(… wie K. sich ein Ding gemacht hat, als er sich ein Ding machen wollte…)

Ist er nun ein Künstler? – Er hat einen Hut!

***

K. war, wir berichteten, schon immer im Widerstand, und da er, um eine schier kernige Formel aus dem Freudeskreis Anna Lyse zu verwenden, immer alles rückgängig macht, was nämlich etwas ganz Altes ist, hat er sich entschlossen, einige fleischige Produkte verstohlen zu verspeisen, die vom nun schon wieder vor einigen Wochen ausgezogenem Nachbarn in der Tiefkühlkühle, oder so ähnlich, eisig-frisch verblieben waren; beinahe vor der Vollendung der Zubereitung einer tiefgefrorenen Mahlzeit aber hat K. feststellen müssen, dass er die Schüssel eingefroren hatte und dass es sich bei den vermeintlichen Fleischbällchen um Sojageschnetzeltes handelte.

(… das war ja dann wohl ein Zeichen, nich’…)

Nun vergisst Herr K. immer wieder, dass er Angst vor Alzheimer hat; allein, seine Erheiterung hat überwogen und sein Appetit war völlig seinerseits, und hat er denn neuerlich erkennen müssen, dass er trotz seines hohen Alters recht entwicklungsfähig scheint; wir bitten um diskrete Anteilnahme.

Dieser Beitrag wurde unter Kabarettung, Nabelbohrungen, Schnullifax veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu (… wie K. sich ein Ding gemacht hat, als er sich ein Ding machen wollte…)

  1. Herr Ösi sagt:

    Der Herr Beuys hatte auch einen getragen, einen Hut, obwohl manche meinen, er wäre gar kein Künstler gewesen.

    Ein Hut steht K. gut.
    (Genug der Lyrik für heute. Morgen ist auch noch ein Tag.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.