(… Prüfung bestanden… [x+2 Fragezeichen]…)

K. möchte, im Unbewussten, und vor allem im
übertragenen Sinne, gefüttert werden. (Quelle)

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Heute nun wurde K., nachdem er gestern die entsprechende Szene bei und mit Prof. von Bülow aka Loriot erwähnt hat, nach einer Straße gefragt, und K. unterlässt es durchaus, was sogar er selbst erstaunlich findet, ausführlich auf dieses global relevante Ereignis einzugehen, vielmehr er es bei einigen Anmerkungen dazu belassen möchte und nun auch belässt.

Natürlich wird man nach Straßen gefragt insbesondere in einer Großstadt mit tausenden Touristen; allein, Herr K. hat das seit mindestens zehn Jahren nicht erlebt, obwohl er, wie erst letztens unlaunig-unlustig angedeutet, jeden Tag durch die Stadt läuft und radelt, damit die Leute denken, er würde arbeiten. Wobei das Beknackte daran ist, dass diese beknackten Leute derart beknackt sind, dass sie diese beknackten Erklärungen ernst zu meinen scheinen.

Ist das nicht knackig? – K. ist jedenfalls wieder einmal froh, kein Leut zu sein, oder wie „Leute“ in der Einzahl heißen, oder so ähnlich.

Nun, K. wird jetzt fast immer mit Ohropax in den, Überraschung, Ohren in seinem klischeehaft klassischen Dichte-, Denk- und Darbe-Dachstübchen (KLIKLADIDEDADA) zugange sein, nicht mehr fast nur am Gerät, in dessen Tasten er eben diese völlig überflüssigen, aber doch auch nicht ganz kunstlos gruppierten Wortgruppen hämmert, und dann sollen sie labern, die Leute.

„Wir sind ein freies Land!“, wie es immer in diesen amerikanischen Filmen heißt, und es kann jeder labern, was er unlustig ist, ha!

Da ist er nämlich wieder, nicht wahr, der kleine Diktator im Jedermann, der den Leuten am liebsten das Maul verbieten möchte, und desto mehr Leute sich dieses kleinen Diktators in sich bewusst werden, desto weniger hat ein „großer“ Diktator die Chance, an die Macht zu kommen.

Eigentlich ganz einfach; alles Psycho-Club… Und „groß“ in Anführungsstrichen, weil die betreffenden Führungspersönlichkeiten eben nicht wirklich groß sind, sondern regelhaft entsetzlich aufgeblähte Kleinbürger, womit K. sich auskennt, denn er ist ein durchgeknallter Kleinbürger, im Auge behalten!

Zum Erreichen eines derartigen Bewusstseins bedürfte es jedoch allerdings etwas wie einer therapeutischen Kultur, und mit der wird es nichts, weil ja nun die Budenzauberer permanent verdeckt als In-Vivo-Therapeuten arbeiten, tatsächlich an einer unsichtbaren Front. Wie schon mehrfach bemerkt – Hut ab, bla, fuck, sakra.

(Zieht sich zum Schluchzen ins Geschirrtuch zurück. Ist jedoch entzückt, als die Wende verpennt Habender nun dennoch demokratische Spielregeln zumindest in erfreulichen Ansätzen begriffen zu haben. Wischt Knutschflecken vom Spiegel. Abhang Vorhang.)

Zweitens aber, und Herr K. bemüht sich nun immer ausführlicher, sich in diesem Kontext kurz zu fassen, ist dies wieder einer der Zufälle oder eben „Zufälle“, die K. einige Dutzend Male zu oft erlebt hat in den Jahrzehnten seit seinem persönlichen Wendepunkt, um sie nicht als mindestens seltsam wahrzunehmen.

Diesen Wendepunkt hat K. jedoch, wie bisher sehr selten von ihm erörtert, mehr als drei Jahre vor der sozusagen offiziellen Wende erlebt, so dass schon deshalb „Wende verpennt“ etwas unpassend erscheinen könnte; allein, es hat auch jeder das demokratische Recht, ein Eumel zu sein.

(… „Ja, das kennen Sie, was, Herr K.?!“… und – bei Anderen bemerkt man das beknackt Sein… neuerlich muss K. in seinem schriftlichen Redefluss innehalten, um seine Knutschflecken vom Spiegel zu wischen… was ist Herr K. heute wieder zehnmalschlau und elfmalpfiffig, hallelujah…)

(… „zehnmalschlau und elfmalpfiffig“ wird nicht als Fehler angezeigt… „Faszinierend!“, wie Mr. Spock gesagt hätte…)

Schließlich aber, und das ist K. natürlich besonders unheimlich, war dieses Erlebnis eines der ganz wenigen der in den letzten Jahrzehnten erlebten Zufälle oder „Zufälle“, die er nicht als bedrohlich, unheimlich, unerklärlich, alubehütet determiniert usw. zu empfinden sich gezwungen fand, und das, so denkt es in K. sinngemäß, wäre ja auch schon was, hoho!

(… „alubehütet“ wird nicht als Fehler angezeigt… „Faszinierend!“, wie Mr. Spock gesagt hätte…)

Herr K. konnte zudem, und er sieht sich bereit und in der Lage wahrzunehmen, wie seltsam es ist, dass ihm das zuletzt einfällt zu dieser banalen Episode seines banalen Lebens, zu der von der nicht unelegant flanierenden Bürgerin angefragten Straße zutreffend Auskunft geben.

K. wusste sofort, wo die ist, womit auch „diesbezüglich“, wie Frau Z. immer zu sagen pflegte, mit prächtiger roter Mähne, aber auch mit diesem beängstigend ausladenden Becken, die Szene von und mit Professor von Bülow aka Loriot in gewissem Maße dialektisch aufgehoben worden scheint.

(… „Freundschaft!“, Jugendfreund von der traurigen Gestalt… „Immer bereit!“ zum Symptome Bündeln…)

PS: ‚Komm, gib auf; wir nehmen Dich auf als einfacher Arbeiter!‘, kam gegen Ende dieser Niederschrift bzw. Niedertippe per Mental-Funk; K. muss petzen, wenngleich ihm das nicht hilft…

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