(… „War nich‘ alles schlecht!“ oder K. gibt sich, aua, die Kante…)

Woran K. erkennt, dass er älter wird? – Früher hat ihm nach dem Joggen was weh getan, *hüstel*…

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1999 wurde K. nach Bayern gekommen, was womöglich ein Fehler war, aber nun ist K. halt da; zwischendurch hat er des Öfteren Cityhopping und Flatjumping betrieben, denn er ist ein Getriebener fürwahr, den man im Auge behalten muss, und nun ist es ihm zum ersten Mal gelungen, eine Brezn dergestalt aufzuschneiden, dass er Rama drauf schmieren konnte, denn er isst keine Butter, weil er vegan isst, womit er dauernd angeben muss.

Was lernt uns das nun ? – Kauft Messer von „Sabatier“!

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Nun ist es so weit – K. liest zu Weihnachten Kant; unter anderem, sein SuB* wird immer größer. Äh… – Hermann Kant, und nicht kategorisch imperatiefsinnig. K. hat sich „Die Aula“ sowie „Der Aufenthalt“ kommen lassen; man sagt: „kommen lassen“. Der Typ hat halt die Wende verpennt, kann man nichts machen…

Er, immer Herr K., hat nun die zu Recht berühmte „Aula“ zu lesen begonnen und ist geradezu hinein gezogen worden. Zu seiner Verblüffung, ohne Irokasmus und dgl. gesagt, musste K. dauernd laut lachen; was sollen denn bloß die Leute denken, *hüstel*.

Alle drei Wahrnehmungen jedoch, die K. bereits vor vielen Monden gemacht hat bei der immer erneuten Lektüre des Kant, haben sich ihm bestätigt.

Erstens – Kant hat kokettiert. Er hat, sinngemäß, irgendwo angemerkt, dass man ihn zwar als ambivalenten, wenn nicht zwielichtigen Menschen wahrnehmen würde, dass man aber bitte von ihm sagen möchte, schreiben hätte der Kerl gekonnt. – Das hat er gewusst, dass man das sagen würde; es gibt Passagen in dem Buch, die hätte auch ein Grass nicht hinbekommen. Nein, das ist nicht arrogant und ostalgisch.

Zweitens – der Anfang! K. ist nun nicht nur bereit, sondern auch in der Lage, diesen zu zitieren, ha!

Da sitzt einer über seiner Schreibmaschine, raucht zuviel, bläst Staub von den Tasten, beißt in einen Apfel und denkt an Schiller dabei, starrt auf das leere Papier und dann auf die Uhr, kratzt an dem verklebten kleinen a herum, bis es wieder sauber ist, hat schon wieder eine Zigarette in Brand und nennt das alles Arbeit.
 
Hermann Kant, „Die Aula“; Rütten & Loening, Berlin 1986, Seite 7

„Zuviel“ ist im Buch zusammen geschrieben; zudem hätte K. „einer“ groß geschrieben, aber K. wird halt nie Diplom-Autor, heule, heule. Allein, er wollte nicht, „Hört! Hört!“, über sich reden!

Man hat die Höhen der Kultur erstürmt und fragt sich nun, und dass das humoristisch gemeint ist, spielt überhaupt keine Rolle, ob das wirklich richtige Arbeit ist, was man da treibt. Die eingeübten bis eingedroschenen Wahrnehmungsmuster sind auch durch die neue Gesellschaft nicht verändert worden, wobei man bei der Äußerung dieses Gedankens sofort Gefahr gelaufen wäre, zumindest metaphorisch gesteinigt zu werden mit Textbausteinen wie: „Lieber junger Freund, es handelt sich um Überbleibsel der alten Gesellschaft, die wir im Zuge unserer gesetzmäßigen Entwicklung überwinden werden!“

Und wenn wir nicht gestorben sind, überwinden wir noch immer… – Derselbe Brecht aber, den Kant des Öfteren zitiert oder dessen Aphorismen er gar als Mottos seinen Büchern vorangestellt hat, hat fast wörtlich gesagt, nachdem man die Höhen der Kultur erstürmt hätte, hätte man feststellen müssen, dass gar keine Verteidiger existieren würden.

Muaha. – Und dann schließlich diese im mehrfachen Sinne phantastische Arbeitsgruppe! Das Wesentliche an ihr, und gerade diese Wahrnehmung hat sich bei, in oder für K. bei der aktuellen Lektüre Kants bestätigt, ist nicht der reale Sozialismus; der hat „nur“, jedenfalls in dieser Frühphase, bevor alles seinen Gang ging, zumindest einige Rahmenbedingungen hergestellt, die dazu beigetragen haben, dass eine wirkliche Gruppe zu entstehen vermochte, in der Leute über sich hinaus wachsen konnten.

(… heute haben wir gelernt, dass die Mehrzahl von „Motto“ nicht „Motten“ heißt… har har… korrekt, hier zeigt sich wieder die chronische Chamäleonose [morbus zelig] des Klienten, denn dergleichen Jokes werden auch in dem kantigen Buch launig-fluffig eingeflochten oder so ähnlich… K. ist, wir berichteten mehrfach, leicht zu durchschauen, sogar von sich selbst… wobei K. den Verdacht immerhin quasi keimen spürt, oder so ähnlich, dass Kant deutlich geistreicher war als K…. allerdings musste er das ja auch, denn er war ein großer Vorsitzender fürwahr… und so… nich’… *hüstel*…)

So weit der Klugschiss to go zum Tage, dampfend frisch ab Werk aus der Unterschicht!

* Gemeint ist nicht nicht das, sondern ein „Stapel ungelesener Bücher“, zefix. – Womit K. hinwiederum nichts gegen diesen vortrefflichen Verein sagen wollte; himmisakra, ist das kompliziert mit der Kommunikation!

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12 Antworten zu (… „War nich‘ alles schlecht!“ oder K. gibt sich, aua, die Kante…)

  1. Herr Ösi sagt:

    Lieber K.,
    seit ich nicht mehr Jogge, geht es mir ganz danke. Heißt prima.
    Eine Brezel hab ich nie aufgeschnitten, sondern immer einfach rein gebissen, wenn ich mir mal den Kant… äh, nein, die Kannte gegeben hatte… chchch

    Habe er einen angenehmen Weihnachtsfeiertag

    🎄 🎅 💫

    • Herr Koske sagt:

      Du kommst ja auch nicht aus dem Stammesgebiet der Bajuwaren, sondern aus Ostarrichi, hähä…

      (… reiner Neid, logisch… einmal im „Central“ den Boden wischen und dann sterben…)

  2. Herr Ösi sagt:

    Nein, den Fritz Bocks hat mein Nachbar. Ich werkel noch mit dem alten CVE-30360.
    Aber für das bisserl, was da aus der Leitung träufelt, reicht es allemal.
    Mein Ubuntu 21.10 macht die internetöse Langsamkeit wieder wett… 😉

    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr, Gesundheit, 🍀, 🐷, 💫, 👍, 🥂
    Der Ösi

    • Herr Koske sagt:

      I donk o scheen! – Wie mehrfach schier spielerisch eingeflochten, soll das Bayrisch sein; wir bitten um Unverständnis! – Dito! – Man hat ja sein Latein gleichfalls nicht völlig vergessen, wie Herr Bendix Grünlich fast wörtlich gesagt hätte, nachdem er einige Zimmer im ersten Haus am Platze gemietet, hä-ähm…

      Ich hatte auch schon so ulkige Kästen, aber der von Fritz Bocks war besonders günstig, und da man sich ja sonst nichts gönnt, nicht wahr…

      Ubuntu ist obercool, aaaber – ich bastele mit Flash und Photoshop und dem Magix Music Maker und bin vor allem siedlersüchtig, und das läuft zwar auch alles unter Ubuntu mit WINE usw., aber nicht mit dem Prozessor…

      • Herr Ösi sagt:

        Der Nachteil beim Ubuntu ist, dass du ab 18.04 einen Arbeitsspeicher mit 8 GB benötigst. Unter WINE läuft bei nur Irvanview, damit ich die Pixel reduziere, wenn ich Fotos auf meinem Blog hochlade bzw das Ö innen durchsichtig mache… chchch
        Ich habe auch Windows auf dem Läppi, bin aber Ubuntu mittlerweile sooo gewohnt…

        • Herr Koske sagt:

          Oh. – Na ja; ich habe genau 8 GB RAM (d. h., mein PC), aber das habe ich nicht gewusst. Außerdem – „Lege nie die Hand an ein funktionierendes Betriebssystem!“ Opa is‘ mal artig…

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