(… anhaltend täglich grüßende Bataillone von Murmeltieren…)

Sein nähmlich von Jandl, dem Ernsten. Quelle.

Die Abstände werden kürzer, oder wieder kürzer, zwischen Traumprüfung und deren Pendant in der sogenannten Realität, und Herr K. wagt nicht, dies in der Weise zu deuten, dass er nicht nur als Asymptoter immer näher ran kommt, sondern vielleicht doch einmal ganz demnächst irgendwie landen wird; Lachen einstellen, nach unten wegtreten…

Warum schreibt Herr K. so was immer wieder auf, obwohl er weiß, dass sich dadurch eh‘ nichts ändert? Er hat ja nun nach der Veröffentlichung seiner Traumprotokolle immerhin festgestellt, dass die Wirkung eine fehlende solche ist, oder so ähnlich.

Es muss raus, er muss darüber quatschen, frei nach einem Song einer DaDaeR-Rockband, war nich‘ alles schlecht, bla; K. behindert ja niemanden oder versetzt gegen ein Gestöß, oder so ähnlich, und ohnehin liest das kaum wer, leider zum Glück.

Vor einigen Tagen zum -zigsten Male wieder einer dieser Träume, bzw. eben „Träume“, das lässt sich offenbar nicht vermitteln, in denen die Atmosphäre derart dicht, intensiv, leuchtkräftig usw. war, wie es Herr K. in der sogenannten Realität bestenfalls in temporären Annäherungen erlebt hat; das Phänomen lässt sich in Worten kaum erfassen, es scheint sich, wie erst höchstens 45 Mal angedeutet, um ein archetypisches Erleben im Sinne C. G. Jungs zu handeln.

Fürstenberg an der Oder, das war eindeutig, denn es kam ein mit diesem Ortsnamen beschriftetes Schild im Traum vor, und am Tag nach der Traumprüfung, die von ihm, Überraschung, nicht bestanden wurde, hat K. sich auf ein Wohnungsangebot in einem seiner Lieblingsgebäude gemeldet, inzwischen erfreulicherweise und berechtigtermaßen denkmalgeschützt, und natürlich kam keine Antwort, und das versteht K. sehr gut, denn er würde sich auch nicht antworten.

Eigene fotogräfliche Betätigung; korrekt, sieht man auch.

K.’s Nachbar zieht nämlich aus, best neighbour ever, no joke, weil er sich unterkunftlich weiter entwickeln möchte, kann, darf und will, und nun dreht Herr K. wieder am Rad, nicht wahr; er ändert sich auch nicht mehr, er ist so konditioniert, wuff, und da kann man nix machen.

Natürlich wird von der vox populi jetzt kolportiert, dass hier alle Leute ausziehen, weil sie K. nicht aushalten würden, aber das überrascht nicht einmal K. – Was soll das? – Nichts Genaues weiß man nicht; doch wir bleiben dran.

Vor ein paar Tagen hat K., Klappe, die vierhundertsechsundsechzigste, wieder einmal daran gedacht, neuerlich knuffen und mucheln zu gehen, denn er hat offenbar immer noch nicht genug Lebenszeit mit Hilfs-Arbeiten herunter geschrubbt, das Opfa, und er hat dann im Vollzug dieser sinisteren Anwandlung schier schnurstracks eine Zeitungsanzeige ausgeschnitten, bzw. ausgerissen, da ist viel Wut, das ist was ganz Altes, mit der Zeitungszusteller gesucht wurden.

In der Nacht zu heute kam nun der entsprechende Test, den K., was jedermann überraschen muss, sogar ihn selbst, voll in den Sand gesetzt hat; falsche Straße, Schlüssel verloren, dann ein ganzes Schlüsselbund usw.; das ist derart eindeutig, dass es keines Kommentars bedarf, auch und erst recht keines von hinter der Freudvoll freudlosen Couch geknurrten Feedbacks, zefix.

Wer macht so was warum und wie??? – Rein rhetorische Frage, versteht sich! Durch Traumprüfungen soll eine Bindung an eine (Werk-)Tätigkeit oder eine Person erzeugt werden, und man muss mit Frau N. Hagen fragen, und das reimt sich sogar, so dass wieder einmal ein Bachmannpreis winken dürfte: „Wer hat sich das ausgedacht?“

Bla.

Weiter voran auf bewährtem Kurs!

PS: Da K. trotz allem immer wieder nachweisen möchte, dass er im Rahmen seiner altersbedingten Einschränkungen von zunehmender gerontopsychiatrischer Relevanz raumzeitlich adäquat orientiert scheint, hier der Hinweis, dass heute in zehn Monaten Heiligabend ist; rechtzeitiger Erwerb von Geschenken sichert familiäre Harmonie – Ihr Life-Content-Manager!

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