(… wie zur Illustration – wie „bestellt“…)

Gelegentlich begibt sich Herr K. nach draußen; nur gelegentlich, denn er hat Angst vor dem Leben, wie mittelkürzlich wieder von der dauerhaft kommentierenden virtuellen Diensteinheit (DAUKOVIDI) der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ), um wieder einmal prägungsgemäß DaDaeR-Sprech zu verwenden, heraus gearbeitet wurde, und dann auch per Mental-Funk rückgemeldet, *hüstel*…

Eine gute Tat! K. hat einen sehr großen Beutel voller weißem Glas, Alu-Dosen und Plastikflaschen zu den Containern zwei Minuten Fußweg von seinem klischeehaft klassischem Dichte-, Denk- und Darbe-Dachstübchen (KLIKLADIDEDADA) entfernt geschleppt und dort sortiert eingeworfen, wobei er nicht verleugnen konnte, ein gewisses kindliches, wenn nicht gar kindisches Behagen bei diesen vorbildlichen Abwurfübungen gespürt zu haben, *Klirr*, *Krach*, *Schepper*. Im nächsten Leben geht es anders lang! K. studiert dann in Brüssel Comicwirtschaft, ha! War ’n Joke, Digga! Übrigens ’ne katholische Hochschule; K. kann nicht umhin, und will das auch gar nicht, diesen Umstand bemerkenswert zu finden, zumal er kein Katholisch hatte, wegen Margot und den Erichs.

Einige Meter vor ihm aber schimpfte eine ältere Frau wie ein Rohrspatz, weil etliche Pullover und dergleichen neben und vor dem für derartige Kleiderspenden aufgestelltem Container lagen, der keineswegs überfüllt war.

An wen aber hat sich diese Frau gerichtet? Wer war der Adressat ihrer Schimpftiraden? – Sie hat Herrn K. nicht wahrgenommen, was ihm sehr recht war, was jedermann überraschen muss, und sonst war da niemand.

Die Frau hat sich an eine gesuchte und nicht gefundene Manifestation ihres Über-Ichs, also unter anderem der verinnerlichten moralischen Instanz, in der Außenwelt gerichtet. Sie war empört, dass nicht nur niemand ihr beizustehen, sondern auch oder vor allem niemand da zu sein schien, der diese ihre verinnerlichten Prinzipien teilen könnte. Dass es ihr eben nicht um den sozusagen sachlichen Inhalt der Szene ging, ist buchstäblich augenfällig, andernfalls hätte sie die paar Anziehsachen einfach in den Container werfen können, was nicht einmal eine halbe Minute gedauert hätte.

Die Wahrnehmungsmuster sind das Entscheidende, bla. Siehta sich wieda als Züchoteerahpeut, hähähä! – Das kam nicht jetzt, kommt aber immer einmal wieder, tandaradei!

Übrigens war K. ein bisschen stolz auf sich, denn er ist nicht dem gebieterischem Drang des bewährten Dienstmädchens mit Schwanz in ihm gefolgt, als das er sich verpflichtet fühlen musste, die Sachen selbst weg zu räumen; dies allerdings ohnehin nur, wenn ihn niemand hätte sehen können, denn es ist alles geheim, ha!

K. ist sich zudem durchaus bewusst, aber das wieder nur am Rande, dass er gewissermaßen verräterische Formulierungen nicht immer vermeiden zu können und zu wollen scheint. „Plastik“ etwa ist eindeutig Westdeutsch und K. hätte als Ossi „Plaste“ sagen müssen; hier zeigt sich wieder die katastrophale Labilität seiner psychischen Strukturen, verständigen Sie gegebenenfalls die Gemeindeschwester.

Zudem hat er neuerlich ausgeblendet, dass die Bezeichnung „ältere Frau“ insofern mindestens fragwürdig erscheinen dürfte, als die wetternde Bürgerin keineswegs älter als er selbst schien. K.’s Selbstbild hat sich somit neuerlich als inadäquat erwiesen, indem er sich nach wie vor als goldlockiger Jüngling zu sehen angemaßt hat, der mitnichten eine hoffnungsvolle Zukunft hinter sich hat. – Im Auge behalten, den Mann!

***

Hier aber noch, „nun schon zur Tradition geworden“, ein wenig Katzencontent zur kulturellen Umrahmung, der kaum etwas mit dem Thema des hier geposteten Postings zu tun hat, jedoch zur Erbauung, Erhebung und Erheiterung sogenannter weitester Kreise nicht unerheblich beitragen dürfte…

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PS: Herr K. hat eine Geschäftsidee – Bierpulver… Weiteres im Weiterem!

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2 Antworten zu (… wie zur Illustration – wie „bestellt“…)

  1. Herr Ösi sagt:

    Nach den süßen Kätzchen, hab ich deinen Text rasch überflogen, muss aber gestehen, von der genialen Katzendarbietung derart gebannt, deinen Inhalt nur am Rande mitbekommen zu haben… 😉

    Spaziere er gemütlich in das Wochenende hinein…

    • Herr Koske sagt:

      … es überrascht mich, dass Du glauben könntest, ich wäre überrascht, dass Du Dich als Überflieger betätigst…

      Oder so ähnlich… – In diesem Sinne – danke gleichfalls!

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