(… eigentlich hat K. seine Stimmen bei der Wahl abgegeben…)

Aharhar, urlustig fürwahr! Wer aber solche Witzchen bzw. „Witzchen“ macht, oder gemachte Witzchen nachmacht oder in Umlauf bringt… äh… – oder so ähnlich, der muss, O-Ton vox populi, „den Simulanten spielen“.

Nee. Man hat sich nach 35 Jahren an dergleichen gewöhnt, wie an eine Brille, oder wie jemand, der eine Prothese trägt, sich an diese gewöhnt hat; sie ist nicht normal, sie ist unnatürlich, aber sie ist nun einmal da und kaum noch weg zu denken, weil sie gar gebraucht wird usw. „Man“ scheint hier durchaus angebracht, denn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – eben kam wieder: ‚Kuckuck?!‘ – trifft das Erörterte nicht nur auf die Person des unwohltiefgeborenen K. zu, zefix.

Aber was K. umgehauen hat, ist die Mitgliedschaft von Freud und Churchill in diesem illuster illuminiertem Kreise.* Freud ist klar; die haben doch alle selber ’n Ding an der Glocke, das ist nichts Neues. Allein – Churchill! Das ist der Mann, der schon 1943 gesagt hat, die Reiche der Zukunft wären Reiche des Geistes.

Ha! Ha!!! Dies Jahrzehnte vor dem Internet als für jederfrau und jedermann zugänglichen virtuellen Raum; einen solchen Raum gab es schon seit Jahrtausenden, in Gestalt der Weltliteratur als Kammer der Kommunikation über Landes- und Zeitgrenzen hinaus, allerdings immer nur als quasi One-Way-Kommunikation, heule heule. Zudem scheint Einiges darauf hinzudeuten, dass das Internet eine Art Vorstufe oder Durchgangsphase sein dürfte.

Ist es jedoch vorstellbar, dass jemand etwa an der Bushaltestelle steht und etwas schier deklamiert wie: „Die X aus der ypsilonten Etage hat schon wieder ’ne Nierenkolik!“? – Das ist nicht vorstellbar oder jedenfalls nur schwer.

Hingegen: „Hier wohnt ’n Irrer!“ geht immer. Welches Jahr haben wir nochmal? 1840? Ach nee – 2021; so ’n Scheiß aber auch. – Wir bitten die Ausdrucksweise zu entschuldigen; K. kommt aus dem Osten und die hatten da zu wenig Buchstaben, wie erst höchstens 20 Mal erwähnt.

K. weiß gar nicht, ob das echt oder halluziniert war; nur meist, nicht immer kann er das unterscheiden. Diese menschlich reife sowohl als auch geistig tiefe Rückmeldung ist zudem bereits vor einiger Zeit erfolgt. „Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts!“ (Quelle. Gnihi!)

Fest steht, dass in diesem, ohne Ironie und dgl. gesagt, erstaunlichen Gebäude aus der Zeit, als die Welt noch in Ordnung war, bereits seit etwa einem Dutzend Jahren eine WG für Menschinnen und Menschen logiert, die, aus welchen Gründen auch immer, Abschnitte ihres Lebens in psychiatrischen Kontexten verbracht haben. Mit anderen Worten wurde von den Rückmeldern die eigene defizitäre Wahrnehmung wieder einmal gar nicht realisiert, stattdessen wieder einmal dynamisch auf den diensthabenden vermeintlichen Omega gereihert wurde.

Ah, K., das Opfer! Ah, welch schaurig-schönes Martyrium! Fester! Fester!!! Aaaaaaah!

Muahaha. Sorry! – Es geht nicht um K., der etwas austrägt, sondern ums Prinzip. Nach wie vor und immer wieder herrscht in einer Population, die einige ihrer Mitglieder ganz demnächst zum Mars schicken will, Mittelalter, wenn nicht Steinzeit, sobald es um das geht, was die Vertreterinnen und Vertreter dieser Population als solche ausmacht, weil von allen bekannten anderen Lebewesen unterscheidet, Psycho.

(… der Stasi hat wieder angeschissenha… im Auge behalten, den Mann… plant den Umsturz, hoho…)

(… korrekt, neuerlich gibt K. das Wunderkind, um die dunklen Seiten seines Seins zu übertünchen… kennen wir doch… was ganz Altes, nicht wahr…)

Nach diesen unterschichtigen Worten zum Tage aber noch ein Bild bzw. Abdruck, das bzw. der K. durch Erzeugen von zumindest sozusagen innerem Kichern den Morgen gerettet hat und ihn zudem an seine Zeit als Zeitungsjunge nicht ohne Behagen denken ließ.

Die Ursprungsdatei des Bildes ist gemeinfrei.

Einmal wurde K. etwa 1998 an einem Samstagmorgen gegen vier Uhr im Friedrichshain von einem Passanten etwa hier gefragt, ob wieder ein Beitrag von diesem Osang in der „Berliner Zeitung“ enthalten wäre, denn dann würde er, der Passant, gern ein Exemplar dieses Printmediums schier schnurstracks käuflich erwerben wollen.

Ha! Übrigens war ein solcher angefragter Beitrag enthalten; K. hat selbst vor jeder Samstagsmorgenrunde mit Zeitungswagen nachgesehen, ob dieser Osang wieder etwas geschrieben hatte. – Sternstunden der Kundenbindung fürwahr, wo sie niemand vermutet hätte, ha!

Lustig war aber auch, dass Zusteller von Zeitungen immer wieder mit deren Straßenverkäufern gleichgesetzt wurden; das ging jedoch seinen postsozialistisch-kapitalrestaurativen Gang, weil zumindest von der „Berliner“ immer mehrere zusätzliche Exemplare in jedem Zustellwagen waren. Die „taz“ oder die „Süddeutsche“ waren leider immer genau abgezählt, aber auch hier wusste sich K. zu helfen, denn noch lebte der Glaube in ihm, dass Zeitungen etwas wie Wertpapiere wären. – So was gehört doch in die Einrichtung, echt jetzt!

Dies waren wieder ein paar sehr olle Kamellen aus des sehr ollen K. Zeit, in der er sich wenigstens in Ansätzen bemüht hat, marktwirtschaftlich adäquat zu agieren; gepostet zur Erbauung, Erheiterung und Belehrung der völlig zu Recht unübersehbaren Nichtleserschaft, tandaradei!

Häff fann, oder wie die Großbritannier sagen!

Die Ursprungsdatei des Bildes ist… – wie üblich, bla.

***

PS: K. ist sich durchaus darüber im Klaren, dass er hier magischem Denken erlegen ist. Da er selbst über das Thema „Stimmenhören“ zumindest einigermaßen unterrichtet ist, setzt er als selbstverständlich voraus, dass dies auch auf Ottilie Normalverbraucherin zutreffen würde; dem ist aber mitnichten so, heule heule.

* Diese Überlegungen sind wieder sehr durchsichtig, nicht wahr; Herr K. meint nun, ein rechter Genius zu sein fürwahr, weil er sich in diese Reihe genialer Menschinnen und Menschen eingeordnet sieht. K. ist wirklich sehr leicht zu durchschauen, sogar von sich selbst; wir berichteten, *hüstel*. „Rechter“ vor „Genius“ ist übrigens auch hier keineswegs politisch gemeint, vielmehr K. politisch nach wie vor in der extremen Ultramitte verortet ist. K. wollte schon lange einmal das Wort „verortet“ anbringen, und hiermit hätte er es nun angebracht. Eine gewisse Befriedigung will sich in ihm breit machen; allein, er weiß ihr zu wehren, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt!

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14 Antworten zu (… eigentlich hat K. seine Stimmen bei der Wahl abgegeben…)

  1. Herr Ösi sagt:

    Hätte Carlos Santana nicht Stimmen gehört, wie bitteschön, hätte er seine wundervolle Musik sonst komponieren sollen?

    Von den anderen Herrschaften ist nicht bekannt, dass sie Wesentliches im Bereich der Musik beigetragen hätten… äh… außer vielleicht Robert Schumann, bei dem uns die eine oder andere Klimperei überzeugt.

    Jetzt ist klar
    warum Herr K
    so gut im Musizieren
    im Sampeln und im Tirilieren

    • Herr Koske sagt:

      Ha! Bin ich gut? Sollte ich was draus machen? – „Der Junge macht nichts aus sich!“, hätte Tante Paula gesagt, wenn es sie gegeben hätte; wir berichteten erst höchstens dreißig Mal. – Ich weiß auch nicht, und das ist kein Kokettieren!

      (… öhm… – danke für die Blümelein, nicht wahr…)

      Den Gedanken mit Santana hatte ich auch; den Mann hätte ich aber auch nicht in diesem Kreise erwartet. Aber es gibt ja noch Krasseres – Luther hat ein Tintenfass nach dem Gottseibeiuns gepfeffert; warum ist der nicht ins Irrenhaus gekommen (damals war diese „Bezeichnung“ ja zutreffend, wobei „Tollhaus“ auch ganz toll ist)? Welche sozusagen Rahmenbedingungen waren da wirksam? Usw. Ist echt spannend; im nächstem Leben wird K. auf keinen Fall wieder Spießer…

      (… ich erwäge übrigens, Deine Anregung betreffs Kommicks aufzugreifen; so sagt man wohl, man sagt: „aufzugreifen“, aber das am Rande…)

      Ich bitte, die schriftliche Geschwätzigkeit zu entschuldigen; das Alter!

      Häff fann!

      Herr K.

  2. Herr Ösi sagt:

    Das Tintenfass gepfeffert?

    Mag ungewöhnlich sein. Aber damals war halt noch alles BIO. Und wer weiß? Vielleicht hat die Tinte danach gar nicht so übel geschmackert… 😉

    (Diese Alten waren weniger blöd als wir ihnen gemeinhin unterstellen…)

    • Herr Koske sagt:

      Also ich habe nie nichts unterstellt, nirgends…

      Das mit dem Bio ist ein neuer Aspekt; womöglich ist Luzifer, der stolze gefallene Engel, deshalb entwichen, ha!

      (.. K. übet gar manierlich „Phantasie entwickeln“, obwohl er doch ganz tief drin genau weiß, das er… – lassen wird das, heule heule…

      (… irgendwann gibt es Zeitreisen und dann wird man das alles nachprüfen können…)

      • Herr Ösi sagt:

        Also… retour… in die gute alte Welt.

        Stell dir vor du landest in äh irgendwann… 1873 und sagst das Handy voraus. Entweder bist du dann der große Meister… oder du wirst am Scheiterhaufen verbrannt.

        Man kann in der Zukunft, selbst sie rückwärts geht, vieles bis alles falsch machen…

  3. Herr Ösi sagt:

    Ich schau gern diese Sendung:

    https://www.youtube.com/watch?v=Vi63FsnUtL0

    Dann weiß man, dass man nix genaues weiß…

    • Herr Koske sagt:

      Ha! Den hatte ich sogar abonniert (als ich noch ’n Eckaunt bei Jutjup hatte), und ich kieke immer noch gern dort mitte Oogen im Kopp; es gibt sehr viele solche Kanäle, und ich finde die sozusagen positiv erdrückend, tandaradei!

  4. Herr Ösi sagt:

    Man muss auf die richtige Mischung achten.

    Wird ja alles Mögliche behauptet… heutzutage…

    • Herr Koske sagt:

      … damit habe ich keine Probleme… ich versuche auch immer einmal wieder, mir Statements von Leuten rein zu ziehen, Alter, die nicht in meiner Filterblase herum schweben; das bisschen, das man gegen Verblödung tun kann, sollte man doch tun, denkt es in mir… oder so… nich’… Dingenskirchen…

      (… Herr K. möchte jetzt wieder gelobt werden…)

  5. Herr Ösi sagt:

    Oh… die älteren Kommentare muss ich wohl händisch aufrufen…

    Herr K., ich möchte dich loben, mit oder ohne Filterblase, einfach loben… chchch

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