(…. Prozessmanager sind keine Betriebswirte im Gerichtssaal…)

Escape for freedom, hähä. Quelle. – Auch diese Bewegtbildfolge
ist kulturelle Umrahmung, die sich nur bedingt auf das folgende
Posting bezieht; wieder dilettiert unser Dilettant, man kennt das.

***

Nun ist es so weit… Es wird konkret und K. – schlägt wieder Haken. Es wird verbindlich und er muss weg! So kennt man ihn, und er wird sich wohl auch nicht mehr ändern, heule heule…

Was geht, Bro? – Voll schwul, Digga, kriegst ’ne Rastung!*

K. wünscht nach wie vor, nicht als Hilfsarbeiter in die ewige Großgruppe abberufen zu werden. Er hat sich daher um einen Fernkurs bemüht, der ihn ganz eventuell fit machen könnte für eine Tätigkeit, in der er das tägliche Brot und hinreichenden Aufstrich dazu verdienen könnte mit Wortgruppen-Gruppierung, die gut zu beherrschen ihm regelmäßig bestätigt wird, was ihn regelmäßig zumindest innerlich stöhnen lässt.

Das ist keine Attitüde, sondern vielmehr ein gequälter Versuch, eine etwa wie folgt in Worte zu fassende Haltung auszudrücken: „Was soll mir das Schulter Klopfen, liebe Leutinnen und Leute? Ja ja, ist, igitt, gut gemeint, aber deswegen kann ich immer noch nicht ‚richtig dichten‘, mir wirkliche Geschichten ausdenken, Spinnen, Phantasieren, ‚Lügen‘ usw!“

Seinen Fernkurs „Kreatives Schreiben“ hat K. nun auf persönlichkeitsspezifisch tragikomische Weise „abgeschlossen“. Er hat den Kurs zwar längst komplett bezahlt, aber unter urst lustiger Nutzung der dreijährigen Verlängerung der Bearbeitungsfrist nur genau ein Sechstel der Lektionen bewältigt, das es allerdings in sich hatte mit zum Beispiel Plotten Üben zum Beispiel nach dieser Hammer-Methode.

Natürlich ist es wiederum tragikomisch, dass diese Technik des Plottens kostenlos erörtert wird auf der Website des Verlages, bei dem K. seine überflüssigen zwar, aber doch nicht völlig kunstlos gearbeiteten Büchlein zum Beispiel mit „Lebensreportagen“ versucht hat, auf den Markt zu werfen, *hüstel*.

Und? Hat K. nun gelernt, das zu tun, was ihm mit der schier üblichen Verdrehung ins Gegenteil unterstellt wird, dass er es dauernd tun würde, nämlich „Lügen“ im Sinne von „Dichten, Spinnen, Fabulieren“ usw.? – Nee, hat er nicht, der alte Knochen; das geht auch wahrscheinlich gar nicht, denn so was kann man nicht erzwingen.

Allein, das eben oben verwendete Stichwort „Lebensreportagen“ deutet bereits auf weitere Gedanken des K., betreffend die halbwegs adäquate Ausgestaltung seines, igitt, letzten Lebensabschnitts. Er könnte sich doch, so denkt etwas in ihm, zum Beispiel an Reportagen versuchen, d. h., sich um eine Schreibwerktätigkeit nicht als etwa Romane vorlegender Au-Tor, sondern als Texter oder Journalist bemühen.

(… man sagt „vorlegen“, das ist intellektuell, literarisch und – überhaupt…)

Das ist natürlich Quatsch, weil die entsprechende Traumprüfung bereits vor einigen Monden statt hatte; sie wurde, Überraschung, nicht bestanden von Herrn K., dem furchtbaren Nichtsnutz, und am Ende hat er dieses Phänomen erlebt, das es in Träumen gar nicht geben dürfte, indem er träumend gelesen hat, und zwar den Schriftzug „Kein Reporter!“

Aber egal, K. ist im Widerstand, basta, und auch deshalb hat er sich einen Fernkurs „Journalismus“ kommen lassen; vor allem aber hat sich, nicht sarkastisch gemeint, das Amt relativ zeitnah gemeldet; der Kurs ist zu 100% gutscheinbar förderungsfähig.**

(… man sagt „kommen lassen“, das ist… äh… – siehe eben oben…)

Tja, nun scheint die vornehmlich rückwärtig ausgeschiedene Fäkalie von zumeist pastöser Konsistenz in der Tat ein bisschen am Dampfen… „Was tun?“, wie schon Dr. Uljanow fragte, sich seinerseits auf Tschernyschewski beziehend.

(… hier sieht sich der Klient neuerlich als mittelgroßer Vor-, Bei- und Nachsitzender der internationalen Arbeiterklasse; im Auge behalten…)

Es kommt nämlich noch hinzu, dass K. in der Email vom Amt auf Weiterbildungs- und Umschulungsangebote vom Amt hingewiesen wurde, von denen er, natürlich, nichts wusste, und bei denen die Chancen zur Finanzierung entschieden höher sind. Es gibt dort jedoch Dutzende Angebote in vielen Bereichen, siehe Headline dieses über prekäre Positionen plaudernden Postings.

Denn überhaupt, was mit Medien, mit fast 61, geht’s noch?

K. ist keineswegs völlig weltfremd und er weiß daher durchaus, das sich auf jede freie Stelle in den Medien minimal ein Dutzend 22jähriger mit abgeschlossenem Studium, mehrjährigem Praktikum sowie drei Fremdsprachen fließend die Wände runter bewerben.

Was will der alte weiße Mann denn da, gnihi? Hat der sich aus der Abteilung fossile Schachtelhalme des lokalen Tierheims verlaufen, hähä?

In der Informatik dagegen werden in den nächsten Jahren zehntausende Fachleute gesucht und man kann auch noch mit 70 Programmieren und sehr gut im Home-Office, zumal es das wohl noch nicht gewesen sein dürfte mit Corona & Co.

Was macht Herr K. nun? – Erstens, was er gegessen hat, zweitens zögert er den Zeitpunkt weiter hinaus, zu dem er, O-Ton Mental-Funk, ‚einfacher Arbeiter‘ wird und bleibt, und drittens legt er sich jetzt ein bisschen hin.

Äh… – um das erste Lehrheft durch zu ackern, zefix.

(… vielleicht lümmelt er auch in seinem Lümmel-Sessel… „hinlegen“ klingt einfach radikaler und K. ist bekanntlich ein Radikalinski fürwahr…)

Bla.

* Hier gibt K. wieder den Berufsjugendlichen von der traurigen Gestalt, weil er, im Unbewussten, die Schlüpferblümchen auf den Blümchenschlüpfern rothaariger Abiturientinnen zu zählen wünscht, was nach seiner Erfahrung zu seiner ganzheitlich leibseelischen Entspannung nicht unerheblich beitragen dürfte; weiter im Auge behalten, den Mann!
** „Faszinierend!“, wie Mr. Spock völlig zu Recht angemerkt hätte; „gutscheinbar“ wird nicht als Fehler angezeigt, ha!

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