(… frevelhaft freudlose Freudsche Fehlleistung – „das erste Buch Möse“…)

Die Ursprungsdatei des Bildes ist gemeinfrei.

Und ewig reihert das Murmeltier… Wieder einmal ist K. Zusteller, allerdings in einem Ort, den K. nicht erkennt, der ihm jedoch auf traumtypische Weise bekannt vorkommt.

‚Er dichtet doch nich‘!‘, kam eben per Mental-Funk, durch das Ohropax hindurch, das K. wie fast immer in den, Überraschung, Ohren hat, und wie immer als ein kaum noch zu verstehendes Raunen eines wie in antiken Spielen verschiedener Art und Unart im Hintergrund die Handlung zusammenfassenden Chores.

Morituri te salutant* und so weiter. Man hat ja sein Latein gleichfalls nicht völlig vergessen**, hätte Bendix Grünlich fast wörtlich gesagt, *hüstel*.

K. sucht zwei Adressen im Norden des Städtchens, ist sich auch sicher, im richtigem Quartier zu sein, findet aber die beiden Aufgänge nicht, in denen Leute wohnen, für die er Post hat. Es scheint sich in diesem Traum um Briefpost zu handeln.

K.’s Ziel ist wohl eine Art Doppeladresse wie etwa 22 und 22 a oder dergleichen. K. hat sich wieder einmal verlaufen wie Hänschen Groß und schon im Traum deshalb mächtig abgestunken; symbolisch gesprochen, versteht sich, denn mitnichten hat er in der sogenannten Realität seine Leibwinde lustig knattern lassen oder was dergleichen archaische Ausdrucksübungen mehr sind. Man wird das ja wohl noch sagen dürfen!

Nicht bestanden, wie immer und was sonst. Geht das jetzt sein Leben lang so weiter, fragt sich K. immerhin? Und wird er demnach nie bestehen, was ja den Intentionen der Traum-Fabrikanten entsprechend bedeuten würde, dass keine Bindung an eine Person oder einen Job mehr zustande kommt? – Rein rhetorische Fragen, wie immer; von K. zelebriert, weil er sich für interlecktuell hält, höhöhö.

Dann werden im Traum größere Areale im Zentrum des Städtchens sichtbar und erlebbar. – Eben kam: ‚Dein Leben lang!‘ – Es ist ein verwinkelter und zauberhaft verschachtelter mittelalterlicher Stadtkern zu erkennen.

Auch hier könnten Tagesreste hinein spielen. Beim schmerzlich sentimentalischem Dämmern über Stadtansichten von Hütte hat K. unter anderem dieses Bild angeschmachtet. Er hat diese Himmelsleiter, die ihn, Überraschung, an Lübeck erinnert, auch selbst mehrfach fotografiert, findet aber, Überraschung, seine hochwertigen Lichtbilder nicht mehr.

Dann steht K. an einer Bahnstrecke mit einem seltsamerweise auf eine U-Bahnstation verweisendem Schild (?), und merkt schon im Traum, dass er sich, Überraschung, verlaufen hat. Nicht bestanden, was sonst, heule heule.

Dies nun wieder ein kleiner Einblick in die Abenteuer einer Universal-Marginalperson im Stadium lumpenproletarischer Verlotterung. Wir bitten um Respekt für das immer weiter Machen des sinistren K. trotz anhaltenden epischen Scheiterns im virtuellem Raum mindestens seltsamer Prüfungsträume.

***

So sieht es aus… – Das Bild hat Herr K. heute gegen 09.00 Uhr kopiert aus dem 24/7-Stream der Webcam an der Bavariastatue in M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren; im Vordergrund sieht man die Sonderfreifläche Theresienwiese im Schnee. Wahrscheinlich wird K. nun wegen Nichtbeachtung zahlreicher Urheberrechte aus dem Solarsystem ausgewiesen, auf dessen drittem Planeten er derzeit hospitiert.

** Auch hier ist offenbar ein weit verbreitetes Klischee nachhaltig wirksam. Intanett bülldütt, Digga!
** K. hatte gar kein Latein, aber Männer müssen angeben – steht im Intanett!

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