(… warum aber hält K. Thomas Mann für einen d e r aktuellen Autoren…)

Das hat K. schon einmal zu erklären versucht, was zwar niemanden interessiert, was er aber immerhin noch bemerkt, was wiederum auf halbwegs adäquate Wahrnehmung verweist; auch wiederholt man sich gerade im Alter, wie K. wiederholt angemerkt hat, und mit einiger Sicherheit man, nicht nur K.

Böse Zungen behaupten, oder vielmehr deren Besitzer, um mit Hildesheimer zu sprechen, dem Schriftsteller, nicht dem Rabbi, dass viele Künstler im Grunde ihr Leben lang ein Thema von allen denkbaren, d. h., ihnen erreichbaren Standpunkten aus betrachten, beschreiben, erörtern usw. würden.

Eines der Themen Thomas Manns, wenn nicht das Thema, ist der Zusammenbruch von Lebenswelten und Kulturräumen; ein Thema, dass -zig Millionen Menschen im XX. Jahrhundert umgetrieben hat, nicht nur die Vertriebenen, und das Mann am selbst erlebten Beispiel des Niedergangs einer Firma und der sie betreibenden Familie in selten oder vielleicht nie erreichter Tiefe und Gründlichkeit dargestellt hat lange vor der Relevanz dieses Themas für zahlreiche Teilnehmer des besagten Jahrhunderts.

In diesem Zusammenhang ist K. noch etwas eingefallen; er unterzieht sich immer wieder mentalmasochistisch der bekannten Übung des Tausendfüßlers, über seine Schritte nachzudenken und daher nicht von der Stelle zu kommen, und wahrscheinlich möchte K. dafür bemitleidet werden und von virtuellen Super-Mamas den Schnuller reingeschoben bekommen, *hüstel*.

Kein Literaturwissenschaftler, sondern ein hochschulisch lehrender Psychologe, Prof. Peter Kruse, hat sinngemäß angemerkt, der Schreibanlass belletristischer Autoren wäre oft ein, wörtliches Zitat, „biografischer Unfall“; eine Behauptung, die am Beispiel Manns überhaupt nicht mehr erörtert werden muss, wie K. sich in seiner persönlichkeits- sowohl als auch störungsspezifischen Arroganz sicher ist.

So weit wieder der Klugschiss to go aus der Unterschicht! Häff fann usw.!

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