(… das passiert K. ja nicht zum ersten Mal…)

Beispielsweise hat K. vor etlichen Monden, „nun schon zur Tradition geworden“, wie es in den Organen der DaDaeR immer hieß, wenn etwas mehr als einmal stattgefunden hatte, das mit einem Löffel Zynismus abgeschmeckte Bonmot abgeschmackt gepostet, dass er mitnichten die Wende verpennt hätte, sondern die Abdankung des Kaisers verarbeiten würde, sinngemäß, nur fast wörtlich. – Har. Har.

Wenige Wochen nach dem Kreieren dieses urst urkomischen Spruchs, ejh, hat K. dann dieses Buch gefunden, was ihn in den sehr seltenen Zustand der Sprachlosigkeit versetzt hat, weil er feststellen musste, dass gestandene Autoren ebenfalls Gnade der späten Geburt für eine fragwürdige Formulierung zu halten schienen, weil womöglich in Wahrheit, um den Tatbestand sanft zu umschreiben, wirkliche Verarbeitung nur in Ansätzen stattgefunden hätte.

Tja, na ja…. Nun aber ist K. neuerlich dergleichen widerfahren, quasi just itzt, denn er hat wenige Minuten vor dem Posten dieses Postings Rezensionen zu diesem Buch gefunden. Der Mann hat was draus gemacht, wo K. einfach nur Traumprotokolle veröffentlicht hat, und noch dazu in der dilettantisch-schlampigen Manier eines sehr verarmten Typo-Grafen.

Was hat das nun zu bedeuten, im Unbewussten, versteht sich?

„Mehr oder weniger geschätzte, mehr oder weniger anwesende Kommilitoninnen und Kommilitonen, wir erleben hier bei der Exploration des Klienten K. ein signifikantes Beispiel für über Jahrzehnte hinweg chronifizierte inadäquate Verarbeitung frühkindlichen Erlebens bei Neurotischen und Frühgestörten. K. musste es immer wieder erleben, dass durch seine Bezugspersonen unter Androhung oder gar Ausführung von Strafen auch in Gestalt körperlicher Züchtigung bestimmte Emotionen verboten wurden, was augenfällig zur Folge hat, dass K. als präsenil-infantiler Brillen- und Gebissträger immer noch nicht in der Lage ist und bereit scheint, etwa Neid und Eifersucht auch nur wahrzunehmen, geschweige denn kulturell angemessen, sozial integriert und persönlich befriedigend auszuleben. Wir empfehlen weiterhin täglich 12 bis 15 Liter milde Blasen- und Prostata-Tees sowie mittelschnelle Rundgänge durch den Stadtpark, die dem Klienten durch öffentliche Präsentation seines immer wieder Bedeutung vortäuschenden Charakterkopfes die Kompensation seiner strukturellen Defizite zumindest temporär und in beruhigenden Ansätzen ermöglichen dürften.“

Jo, Bro, alles klar – was geht, mach locker?!*

(… ????????????…)

(… soeben ist übrigens, wie aus Kanälen verlautet, die als gewöhnlich gut informierte angesehen werden müssen, Herr Dr. med. Dr. phil. Clemens Bartholdy vor Lachen unter den Schreibtisch gefallen, und zwar völlig zu Recht…)**

Bereits der anerkannte Verbalkommunikator Gottfried Keller aber hat im „Fähnlein der sieben Aufrechten“ einen der Sieben gegenüber dem jugendlichen Helden Karl Hediger anmerken lassen, sinngemäß, dass man doch über solche Zufälle und dgl. froh sein könne und dürfe, ja, vielleicht müsse, weil sie zeigen würden, dass man immer, ob man es nun wahrnehmen wolle und könne oder nicht, an das Große und Ganze angebunden wäre usw. Wie gesagt, auch dies wieder sinngemäß…

(… man könne nicht aus der Menschheit aussteigen, hat Frau Dr. Rosa Luxemburg wörtlich erklärt… allerdings muss man auch hier wieder darauf hinweisen, dass sie Herrn K. nicht gekannt hat…)

(Zieht sich in den Keller zurück [die Herunterladung der gesammelten Novellen Kellers als E-Book hat K. trotz altersbedingter Einschränkungen seiner mentalen Flexibilität erfolgreich getätigt]. Abhang Vorhang. Geht hämisch glücklich zugrunde.)

** Neuerlich strebt K. durch Zählen der Schlüpferblümchen auf den Blümchenschlüpfern fröhlich-frech-fescher Frollein ganzheitlich leibseelische Entspannung an; verständigen Sie möglichst Ordnungs- und Sicherheitskräfte, die nicht zuständig sind, um ein wenig belebende Dynamik in den rigiden Alltag des K. zu bringen.
** Zudem wäre Herr K. ja sooo gern promoviert und hat jedoch auch zu diesem Antrieb so gar keinen Zugang; furchtbar, das Mensch!

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