(… in einer winzigen Scherbe kann sich die Welt spiegeln, boah…)

Nur bedingt mit dem Text, *hüstel*, korrelierend. Quelle.

***

Ach, wäre K. doch erst Laufen gegangen! Aber, nein, der geldgeile Stino-Dino musste natürlich erst einmal nachsehen, ob die 200 Euro Unterschichtzulage drauf sind, und war demzufolge nicht gut drauf, sondern in ihm lebenslänglich unwohl bekannter Weise ganz leicht in Trance. – Die Euronen sind übrigens nicht drauf, was K. nicht wirklich überrascht hat, aber er wird nachher nochmals kieken mitte Oogen im Kopp, und dann wird er ja sehen. Sie nannten ihn „Euronald“, yeah!

(… ‚Spielta wieda den Schwerverdiener, hä hä hä!‘… das kam nicht jetzt per Mental-Funk, aber Dutzende Male mittelkürzlich und früher…)

K. steht an einer Kreuzung; d. h., an einer Straßenkreuzung, wie man hinzufügen muss, denn an Kreuzungen im metaphorischen Sinne steht er täglich und vor allem nächtlich. Ihm schwant schon was, denn die kieken schon wieder so; insbesondere die Mitglieder des Kleinfamiliengrüppchens im klassischen Format des ödipalen Dreiecks Vater-Mutter-Kind auf der anderen Straßenseite.

Dann wird die Ampel grün, die an der Straße, sorry, und K. überquert die Straße, denn er hat durchaus Kinderstube, es ist nur lange her, *hüstel*, und wir Pioniere sind auch im Straßenverkehr immer Vorbild, und das Söhnchen der Kleinfamilie kräht vergnügt: „Der sieht schon so aus!“

Typischer Charakter in typischer Situation, denn ein Dutzend Schritte später kommen die Treppwörter in K. auf oder hoch oder wie auch immer.

Das Söhnchen hat offensichtlich bzw. offenhörlich gerade nachgeplappert, was der Papa gerade raus gehauen hatte, und „der“ war, natürlich, Herr K., der Jugendfreund von der traurigen Gestalt ohne Furcht und Tadel.

(… urst lustig ist, dass K. erst vor einigen Tagen über einen Helden bzw. „Helden“ in einer Szene Loriots geschrieben hat, dem der Name der eigenen Straße „entfallen“ war usw…. passt schon…)

Man muss fit sein, man muss voll da sein, ganz im Hier und Jetzt, immer, sonst ist man nur bedingt realitätsdienstfähig (BRD).

Zudem zeigt sich wieder einmal in tragikomisch banaler Weise, wie K. im Ausagieren seiner störungsspezifischen Größenideen meint, wie sehr die Wahrnehmungsmuster die materiellen Rahmenbedingungen überwiegen, in diesem Fall urst stark, weil K. eben in Begriff war, die dicke Kohle einzuschaufeln, Alter.

(… es wird nix mehr mit dem grauhaarigen Kind – ab ins Tierheim, Abteilung fossile Schachtelhalmfresser…)

K. hat Angst. Er hat Angst, dass er einmal in einer solchen Situation austickt und dem entsprechenden Rückmelder Eine aufs Zifferblatt drückt, um wieder einmal volkstümliche Diktion vorzutäuschen; allein, diese Angst ist unbegründet.

Warum? – Nun, dieser Fall wird deshalb nicht eintreten, weil die entsprechenden Rückmelder im Unbewussten wahrnehmen, dass K. nicht reagieren kann, weil er, siehe eben oben, nicht ganz im Hier und Jetzt ist, nicht fit für die Marktwirtschaft, jippie, juchhu, hüpf hüpf, dreh dreh.

Wie soll man, nicht nur K., aber nun einem solchen Rückmelder rückmelden, dass er eben mentalen Abläufen unterlegen ist, die unter anderem oder vor allem Prof. Freud vor über hundert Jahren zu erforschen begonnen und Projektion oder Übertragung genannt hat? Wieder ’ne rhetorische Frage; K. erwartet schon lange keine Antworten mehr, heule heule!

(… etliche Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse scheinen der Auffassung zu sein, Übertragung wäre eine spezielle Form der Projektion, was nichts zur Sache tut, aber wieder einmal die fürchterliche Viertelbildung des K. dokumentiert…)

Aus Gründen, die K. immer noch nicht in für ihn hinreichendem Maße überblickt, vielleicht hat er ein Zeichen an der Stirn, „war“ K. wieder einmal irgendwer, nur nicht K.

Urst lustig ist hier, dass solche Leutinnen und Leute K. immer wieder als öffentlichen mobilen Container für Projektionen und Übertragungen nutzen, um sich dann etwa zu mokieren, er gäbe, bewusst und absichtsvoll, den, wörtliches Zitat, „Hilfstherapeuten“, nachdem sie ihn eben als solchen genutzt haben, hö hö.

(… dat is Dialektik, Keule, gehste krachen…)

Ist das Martyrium des grauhaarigen Kindes K. nicht ein sonderschmerzliches fürwahr???* Leidet K. nicht herrlich edel-tief an der Welt und ihren Wesen? – Mitleid, Mitleid, Mitleid! Schnuller, Schnuller, Schnuller!

(… warum K. sich nicht endlich zum Beispiel für Soziologie einschreibt, ist einfach zu erklären – er hat keine Fahrerlaubnis und kann daher keinen Taxischein machen… har har… was ist der Jugendfreund von der traurigen Gestalt heute wieder spritzig-witzig-hitzig… Tante Paula wäre entzückt, wenn es sie gäbe…)

Es geht nicht ums Materielle, jedenfalls nicht mehr, wenn der materielle Kontext halbwegs menschenwürdig gesichert ist, es geht um Wahrnehmungsmuster, kurz, um, sorry, Psycho-Club

Das war das Wort zum Sonntag aus der Unterschicht!

(… K. hat bekanntlich die Wende verpennt und daher wieder einmal postsozialistisch-kapitalrestaurativen Planvorsprung, wir bitten um diskrete Anteilnahme…)

In diesem Sinne – Gott ist tot, es lebe die Göttin!

* „Sonderschmerzlich“ wird nicht als Fehler angezeigt; „Faszinierend!“, wie Mr. Spock völlig zu Recht bemerkt hätte, und die rezenten Vertreter der Hominiden auf dem dritten Planeten des Systems sind aber auch allerliebst!!!

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