(… strukturelle Muster…) … (… [Fragezeichen]…)

Quelle. Nun schon zur Tradition geworden, dient das Bild
der kulturellen Umrahmung und hat daher nur bedingt mit
dem Thema des im Folgenden geposteten Postings zu tun…

Das ist eines der tragikomischen Highlights, die K. in den letzten Monden erlebt hat, und immerhin bekommt er es mit, das sei hier erwähnt, weil er es trotz seines hohen Alters lernen soll, das Positive zu sehen; grandiose 6 der 36 Lektionen im Fernkurs „Kreatives Schreiben“ hat K. bewältigt, ha, und die letzte Lektion war eben die Ausarbeitung eines Erzählplans, oder wie immer man das nennen mag, bei dem es um die sozusagen ausführliche Ausgestaltung eines Plots ging.

In der Aufgabenstellung wurde ausdrücklich erklärt, dass es erfahrungsgemäß verfehlt sei, sich gleich an einem Romanplan, oder wie immer man das nennen mag, zu versuchen; man solle sich vielmehr um den Entwurf einer Novelle oder dergleichen bemühen. Nach der Einsendung der Lösung, mit der, was jedermann überraschen muss, ja ja, auch jede Frau, ist ja schon gut, Herr K. massivst unzufrieden war, äußerte sich der Tutor höchst angetan und hat K. empfohlen, einen Roman draus zu machen, und der Mann ist wohlgemerkt ein gestandener Profi als Autor und als Kreativtrainer und kein schlotternder Schlehmil wie Herr K.

Gnihi. – Worum geht es? Ist K. in der Lage, sich um etwas zu bemühen, das man mit einigem guten Willen und mehreren zugedrückten Augen eventuell als „zum Thema kommen“ bezeichnen könnte?

Nun, der Plot ist im Grunde der von Oskarchen Matzerath; nein, Herr K. hat eben nicht „geklaut“. Außerdem ist dieser Vorwurf insofern ohnehin schlecht gequirlter Quatsch, als nicht nur K., der Luftmensch, festgestellt hat, sondern auch gestandene Leutinnen und Leute konstatiert haben, dass seit Jahrtausenden Literatur aus immer neuen und farbig-frischen Variationen einer Art Basisfond von Plots besteht, siehe, als Beispiel, etwa hier.

Leider muss K. nun wieder zum Psychogedöns kommen, aber es tut ihm nicht leid, denn er kann nicht anders; er hält sich, wie bereits erschöpfend berichtet, für den Gruppentherapeuten der Lokalen Gruppe.

Etwa mit 12 oder 13 hat K. diesen inneren Schwur geleistet, nicht mehr mitspielen zu wollen, d. h., er hat im Grunde das praktiziert, was man in der Wirtschaftspsychologie „innere Kündigung“ nennt, wobei er seine Verweigerung zunächst „nur“ in der Echokammer der Familie getätigt hat, ab der elften Klasse dann auch in der Schule usw.; Mitgliederinnen und Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse sprechen hier von „Generalisierung des Symptoms“. Zudem hat wohl auch, wie immerhin eine erfahrene Lehrerin mitbekommen hat, eine Störung des schizoformen Spektrums K. im sozusagen Lebensvollzug einzuschränken begonnen.

In seiner typischen Arroganz ist K. überzeugt, dass „Die Blechtrommel“ auch deshalb derart erfolgreich war, weil die darin in epischer Breite und Tiefe dargestellte sozusagen Lebensstrategie nicht nur K. sehr bekannt vorkommt. Zahlreiche Menschen haben während ihrer Erziehung Wachstums- und Lebensverbot erlebt, und Oskarchen führt nun vor, wie man dieses Verbot aushebeln kann, indem man es sich selbst auferlegt und damit zudem die Initiative gewinnt oder wieder gewinnt, die gewissermaßen Gestaltungshoheit über den eigenen Lebens-Slalomlauf.

Hat das jemand verstanden? – Egal! Grass hat den Plot nun nicht in sich leider immer wieder als größtenteils schwer verdaulich erweisenden pseudophilosophisch-privatpublizistischen Satzkaskaden verarbeitet, wie Herr K. das zu tun pflegt, der in diesem Internet einen Blog betreibt, furchtbar, sondern durch die poetisch wörtlich genommene Wachstumsverweigerung.

Ja, und das ist eben das Problem; K. packt es nicht, Klappe, die 588.*, eine richtige Geschichte draus zu machen, es entstehen „nur“ sozusagen Lebensreportagen. Allein, K. ist neuerdings geneigt anzumerken, immerhin, dass das besser als nichts wäre bei seiner Dauerblockierung als Schrift-Steller, bla.

Aber das ist noch nicht alles, wie völlig zu Recht zahlreiche Nichtleser sehr wahrscheinlich bereits vermutet haben. Es gibt noch eine Art „Nebenplot“, der gleich zu Anfang der Lebensreportagen angedeutet wird; es geht um das Problem der Leute, die nicht oder nicht hinreichend das Gefühl entwickeln konnten, in dieser Welt berechtigt anwesend zu sein usw.; es sind sehr viele Leute, und genauso sieht die Welt auch aus, und das sind die Ressourcen, auf die es ankommt, nicht zum Beispiel das Erdöl usw., bla.

Dieses sozusagen Grundgefühl, irgendwie ein Monster zu sein, zieht sich durch wie eine Hintergrundstrahlung.

Und jetzt kommt es; besagter Tutor hat ein sehr gut verkauftes Buch geschrieben über den erfolgreichsten deutschen Roman, in dem es, zugegeben etwas vereinfacht gesagt, um einen Helden bzw. „Helden“ geht, der auf subtile und skurrile Weise ein Monster ist. K. will es bei diesen Andeutungen belassen, denn er will als sooo ein guter Mensch niemanden kompromittieren.

Tja, Herr K. wollte mit der hier niedergeschriebenen Niederschrift bzw. niedergetippten Niedertippe sagen, dass er wieder, siehe Überschrift Headline, strukturelle Muster am Wirken und Weben sieht, der wieder mit seinem Eso-Ego-Scheiß, und für diesen Versuch einer kurzen Mitteilung an die völlig zu Recht unübersehbare Masse von Nichtlesern hat er bis hier 783 Wörter benötigt.

Aus K. wird kein Diplomautor mehr, aber schon aus strukturell fixierter und daher therapeutisch schwer oder gar nicht erreichbarer Gehässigkeit und weil er ihn vollständig abgezahlt hat, yeah, wird er weiter im Fernkurs kursieren, denn er hat noch Zeit bis Juli für die nur noch 30 von 36 Lektionen, muaha.

(… merkt nich‘, dissa eifersüchtig is‘, merkt nich‘, dissa eifersüchtig is‘, höhöhö…)

PS: K. konnte entgegen seiner Ankündigung der Lektüre seines eben veröffentlichten Buches nicht widerstehen, sein Narzissmus war stärker, furchtbar, der Mensch, und er hat schon auf den ersten 20 Seiten ’ne Handvoll Fehler gefunden. Falls jemand tatsächlich dies Büchlein käuflich zu erwerben wünscht, möge er, ja, oder sie, zefix, noch ein paar Tage warten, denn K. ist neuerlich heftig auf Korrektour, gnihi.

* Hier sieht sich der Klient, im Unbewussten, zum wiederholten Male als Fülmrehschissör; verständigen Sie bei Bedarf kraftvolle Fachkräfte! – Ja ja, auch Fachkräftinnen, ist ja schon gut.

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