(… Alleinsein, nicht Einsamkeit…)

Quelle.

Das ist ein Unterschied! – Der sich hier in dem Versuch des K., einen großen Geist gewissermaßen zu korrigieren, zeigende Hang zum Größenwahn ist störungsspezifisch und kann daher, weil auch oder vor allem in diesem Kontext nicht destruktiv wirkend, vernachlässigt werden; bei Unstimmigkeiten zum Thema kontaktieren Sie bitte die Gemeindeschwester, rothaarig angenehm…

*Hüstel* – Aaaber!

Eben diese oben zitierte, oder so ähnlich, aua, nicht jung wirkende Haltung zur Welt ist eine Art unbestimmten Verhaltens, das zwangsläufig freudlose Freudvolle Übertragungen nach sich zieht; d. h., die Leute, und auch die Leute sind immer die anderen, spinnen sich Einen an.

Erst ganz kürzlich hat K. wieder etwas in dieser Richtung erlebt; „Annalüticka!“ zischte die dämliche Schnepfe nicht hinreichend unterrichtete Vertreterin der rezenten Hominiden auf dem dritten Planeten des Systems, die K. noch nie gesehen hatte, als er, wie es seine Art ist, beschwingt durchs Weichbild von M eilte, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren.

Das mindestens Interessante bei dieser der mindestens einmal wöchentlich von ihm erlebten Nutzungen des K. als eine Art mobiler Container für derlei „Harte Worte, harte Worte!“, „Herr Lehmann“, *hüstel*, scheint ihm, dass die Bürgerin gar nicht bemerkt hat, dass sie in dem Augenblick, in dem sie sich über Züchogedöns lustig zu machen glaubte, denn sie wirkte unterschwellig deutlich stinkig, elementaren Mechanismen eben dieses Psychoclubs unterlegen war, hier Projektionen und Übertragungen. – Das is‘ mal wieder Dialektik, ha!

Herr K. geht hier nicht auf Unterschiede von Projektion und Übertragung ein, denn da streiten sich die Gelehrten, und Herr K. ist sich durchaus bewusst, ein höchstens Viertelgebildeter zu sein, heule heule.

***

Was für ein, igitt, wunderschöner Traum in der Nacht zu heute! K. muss darüber quatschen, vergib ihm, herbe Dame Welt; er hat sich wohl tatsächlich eingebildet, wenn er seine Traumprotokolle veröffentlicht, hört das auf, gnihi! – So was gehört doch in die Einrichtung, echt jetzt!

Wieder Eisenhüttenstadt; Ankommen, Landen, nach Hause Kommen, Klappe, die x plus erste. Dabei war die Stadt nur sozusagen atmosphärisch spürbar, während die Gebäude K. nicht bekannt waren. Der Hof, den K. zu überqueren hatte, schien jedoch im Wohnkomplex II zu sein.

Plötzlich läuft eine ganze Schulklasse neben Herrn K., und ein etwa 14jähriges Mädchen sagt überaus freundlich: „Hallo, Ronald!“ K. war natürlich verdattert, hat das Mädchen aber nicht erkannt, jedoch waren in für Träume typischer Weise wieder einmal mehrere Personinnen enthalten; der, hach, Blondschopf schien einer ehemaligen Mitschülerin zu entsprechen, die, ach herrje, Apfelbäckchen einer ehemaligen Mitklientin.

Die atmosphärische Stimmung bei dieser Szene lässt sich wieder in Worten kaum ausdrücken, was wieder einmal an die von dem eben oben abgebildeten Meister gründlich erörterten archetypischen Phänomene erinnert, die man, sinngemäß, in Worten nur gewissermaßen umkreisen und nicht wirklich beschreiben könne.

K. ist dann in einer Wohnung auf der Ostseite der Pawlowallee, in dem Haus mit den Torbögen. Die Wohnung ist mit DaDaeR-Möbeln aus den Sechzigern ausgestattet, was K. mit einem irren Gefühl von Wehmut und Sehnsucht erfüllt; er hat bekanntlich halt die Wende verpennt.

Herr K. geht zum Fenster, an dem sehr filmisch ein Store leise im Wind zippelt, und sieht nicht das in der sogenannten Realität zu erblickende fast spiegelbildliche Torbogenhaus auf der Westseite der parkartigen Allee, sondern ein repräsentatives Gebäude aus spätestens dem 19. Jahrhundert; wieder zerrt in ihm, hach, dieser Zwiespalt zwischen dem nicht Erkennen eines Traumdetails und dem sicheren Empfinden, es irgendwoher zu kennen.

Tja. Na ja. Was soll es. Ach herrje. – Stuhlgang heute zunächst stockend, insgesamt jedoch zufriedenstellend.

PS: Bla.

Quelle.

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