(… schier keck verknüpft K. das Kleine im Leben mit dem Großen, ach…)

Immer mehr Übergänge zwischen Dichtung und Wahrheit… (Quelle)

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Natürlich, das weiß auch K. janz weit draußen, wird sich das menschliche Leben immer mehr in Richtung digitale Vernetzung entwickeln, so dass Formulierungen wie etwa: „Der Magen meldet sich!“ konkret bzw. konkretistisch, weil wörtlich genommen werden können.

Es ist dementsprechend gut vorstellbar, auch für K., der anders ist als all die Andern, und es muss aber keiner mit schunkeln, nach dem Platz nehmen im Zahnarztstuhl begrüßt zu werden etwa mit den Worten: „Guten Tag, ich bin Ihre Kieferhöhle und ab sofort für Sie geöffnet!“

So weit wieder ein Versuch des grauhaarigen Kindes, „einen Humor zu machen“, Zitat Feuerbach, gnihi. Dieser Autor hat es keineswegs nötig, dass K. für seine Bücher wirbt, aber K. verspürt zuweilen den Drang, auch im Bereich körperlicher Ertüchtigung aus der Spur zu kommen und es dementsprechend nicht nur mit Joggen, sondern auch etwa mit Trittbrettfahren zu versuchen, *hüstel*.

Aber einmal angenommen, dass immer mehr Leute, was sehr wahrscheinlich ist, sich immer öfter in virtuellen Welten bewegen werden, dann werden sie auch dort Häuser bauen, Fahrzeuge benutzen usw. usf. Das heißt, sie werden Dinge benutzen, die nach sozusagen klassischen Wahrnehmungsmustern keine Dinge sind, was wiederum und vor allem heißt, dass die Grenzen von materiell und immateriell verschwimmen.

Warum schreibt Herr K. nun dergleichen auf, obwohl er weiß, dass kaum jemand dergleichen liest, und dann auch sehr häufig nicht zuletzt deshalb, um einen Startpunkt für eigene Wortmeldungen zu finden usw.?

Nun, es gibt mehrere Gründe. Zunächst freut sich K., immer wieder einmal feststellen zu dürfen, dass er noch nicht völlig verblödet ist.

Beim Zubereiten seines Morgenkaffees etwa hat er den Deckel seiner Kaffeebüchse auf die, hallelujah, Pressstempelkanne getan, während er den Deckel mit dem Pressstempel auf die Kaffeebüchse gepresst hat, wobei ihn bei der Wahrnehmung dieser Freudvollen Fehlleistung faszinierte, dass beide Deckel auf beide Behälter passten.

K. hat, wie berichtet, Angst vor Alzheimer, vergisst das aber immer wieder; allein, er konnte bei der Wahrnehmung der Fehldeckelung, die ihm bereits möglich war vor dem Erreichen seines klischeehaft klassischen Dichte-, Denk- und Darbe-Dachstübchens (KLIKLADIDEDADA), Ansätze mimischen Ausdrucks entwickeln, die man mit einigem guten Willen als „Grienen“ hätte bezeichnen können, und damit war immerhin der Morgen gerettet.

Dies die Fehl- und Nichtleistungen im banalen Alltag einer Marginalperson, die K. infolge seiner Konditionierung als kleine Abenteuer wahrzunehmen geradezu gezwungen scheint und die ihn vor allem veranlassen, wenn nicht gar zwingen, zu wenigstens Versuchen von Betätigung auf einer geistigen Ebene.

Weitere Gründe, warum K. dergleichen aufschreibt, hat K. vergessen, siehe Notiz zu Alzi eben oben, weil er zwischendurch ein Gespräch mit seinem Sozpäd hatte und nun wieder alles gut ist; für zwei, drei Stunden.

Immer wieder aber kommt der zugegebenermaßen boshafte Gedanke in K. auf, was Leute, die ihm unterstellen, den Simulanten zu spielen usw., äußern würden, wenn sie beispielsweise 24 Stunden lang in seiner Haut stecken müssten, garstige Hobbitse

Bla.

Ach ja, und ein bisschen Widerstand gegen den Irr- und Schwachsinn, der über das postmoderne Individuum kommt selbst dann, wenn es wie der ganz besondere Herr K. über kein Bewegtbildempfangsgerät verfügt, scheint selbst K. angebracht, weswegen er ebenfalls kaskadierend ins Netz textourt.

Soweit der Klugschiss to go aus der Unterschicht in dieser Woche mit vier Brückentagen…

Ermöglicht druckvolles Lesen aus dem Kaffeesatz. (Quelle)

PS: Sogar Frau Portman ist nun über 40, konkret heute konkret 41, aber dazu möchte K. nichts bemerken, und er bemerkt auch in der Tat nichts dazu, denn das wäre ja wieder nur sexistisch und antisemitisch usw. Trotzdem und erst recht – Hammerbraut, Digga! – Siehste! Siehste! Da haben wir es doch schon; so geht es nicht, alter weißer Mann! – Das sich hier neuerlich manifestierende sich innerlich innig verbandelt Fühlen mit Promis jedoch ist, wie mehrfach erörtert, ein typisches Symptom narzisstischer Anteile der Charakterstruktur und kann in diesem Kontext allerdings bedenkenlos vernachlässigt werden.

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