(… Herr K. war stets bemüht*… diesbezüglich… *hüstel*…)

Quelle.

Zumal es ganz erstaunlich ist, wie oft Goethe Recht hat, und das hat K., soweit er in der Lage ist und bereit scheint, das einzuschätzen, sogar ernst gemeint. Erstaunlich aber ist dabei, und K. ertappt sich bei einer positiven Aussage über sich selbst, wobei er aus Erfahrung unklug vermutet, dass das nicht gut gehen wird, dass K. diesen Vorsatz, oder wie immer man das eben oben gepostete Zitat nennen mag, schon sehr lange umzusetzen versucht hat, ohne den Satz von Goethe zu kennen, ha! Alles ist vernetzt, ja ja. (Setzt Alu-Hut auf. Abhang Vorhang.)

Was ist neu, *hüstel*? – Korrekt, auch K. möchte zuweilen im Mainstream plätschern, deswegen hier diese mittlerweile einen Textbaustein darstellende Frage.

Nun, es ist ja nicht so, dass K. nicht wenigstens versuchen würde, hin und wieder, sich ins Gespräch zu bringen, und dabei ist er unter anderem auf Quora gekommen, und er war verblüfft, wenn nicht erschrocken; er kennt sich nicht so aus mit seinen Emotionen und hat einfach keinen Zugang zu seinem Unbewusstem; furchtbar, der Mensch, gehört doch in ’ne Einrichtung, der war Tatsache mal Dauerpatient (???), gleich geht er meinen minderjährigen Hamster an, hattata.

Jedes Mal aber, wenn K. die Site öffnet, findet er Dutzende Diskussionen über das Dritte Reich und Adolf Hitler… Manchmal geht es bei jeder dritten oder vierten Frage um diesen Themenkreis, und die Diskussionen sind dort am umfangreichsten und heftigsten. Gnade der späten Geburt geht anders, besitzt K. die Anmaßung anzumerken.

Aber bevor jemand auf die Idee kommt, und leider scheint diese Befürchtung keineswegs oder jedenfalls nicht nur der paranoiden Phantasie des K. zu entspringen, weil da wer den Umsturz plant usw., „Kameraden Volksschützer“ zu alarmieren, um wieder einmal Franz Fühmann zu zitieren, denn es war nicht alles schlecht, weist K. darauf hin, dass es sozusagen auf der Gegenseite auch nicht anders abgeht.

„Wir sind kein Psychoclub!“, sagte etwa Dr. Gysi, den die Weltgeistin, diese scharfe Schelmin, letztens wieder in K.’s Traum erscheinen lassen hat, wobei natürlich etliche Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse sofort fragen würden: „Für wen steht Dr. G. in Ihrem Traum, Herr K.?“ Allein, darauf will K. gar nicht mehr eingehen, denn er ist voll im Widerstand, Alter.

Weil Ihr jedoch kein „Psychoclub“ wart, mein Herr und Doktor, ist Euer Realsoz gescheitert, weil Ihr nach dem Umbau der materiellen Basis, der zweifellos eine außerordentliche Leistung darstellte, dort aufgehört habt mit Befreiung von Unterdrückung, wo man hätte damit anfangen müssen; auf Ebenen, die den Menschen als Menschen ausmachen, der geistigen Ebene, der von Kontakt, Beziehung, Bindung, expliziter und vor allem unbewusster Vernetzung in Gruppen usw. usf.

Nein, Herr K. sieht sich nicht als therapeutische Diktatorin oder Führerin der internationalen Arbeiterklasse, er kann nur sein Gehirn nicht abschalten, was er unter anderem durch Verplempern seines Lebens als Hilfsarbeiter versucht hat, um im Grunde seine Eltern zu bestrafen, was er immerhin inzwischen zu explorieren, zu reflektieren und zu verbalisieren in der Lage und bereit scheint, süüüß.

Auch ist K. ein Beziehungs- und Bindungs-Invalide, ein „bindungsloser Psychopath“, O-Ton vox populi, und gerade deshalb muss ihn das mit den, igitt, Beziehungen und Bindungen, vorsichtig ausgedrückt, beschäftigen; das ist Dialektik, was man sogenannten Wessis geduldig erklären muss, denn die hatten kein FDJ-Studienjahr, aber die lernen es auch noch.

(… angeblich ist diese Stimme des Volkes die Stimme Gottes… Herr K. kann nur immer wieder, ja, muss feststellen, dass Sie einen voll schrägen Humor hat fürwahr… äh… – Gott ist tot, es lebe die Göttin… ist doch bekannt, ist es nicht… neuerlich eine kleine Übung im englischen Fragesatz, in der Tat… wir bitten um Verständnis und wünschen gute Verdauung…)

Vor allem weiß K. nicht genau, wie man diese „Befreiung“ konkret bewerkstelligen soll, aber er macht auch nicht auf der Reichstagstreppe rum im Glauben, er würde politische Meinungsäußerung tätigen und was dergleichen prekäre Sperenzchen mehr sind, kämpft man schön.

Zudem gibt es Dutzende, wenn nicht hunderte sozusagen Angebote in dieser Richtung, von, O-Ton vox populi, Eso-Scheiß bis Beklopptenverein usw.; siehe, nur als Beispiele, Frau Stahl, Frau Tempel oder Herr Betz.

Was Frau Tempel angeht, so hat sich K. einst um zaghaften Kontakt zu ihr bemüht, denn er ist wie viele Männer schüchtern und sensibel, aber das bringt nix; er war sofort hoffnungslos verknallt**, was ganz erstaunlich erscheinen muss, weil K. ja nunmehr nicht mehr nur kommunal-konfus, sondern auch senil-schwul zu sein scheint. Vor allem aber will K. diesen Scheiß nicht mehr, der bringt doch nix, daher der alte weiße Mann nun größere Dosen Oxytocin ungebraucht gratis abzugeben hat, hähä.

(… um auch das anzumerken, vorsichtshalber, in Frau Stahl und Herrn Betz war und ist Herr K. nicht verliebt, Pionierehrenwort…)

Bla. – „Kriterium der Wahrheit ist die Praxis“, hat Dr. Karl Marx gesagt, war nicht alles schlecht, und gibt es denn bei Quora durchaus ganz praktische Hinweise etwa zur Berufswahl, *hüstel*.

Herr K. hat nämlich ganz nachher, oder so ähnlich, ein telefonisches Beratungsgespräch, Wiedereingliederung in Prozesse der Steigerung des Bruttosozialprodukts betreffend, und er ist ganz gespannt, ob er neugierig ist; er hat lange darüber nachgedacht, was er nun noch diesbezüglich versuchen könnte, was er vor allem noch mit 75 tun könnte und auch etwa im Home-Office. K. kann nicht mit 67 in Rente gehen, denn die würde sich auf ein paar Zerquetschte über 200 Euro belaufen, aber K. hat nichts gemacht; die Eltern sind schuld, die Stasi und Erich.

K. möchte aber auch oder gerade hier nichts Konkretes sagen, denn auch oder gerade hier unterliegt er dem magischen Denken des Tonio-Kröger-Syndroms; was ausgesprochen ist, ist erledigt; o schöner Schmerz, ach, edle Tiefe.

So weit der unterschichtige Klugschiss to go zum Tage, häff fann usw.!

(… was hier „usw.“ sein soll, weiß K. auch nicht, aber er findet, was er allerdings für sich behält, dass das gut klingt…)

** Gnihi.
** Vielleicht nicht freudvoller, aber Freudvoller Verschreiber des Tages: „hoffnungsvoll verknallt“. Muaha. – Sorry! Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, Pionierehrenwort!

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1 Antwort zu (… Herr K. war stets bemüht*… diesbezüglich… *hüstel*…)

  1. Herr Ösi sagt:

    Die ersten drei Punkt hakt er ab, der Herr Ösi… nur beim letzten hapert es…

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