(… im Samstagsdämmer scheint K., dass ihm was dämmert… oder so…)

Quelle. Sein Wort in Gottes Ohr das Ohr der Macht. Oder so ähnlich.

Präscriptum: Prekäre Eigenschaften wie sein Geltungsdrang und sein Narzissmus zwingen Herrn K., weiterhin Wortgruppen hoffentlich nicht ganz ohne Anmut öffentlich zu gruppieren; wir bitten um angemessenes Unverständnis sowie gegebenenfalls die Hinzuziehung kraftvoller Fachkräfte.

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Immer wieder prickelnd, die Rückmeldung, Herr K. würde im Vollzug seiner histrionischen Strukturanteile Filme und Bücher nachmachen; auch „Die Truman-Show“ ist jedoch viele Monde nach dem Beginn der nicht mehr nur operativen, sondern schier strategischen Bearbeitung des K. durch die Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) geschrieben und inszeniert worden. „Kann alles befohlen werden!“, wie ein Mitschüler des K. an der Militärschule zur Erheiterung von Angehörigen aller Dienstgradgruppen* zu sagen pflegte; ja ja, war nich‘ alles schlecht, bla.

Gestern hat K. zum wiederholtem Male „Die Truman-Show“ gesehen und fand seinen Eindruck bestätigt, dass die Macher des Filmes, man sagt: „die Macher“, genial sind.

Allein, Truman Burbank hat den Ausgang aus der inszenierten Realität gefunden… Wird jedoch Herr K. – lassen wir das, heule heule.

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K. hält sich unter anderem, wie immer wieder durch hochwertige Rückmeldungen bestätigt wird, für den Cheftherapeuten der lokalen Gruppe; daher hier ein Gedanke zum Thema Therapie, den Herr K. seiner zu Recht unübersehbaren Nichtleserschaft keineswegs vorenthalten will, zumal er ihn schon seit vielen Monden auf seiner mentalen Festplatte gespeichert hat.

Nämlich scheint es Herrn K., als wäre Psychotherapie eine sozusagen Übergangsform von Kontemplation und Aktivismus; sie wird meist betrieben in einer Art Zwischenbereich zwischen Betrachten und Handeln. Der Therapeut ist nicht mehr nur Betrachtender, denn er arbeitet mit dem Gegenüber eines Dialogpartners oder einer ganzen Gruppe oder gar Großgruppe, aber er ist auch noch kein Handelnder, vielmehr bestenfalls ein Katalysator für Einsichten und Erkenntnisse sowie vor allem günstigstenfalls heilsame Veränderungen von Wahrnehmungsmustern der Klienten.

(… K. muss kurz innehalten, um seiner tiefen Weisheit nachzusinnen… mitnichten scheint er völlig senil-konfus zu sein, liebste Vertreterinnen und Vertreter des allgemeinen und speziellen Rückmeldewesens, mitnichten…)

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Der Körper des K. ist jetzt 60 Jahre alt, aber wenn er sich Fotos von Iron Hut City ansieht, kommt alles wieder hoch. Alle die Stimmungen, Sehnsüchte, Erwartungen, Hoffnungen und atmosphärischen Wahrnehmungen, die K. in den abgebildeten Stadtlandschaften zum Teil vor einem halbem Jahrhundert erlebt hat, sind irgendwo da drin, und das scheint ihm grandios einerseits, andererseits grotesk.

Eine weitere eigene Aufnahme von 2008. Sie zeigt den Hof, den Herr K. unter anderem hier ausführlich beschreibt. In der rechten Wohnung im ersten Obergeschoss des ersten Aufgangs des Wohnblocks links im Bild ist K. fürs Leben geprägt, ja, konditioniert worden auf eine Art und Weise, die in einem solchem Maße außerhalb des Gesichtsfeldes unserer Menschen war, ausgeschlossene Wirklichkeit, dass K. von vornherein kaum eine Chance hatte, im eigenem Recht gesehen zu werden, heule heule…

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Und wieder leiert die Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) ihre halluzinagogischen Litaneien! K. will wieder berühmt werden; er dichtet doch nicht, er schreibt Tagebuch; schreibt keine Bewerbungen, obwohl er ’n Computer hat; Kabarett; will nich‘ arbeiten, weil er Abitur hat usw. usw. usf. – Und täglich reihert das Murmeltier.

Der Antrieb, der normaler Weise, im günstigstem Falle, zu belletristischen Texten im Sinne von Dichtung, Fiktion usw. führt, ist auf K. immer noch nicht verständliche Weise zu einer Art mentalen Vernetzung genutzt worden von wem auch immer, in der entsprechende Bilder und Szenen direkt in sogenannte Realität umgesetzt werden.

Etwas in dieser Art… – Ja ja, Verschwörungstheorie, hoho! Im Auge behalten, den Mann!!!

Herr K. hat auch immer wieder die Mitgliederinnen und Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse betreffende Sehnsüchte. Beispielsweise würde K. gern einmal nach Jahrzehnten seines leibhaftigen Erscheinens in therapeutischen Feldern einen Satz hören wie: „Herr K., Sie haben Recht; wir haben uns geirrt!“ – Der Fall wird nicht eintreten, die Partei hat immer Recht, und: nein, das ist keine Projektion; allein, die Hoffnung stirbt zuletzt, blubb.

Auch fragt sich eine Instanz in K. immer erneut, denn er macht ja nichts, vielmehr ihm alles nur geschieht, ob es ihm noch vor seiner Abberufung in die ewige Großgruppe gelingen wird, besagte Mitgliederinnen und Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse davon zu überzeugen, dass er nicht histrionisch phantasiert, den Simulanten spielt, psychotisch ist usw. – K. wiederholt sich; allein, man wiederholt sich im Alter des Öfteren, wie K. wiederholt angemerkt hat.

So weit, so gut bzw. so nahe dran, so ungut…

* „Dienstgradgrüppen“ hat ja was, hat es nicht? … äh… – kleine Übung im englischem Fragesatz; wir bitten um angemessenes Unverständnis…

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