(… es geht ein Riss durch das Leben des K., ach…)

Die Kluft zwischen der sogenannten Realität (SORE) und der gewissermaßen Gegenrealität des Budenzaubers (GEREBUZ) wird immer größer, was K. unbedingt petzen muss, was er hiermit nun getan hätte.

In der SORE tut sich etwas; man hat auf K.’s Bemühungen reagiert, eine Fortbildung oder dergleichen zu bekommen. K. hat wirklich lange überlegt, was nun noch gehen würde in seinem Alter und in seiner prekären Situation. In jedem Fall will er die Endlos-Serie des sein Leben herunter Schrubbens mit Hilfs-Arbeiten beenden, mit dem er tragikomischer Weise im Grunde seine Eltern bestrafen wollte, und er will noch einmal „etwas Handfestes“ versuchen, zumal er offensichtlich nicht völlig verblödet ist.

In wenigen Tagen hat K. nun einen Termin; den Fernkurs, der zu 100% förderungsfähig ist, konnte er nicht beginnen, weil er vor der Gewährung der Finanzierung ein Beratungsgespräch und einen Test im Amt hätte absolvieren müssen, was jetzt wohl anläuft.

So weit, so gut! – Die GEREBUZ „sagt“ aber etwas ganz Anderes, was K. nicht überrascht, ihn aber trotzdem nervt. Heute früh ging es z. B. schon wieder los mit Mentalfunksprüchen wie: ‚Er tut doch nur so, als wenna Bewerbungen schreibt!‘ usw.

Außerdem kommt immer wieder das Übliche; K. wolle wieder hierbleiben, d. h., er sollte irgendwo hin wollen, und es hat nicht gefunzt, er wolle nicht arbeiten, weil er Abitur hätte, weil er Tagebuch führen würde usw. usf.

Wie erst höchstens fünf Mal gesagt, ist Bloggen nicht gleich Tagebuch Führen, aber das scheint bei der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) nicht anzukommen, obwohl sie doch sonst alles weiß. Ach ja, und in letzter Zeit kommt wieder gehäuft dieses: ‚Elender Bücherwurm!‘ Schließlich wird auch immer wieder gementalfunkt: ‚Hau hier ab!‘ sowie quasi dialektischer Weise etwa halb so oft: ‚Bleib hier!‘

K. muss immer wieder damit ankommen, weil er in fast vier Jahrzehnten vergeblich versucht hat, einem halben Dutzend Fachleuten zu verklickern, dass er nicht spinnt, nicht simuliert, nicht psychotisch ist, nicht histrionischer Weise Münchhausiaden produziert, schön wärs, und dgl.

Das war wohl auch der Grund, warum K. nicht durch die Tür gegangen ist, als er letztens vor einer psychiatrischen Einrichtung gestanden hat; jetzt nochmal alles von vorne erklären, nee nee nee.

Aber selbst wenn die Fachleutinnen und Fachleute K. glauben würden, bliebe die Frage, wie sie ihm aus der GEREBUZ heraus helfen sollten, denn offensichtlich sind da geniale Kollegen von ihnen zugange, die vor allem Meister Erickson zu folgen scheinen.

Es scheint K. kein Verfolgungswahn zu fragen, wie in den über 40 Jahren seit seiner Abberufung in die ewige Großgruppe Ericksons Methodik weiter entwickelt wurde, denn sie wurde weiter entwickelt, bla.

(… höhöhö, bildet sich ein, er wird vonna Stasi hüpposiert, höhöhöhattse doch nich‘ alle… das kam nicht jetzt, aber auch bereits mehrmals zumindest sinngemäß…)

Betreffs dieser widersprüchlichen Mentalfunksprüche ‚Hau hier ab!‘ und ‚Bleib hier!‘ hatte K. heute morgen einen Gedanken, der natürlich störungsspezifischem Größenwahn entspringt usw., bla.

Es ist dies nicht die einzige Stelle, an der per Mental-Funk sozusagen beide Varianten einer Handlung angeboten werden; das erinnert K. jedoch an diese von ihm zu einer Zeit wahrgenommene Story, als er im Unterricht noch nicht völlig weggetreten war.

Sinngemäß wäre der Zustand oder der Ort oder das Verhalten oder wie auch immer von Entitäten auf Quantenebene völlig unbestimmt; es wären sogar immer gegensätzliche Lagen und Zustände latent vorhanden, und erst durch Wahrnehmung wie beispielsweise Beobachtung oder Messung würde die Situation eindeutig. Wie gesagt, sinngemäß; in den letzten Schuljahren ist K. im Unterricht völlig abgedriftet, und da hätte man was machen können mit Therapie, aber da gab es keine, heule heule heule.

Das entspricht jedoch der GEREBUZ; es ist fast immer sozusagen alles im Angebot im Mental-Funk, und manchmal, nicht immer, wird es in der SORE erlebbar…

(… hihihi, jetzt spielta Einstein, hähähäK. versucht neuerlich, seine Minderwertigkeitsgefühle zu kompensieren, und wieder einmal auf sehr durchsichtige Weise… nee, das kam noch nicht, aber K. nimmt diese Rückmeldungen schon mal vorweg, weil sie sehr wahrscheinlich erfolgen werden… K. praktiziert damit eine Art Mental-Ökologie, nicht wahr…)

Diese Aufzeichnungen sind völlig überflüssig, aber Herr K. kann und will nicht anders.

***

Ein Traum bzw. „Traum“ der Sonderklasse! Die Hauptfigur darin ist bereits seit einigen Jahren in der ewigen Großgruppe; es handelt sich um den im Haus der ewigen Kindheit im Malbunker auch im Wortsinn zugange gewesenen alten Weisen entsprechend den Archetypen von Carl Gustav Jung.

Es war der Mann, der in der SORE nach einem kurzen Blick auf das „Bild“, das K. „gemalt“ hatte, erklärt hat, er, K., hätte als Kind nicht wirklich spielen können oder dürfen.

Die Grundstimmung im Traum könnte man etwa mit den Worten zu beschreiben versuchen, es wäre alles weg, es wäre alles verändert, es wäre nichts mehr da von dem anachronistischen Empfinden der Welt vor dem Fallen des Vorhangs nach Thomas Mann; es dürfte sich demnach um die Klinik gehandelt haben. In den letzten Tagen kam auch mehrfach, nachdem K. wieder einmal einem Fluchtimpuls folgend herum agiert hat, etwas mit WG und mit Wohnheim; alles nicht bestanden, was sonst.

Gestern hat sich K. bei YouTube die Aufzeichnung eines stundenlanges Spaziergangs mit Kamera angesehen, die ein mit derartigen Gängen seinen Kanal betreibender YouTuber in einem Kibbuz unternommen hatte, und K. musste ungläubig feststellen, dass es doch noch kleine Fleckchen Paradiesseits hienieden zu geben scheint…

Allein, auch die brauchen da keinen Tunichtnutz und Nichtsgut, und so wurde K., als er beim neuerlichen Einschlafen in ein Traumbild mit Traktor zu gleiten drohte, der eindeutig aus diesem Wunderwanderfilm stammte, in der unwohl bekannten und nunmehr hunderte Male von ihm erlebten Weise aufgeschreckt, indem jemand gepfiffen hat wie nach einem Hund.

Und nun wieder schon zur Tradition geworden die Frage, wie Ihr so was erklärt, liebste diplomierte und promovierte Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse… – Auch hier die Bitte, nicht so zu drängeln, ahahar!

Nein, dies sinistere Erleben ist nicht psychotisch… K. hat immer wieder den Gedanken, dass man das, was man „Psychose“ nennt, vielleicht „nur“ immer als Krankheit missverstehen musste, weil die zur angemessenen Bewertung und Einordnung der damit verbundenen Phänomene nötige Ebene geistiger Entwicklung noch nicht erreicht war.

Natürlich ist auch dieser Gedanke wieder urst lustig, weil K. neuerlich das Wunderkind bzw. den Wunder-Opa gibt, um seine Minderwertigkeitsgefühle zu kompensieren. Allein, anerkannte Fachleute mit hochwertiger Ausbildung scheinen jedoch ganz ähnliche Gedanken entwickelt haben, tandaradei!

Beispielsweise hat Joseph Campbell sinngemäß geäußert, der Mystiker würde im Ozean schwimmen und der Schizophrene darin versinken. Usw. Es muss doch gestattet sein, erlaubt sich K. zu behaupten, dergleichen mindestens merkwürdig zu finden.

Die heutige Traumprüfung wurde, Überraschung, nicht bestanden, was wohl heißt, dass K. nicht ins Haus der ewigen Kindheit kommt; es kam schon vor Monden immer wieder der Mentalfunkspruch des Inhalts, K. solle in der Klinik das Rauchverbot durchsetzen, was, wie man zugeben muss, ein für „Hallus“ recht ungewöhnlicher Inhalt ist.

Es gab dann noch einige traumhaft-märchenhafte Verwicklungen im „Traum“. K. hat etwa eine Art Schulanfänger-Zuckertüte mitgeführt, die sich dann als Verpackung einer Spielzeugrakete erwies, die der längst erwachsenen Tochter einer der Traumfiguren gehörte.

Das hat K. zwar im Traum verständlicherweise beinahe zu einer Art „Heureka!“-Ruf veranlasst, und er würde vermuten, dass er mit dem Frollein, wenn es denn rothaarig wäre, im Unbewussten ins All durchbrennen wollen würde, aber es ändert nichts daran, dass K. durchgefallen ist in der Traumprüfung.

Bla.

PS: K. soll lernen, das Positive zu sehen, und daher hier die Mitteilung an seine völlig zu Recht unübersehbare Nichtleserschaft, dass er seit gestern theoretisch schuldenfrei und ohne Schufa-Eintrag ist; es klappern noch ein paar Maßnahmen nach und K. muss noch die Jahresgebühr an seinen Anwalt zahlen, womit über die Hälfte des morgen angeblich überwiesen sein werdenden 200-Euro-Bonus für vierfach verhartzte Marginalpersonen wieder weg ist, aber trotzdem, Herr K., jetzt freuen Sie sich doch mal! – Hau ruck! – Funzt nich‘, shit… Man achte jedoch auch hier auf die seltene Verwendung des Futurs 2, folks, „überwiesen sein werdenden“, ha!

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