(… Achtung, K. erhebt den Blick vom Bauchnabel…)

Quelle.

Wenn die Verdrängung nicht wäre! Man müsste eigentlich gleich am Morgen, wenn man Seiten angeklickt hat, um etwa seine Mails zu checken, sofort ins Schreien kommen, zum Beispiel hierüber:

„Der russische Offizier und Politiker Wladimir Schamanow hat in einem TV-Interview über die Pläne Russlands für die Zeit nach dem Krieg in der Ukraine gesprochen – und was dann mit ukrainischen Regierungsmitgliedern und Journalisten geschehen würde. In dem Gespräch sagt der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma und Putin-Vertraute, er rechne damit, dass die „Spezialoperation“, wie Russland den Angriffskrieg auf die Ukraine nennt, fünf bis zehn Jahre dauern werde. Danach würde die Ukraine ‚mit nichts mehr dastehen‘.“

„Außerdem spricht der Politiker von einem internationalen Gericht, vor das ukrainische Journalisten und Politiker dann gestellt würden. Russland befinde sich bereits mit China und anderen BRICS-Staaten im Austausch über das Thema. Schamanow zieht in diesem Zusammenhang den Vergleich zu den Nürnberger Prozessen, in welchen nach dem Zweiten Weltkrieg Kriegsverbrecherinnen und -verbrecher vor ein internationales Gericht gestellt wurden.“

Das findet man im Magazin von web.de hier, und nach der Lektüre kann man, sorry, gut kacken. – Warum jedoch fällt nun K. ausgerechnet diese Nachricht auf?

Weil sie zu dem passt, was er, scheinbar störungsspezifisch im Bauchnabel bohrend, in den letzten Tagen gepostet hat; etwa, dass Wirklichkeit das wäre, worüber sich die jeweilige Gruppe geeinigt hätte, dass es Wirklichkeit wäre. Das sieht man hier gräulich zugespitzt; der Mann ist überzeugt, dass er die Wahrheit vertritt, auf der Seite „der Guten“ ist usw.

Irre, im mehrfachen Sinne! Würde eine Ottilie Normalverbraucherin ein derartiges Weltbild darlegen, würde man nicht zu Unrecht wahnhafte Verzerrung ihrer Wahrnehmung konstatieren und eine entsprechende Behandlung vorschlagen.

„Psychoclub, Psychoclub, nochmals Psychoclub!“, um es in den Worten der Dres. Uljanow und Gysi zu sagen…

Entweder gelingt es einmal, nach dem Erreichen eines gewissen Standards materieller Grundversorgung den Fokus der Wahrnehmung und des Handelns auf die Ebenen zu richten, die den Menschen eigentlich als Menschen ausmachen, die Ebenen von „Psycho“, von Wahrnehmungsmustern, von Kontakt, Beziehung, Bindung usw. usf., oder es geht, wie so oft in der Geschichte zu beobachten, alles wieder von vorn los, und das gilt übrigens auch z. B. für die Marsbesiedlung.

Ein bitter tragikomisches Beispiel dafür ist der reale Sozialismus, in dem die materielle Basis umgestaltet wurde, was ohne Ostalgie eine Leistung ist, und es dennoch wieder ein „Oben“ und „Unten“ gab, genauer gesagt ein „Wir hier drin“ und „Die da draußen“, was wesentlich zur Implosion des Systems beigetragen haben dürfte.

(… „Wo ist oben?“, Erwin Strittmatter der Ältere… war nich‘ alles schlecht…)

Wie das gelingen soll, weiß K. auch nicht wirklich, aber erstens ist er nur ein, O-Ton vox populi, „Würschtl“, „Ich bin klein, mein Herz ist rein!“, hähähä, garstige Hobbitse, und hat mitnichten die Absicht, Kanzlerin von Zentral-Europa zu werden, auch nicht im Unbewussten, und zweitens krakeelt K. nicht, als Beispiel, auf der Reichstagstreppe herum im Glauben, er würde sich politisch artikulieren. – Wahrscheinlich möchte er jetzt wieder gelobt werden; er muss das erst mit seiner inneren Gruppe durcharbeiten.

Um die Reihe der tragikomischen Dilemmas auf einer persönlichkeitsspezifischen Ebene zu vollenden, muss K. abschließend hinzufügen, dass er sicher ist, dass das, was er „Budenzauber“ nennt und was niemand nachvollziehen zu können und zu wollen scheint, ein Versuch sein dürfte, den Fokus von Wahrnehmung und Handeln auf die eigentlich menschlichen Ebenen, siehe eben oben, zu richten.

(… ach, K. genießt sein Martyrium fürwahr, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt…)

… und nun wieder der dialektische Schwenk…

Quelle.

PS: Hier aber noch, *hüstel*, ein Rezept für einen veganen Kuchen, den K. bereits einige Dutzend Mal gebacken hat, ha! – „Herr K., Sie sind ein Zynist!“„Weiß ich doch schon!“ Das Teil ist übrigens auch mit Pflaumen oder Äppeln essbar, tandaradei!

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