(… willa wieda aussteigen, höhöhö…)

K. bildet sich wohl tatsächlich ein, dass jemand hier liest, der ihm aus dem Budenzauber heraus helfen könnte und wollen würde, oder so ähnlich, und das ist herzig süüüß, nicht wahr?!

‚Das System ist perfekt!‘, ‚Es gibt kein Entkommen!‘, ‚Wir begleiten Dich ein Leben lang!‘, kam bereits 1986 per Mental-Funk. Na dann… Die paar Jahre schafft K. auch noch, und das war es dann, mehr war dann halt nicht drin; zu nichts gebracht, aber hervorragend ausgehalten.

Und? Es gibt Schlimmeres, Mann! Hör auf zu jammern und pump‘ Dir Einen vom Kolben, rubbelnder Weise!*

Immer wieder muss K. an eine der Szenen in seiner Slalomlaufbahn als offenbar therapieresistent schlotterndes Symptombündel denken. Seit fast 20 Jahren drischt K. wütend in die Tasten, um sichtbar zu werden, oder um sichtbar zu machen, worum es ihm wirklich geht, was ihm im alltäglichen Umgang kaum oder gar nicht gelingt, siehe bzw. lies Frau Dr. Palmen.

Einmal aber hat K. sich aus seinem magischen Denken heraus gewagt und mit dem Hinweis auf seine jahrelangen Niederschriften bzw. Niedertippen den Sachverhalt ausgesprochen, ha! Er hat zudem ausdrücklich angemerkt, dass er erstens nicht als „verkanntes Genie entdeckt werden“ wolle, zumal er diese Texte ohnehin oft literatlos geschrieben hätte, und dass man zweitens Dutzende freudlos Freudvolle Stunden mit Anna Lyse sparen könne durch eine Stunde Lektüre seiner herben Texte.

Und? – Nix. Die angesprochene Fachkräftin mit hochwertigem Diplom hat sich geweigert, auch nur eine Zeile zu lesen. Das ist keine Therapie, das ist voll krasse Vergesäßung, unabhängig von der natürlich überaus wichtigen Person des K.

Nun denn, lassen wir den K. milde verdämmern; er ist ja harmlos, allermeistens. – Was aber möchte er der Weltgeistin hiermit und heute melden?

Wieder ein Prüfungstraum mit einer Wohnung. Der übliche peinliche Parcours; wilde, wahrscheinlich gar erdaltertümliche Tiere stürmen über Wohnhöfe und plötzlich tun sich mitten in Hausfluren baugruben- und baustellenähnliche Hindernisse auf. Zudem geht K., wie mittlerweile tausende Male in seinen Träumen bzw. „Träumen“, in die falsche Richtung, findet nicht an den Ausgangspunkt zurück usw., und ewig murmeln Bataillone von Murmeltieren.

Das Wohngebiet hat K. weder im Schlaf noch im Wachen erkannt; es handelte sich jedoch um ein Areal mit sowohl im Westen wie im Osten vor der Einführung der industriellen Plattenbauweise in Reihe gebauten viergeschossigen Wohnbauten mit Spitzdach, das K. trotz allem irgendwie bekannt vorkam. Die Häuser hätten in M. stehen können, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren, oder in A, Hauptversammlungsplatz der Sueben, oder in Iron Hut City, Standort des größten Industrieunternehmens in Brandenburg, wenn schon kochen, dann Stahl usw.

Mindestens interessant ist, dass K. erst viele Monate nach dem letzten diesbezüglichem Versuch bemerkt hat, dass er die besonders deutlichen und vor allem eindeutigen in Hütte spielenden Träume immer dann gesendet bekommen hat, wenn er sich dort um eine Wohnung beworben hatte. Im Augenblick geschieht das nicht, stattdessen kommt per Mental-Funk immer öfter: ‚Was willan da noch?‘, worauf K. regelmäßig erwägt, ein wenig ins Geschirrtuch zu schluchzen, dies jedoch aber meist zu anstrengend findet und daher unterlässt.

„Wer hat sich das ausgedacht?“, N. Hagen, Vokal-Kommunikatorin. Drauf defäkiert; alles Haschen nach Wind. Dennoch sieht sich K. außerstande, nicht zu wiederholen, dass er den Hut zieht vor wem auch immer da zugange Seienden an der unsichtbaren Front einer Art immateriellen Kopf-Kommunismus. Ja ja, Verschwörungstheorie; verständigen Sie Kräfte! Ja ja, ‚Verräter!‘, und das kam nicht jetzt, kommt aber des Öfteren.

Dann war der Effekt zu erleben, den K. am wenigsten von allen Details des Budenzaubers erklären kann und dementsprechend am häufigsten zu erklären sich bereits seit Langem bemüht; dieses aufgeschreckt Werden beim Versinken in innere Bilder beim Übergang in den Schlaf, das jede Menschin und jeder Mensch kennen dürfte.

Heute wurde K. neuerlich aufgeschreckt durch dieses gewissermaßen misslungene Pfeifen; wie wenn Einer mit den Lippen, ohne Finger, einem Hund pfeifen will, und nur eine Art Mittelding zwischen Zischen und Pfeifen zustande bringt, das allerdings besonders nervt.

Es erstanden geradezu klischeehaft kitschige Bilder vor der inneren Brille des K.; womöglich hat er doch etwas Menschliches, verständigen Sie Kräfte. Südlicher Strand, dekorativ verholzt Schatten spendende Gewächse bis an den Rand des kuratiefen Gewässers, meditatives Plätschern postkartenblauen Meerwassers usw.; wahrlich nicht originell, die Kulissen des Halbtraums und noch nicht Alptraums.

Herr K. aber sonnencremt ein fröhlich-frisch-fesches Frollein ein und erklärt, und dies ist eine der Dauer-Mikro-Wachphantasien des sich für schmerzlich phantasielos haltenden K., dass er nun das Problem hätte, nicht hinreichend darüber unterrichtet zu sein, bis wohin der Rücken gehen würde.

Die nahezu nackte Bürgerin erwidert darauf, das Tablet läge auf der Decke; K. solle Googeln**, rückenbezüglich. Jaha, auch der Humor kommt nicht zu kurz in der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ)!

Fade bis abgeschmackt courths gemahlert, aber immerhin, wie eben oben bereits gesagt, ein bisschen Phantasie. Ohnehin wird K. aus diesen Szenen immer aufgeschreckt, wie gleichfalls erst höchstens zwanzig Mal erwähnt, wonach er bezeichnenderweise nicht nur hellwach ist, sondern auch derart erholt, als hätte er stundenlang gut geschlafen, was man interessant finden könnte, was K. aber unterlässt, weil es sowieso nichts bringt, bla.

(… das mit dem „courths gemahlert“ ist allein der Tendenz des K. geschuldet, für ein Wortspiel quasi seine Großmutter zu verkaufen, was hinwiederum metaphorisch gemeint ist, denn K. kennt keine Verwandten außer den mittlerweile in der ewigen Großgruppe verweilenden leiblichen Eltern… eigentlich aber zieht K., und das im vollen Ernst gesagt, den Hut vor der Frau… die hat über 200 Romane geschrieben, und das muss man ihr erst mal nachmachen, Kitsch hin, Kitsch her… zudem wäre diese Welt ohne Kitsch noch bescheuerter, wie K. nun mit 60 immerhin begriffen hat; entweder ein bisschen altersweise oder senil-konfus wie, muaha, Egon Olsen… bla bla… blubb blubb…)

So weit das an irgendeine ominöse Autorität gerichtete plärrende Gepetze bzw. petzende Geplärre des K., der sich nun wieder der Frage widmet, wie er den Rest seiner mentalen Pubertät halbwegs bewältigen soll, wozu er sich geflissentlich in seine Depression zurückzieht.

Gott ist tot – es lebe die Göttin; häff fann usw.!!!

** Mit dieser Bemerkung wollte K. natürlich wieder das Einbringen eines proletarisch-zupackenden Elements vortäuschen, zudem dergleichen immer in amerikanischen Filmen re-zitiert wird; K. ist, wie gesagt, sogar von sich selbst überaus leicht zu durchschauen, und ist es denn ein Gräuel fürwahr, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt.
** Wenn man „Googeln“ klein schreibt, wird das als Fehler angezeigt, „rückenbezüglich“ dagegen nicht. Auch das Alter hält kleine Überraschungen bereit, wir berichteten mehrfach.

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2 Antworten zu (… willa wieda aussteigen, höhöhö…)

  1. Herr Ösi sagt:

    Den Stecker ziehen… könnte helfen…

    Allerdings ist der Stecker meist dort versteckt, wo man ihn nicht sucht.

    Sorry.

    Ich hab keine Ahnung… (davon aber reichlich)

    • Herr Koske sagt:

      … ähm… – ja…

      Nunmehr ist die Verwirrung allgemein und vollständig – aber das ist ja auch was (ich soll ja üben, das Positive zu sehen)…

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