fällt es K. schwer, die Wahrnehmung zu unterdrücken, dass Erfahrungen wie die eben oben angedeuteten die Lebensqualität entschieden mehr bestimmen als die Zahl der Quadratmeter der Wohnung, der Kubikzentimeter Hubraum im Wagen oder der Stellen vor dem Komma auf den Kontoauszügen usw. – Allein, das ist Psycho-Gedöns und kann weg, nicht wahr…

* Wie bereits gesagt, denn man wiederholt sich im Alter, wie K. wiederholt anzumerken nicht vermeiden zu können schien, wurde der Suffix „-chen“ in Ostpreußen sehr häufig verwendet, und wie ebenfalls von K. bereits erörtert, sollte man die Photosynthese effizient technisch nachzubilden versuchen, dann hätte man nicht nur das Energieproblem gelöst. – Im nächsten Leben geht’s anders lang, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt! – Dann springen die Ölscheiche im Dreieck, hähähä… Garstige Hobbitse, garstige Hobbitse!

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